Die Frage ist ernst gemeint. Nachdem ich in letzter Zeit nicht mehr so viel Zeit hatte zu bloggen und ich zusätzlich durch Krankheit von Rechner und Gedanken ferngehalten wurde, fällt es mir derzeit wieder sehr schwer regelmäßig zu bloggen. Ich glaube, es ist möglich das Bloggen oder das Nachdenken über das Bloggen zu verlernen. Man macht sich keine Gedanken mehr darüber, was man seinen Lesern erzählen oder präsentieren soll. Und Schritt für Schritt ist es einem egal, nicht mehr am Puls der Zeit zu bleiben. Schritt für Schritt sieht man die Tage dahingleiten, die man vorher noch gezählt hat, Schritt für Schritt wird aus ein paar Tagen eine Woche, zwei Wochen und langsam kommen Kommentare wie. „Blogg doch mal wieder was!“ oder „Lebst du noch?“ Naja das spornt dann erstmal wieder an, jedoch muss die grundsätzliche Überzeugung von Innen kommen. Doch als erfahrenen Blogger weiß man: Die Droge wird einen wieder kriegen. Irgendwann. Und schließlich sitzt man wieder vor dem Rechner, vor dem Texteditor und tippt Texte von denen man glaubt, andere könnten sie interessant finden.
Interessant war bei mir, dass das Verfolgen von Blogs keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Der tägliche Gänge durch den Webloggarten war nahezu jeden Tag drin. Auch wenn ich vieles nur überflogen habe, war ich über das Leben meiner Mitblogger informiert. Nur selber bloggen wollte ich nicht mehr.
