urbandesire

searching since 2004

Seite 160 von 211

Psssst!

Ich bin gerade auf Jagd. Ich sitze hier im Dunklen und jage. Seit 2 Tagen. Mit einem kleinen Stock ausgerüstet warte ich in der Dunkelheit auf meine Beute. Langsam gewöhnen sich die Augen an die Finsternis, während ich versuche die Geräusche der Zivilisation aus meinen Ohren herauszupressen. Jedes Rascheln, Knistern oder Tipsen wird verfolgt. Ich schleiche mich dann auf allen Vieren an die ausgemachte Ecke oder an das bestimmte Möbelstück und untersuche es auf Spuren, ob meine Beute da war oder vielleicht noch da ist.

Aber seit 2 Tagen gibt es kein Knistern, gibt es kein Rascheln, dass mir den Aufenthaltsort unseres neuesten Mitbewohners „Ferdinand“ verraten könnte.

Ferdinand

Er ist aus dem geschlossenen Käfig ausgebrochen, hat die Pfanne mit Ostergras und das Glas mit Nagersand verwüstet und muss dann schließlich vom Tisch gesprungen, um in die weiten unserer Wohnung zu entschwinden.

Wir haben in einer ersten Suchaktion alle Schränke, Zimmer und Ecken durchsucht. Selbst die Betten haben wir auseinandergebaut, um nachzusehen, ob Ferdinand sich da versteckt hält. In einer zweiten Suchaktion haben wir die Kleiderschränke ausgeräumt und darunter nachgesehen. Wieder nix. In einer dritten habe ich Kartons und Tüten durchsucht. Wieder Fehlanzeige.

Langsam schwindet die Hoffung Ferdinand noch lebend zu finden. Da nun nicht Nahrungsmittelmangel ihm Probleme bereiten, sondern Durst. Wieso macht ein Hamster so etwas? Jojo vermutet, dass es Frühlingsgefühle sind… irgendetwas treibt sie raus aus ihren Käfigen und Terrarien.
Ich werde euch über den Fortgang der Jagd/Suche informieren.

Die Identität im Web 2.0

POWERED BY PUBLICONS.DE

Ich bin immer noch auf der Suche nach meiner Identität. Das bin ich, zum Teil.

Die Slicers gibt es hier.

Nutzlose Information

In Uruguay ist es verboten, sich zu duellieren, außer man ist registrierter Blutspender.

Die Identität

Was ist Identität? Wer bin ich? Ich habe mich das schon oft gefragt. Ein Blick in meine Geldbörse verrät mir da Vieles.

Da wäre zunächst eine laminierte Karte. Sie sagt, woher ich komme, wer ich sein soll, wie alt ich wäre, wenn ich an diesem Tag geboren worden wäre, Zeichen, die meinen Namen bilden sollen, selbst meine Größe ist abgespeichert. Ich bin erkannt scheinbar. Doch bin ich das wirklich. Was sagt das schon?

Eine andere Karte weiß wieviel Geld ich habe, die nächste kennt all meine Krankheiten und weiß, wann ich beim Arzt war. Die nächste Plastikkarte billigt mir die Macht zu ein Auto zu fahren, doch ob ich das wirklich kann? Sie weiß es nicht.

Es gibt sogar eine Karte, die es mir ermöglicht kostenlos Bücher aus einer Bibliothek auszuleihen, ohne das Karte und Bibliothekarin wirklich wissen, wer ich bin. Und ob ich es wirklich bin, der da vor ihr steht.
Wer bin ich?

Oh, da ist ja noch eine Karte, nein viel mehr ein Zettel, er besagt, dass ich an einer deutschen Universität eingeschrieben bin und mich mit 25000 anderen Studenten über Campus und in Mensen quäle, wo alle auch solche Karten bei sich tragen, ohne das Karten und Kontrolleure wissen, wer sie sind.

Selbst in meinem Handy steckt eine kleine Plastikkarte, die weiß, wann ich mit wem wie lange gesprochen habe. Trotzdem kennt sie mich nicht, weiß nicht wer ich bin, wer meine Gesprächspartner wirklich waren.

Ich bin ein Konstrukt in Daten. Aufgepresst in Chips und Plastikkarten soll mein Identität festgehalten werden. Doch was unterscheidet mich von anderen? Jeder passt auf auf seine Daten als wären sie ein heiliges Gut.

Trotzdem kennt mich niemand.

How To Be Emo?

Wie wird man eigentlich ein Emo?

Hier die Antwort. (Vorsicht! Es gilt 171 MB herunterzuladen. Also, wer ein Modem hat, verzichtet darauf.)

Oder hier der Youtube-Link.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑