Ich bin gerade auf Jagd. Ich sitze hier im Dunklen und jage. Seit 2 Tagen. Mit einem kleinen Stock ausgerüstet warte ich in der Dunkelheit auf meine Beute. Langsam gewöhnen sich die Augen an die Finsternis, während ich versuche die Geräusche der Zivilisation aus meinen Ohren herauszupressen. Jedes Rascheln, Knistern oder Tipsen wird verfolgt. Ich schleiche mich dann auf allen Vieren an die ausgemachte Ecke oder an das bestimmte Möbelstück und untersuche es auf Spuren, ob meine Beute da war oder vielleicht noch da ist.
Aber seit 2 Tagen gibt es kein Knistern, gibt es kein Rascheln, dass mir den Aufenthaltsort unseres neuesten Mitbewohners „Ferdinand“ verraten könnte.

Er ist aus dem geschlossenen Käfig ausgebrochen, hat die Pfanne mit Ostergras und das Glas mit Nagersand verwüstet und muss dann schließlich vom Tisch gesprungen, um in die weiten unserer Wohnung zu entschwinden.
Wir haben in einer ersten Suchaktion alle Schränke, Zimmer und Ecken durchsucht. Selbst die Betten haben wir auseinandergebaut, um nachzusehen, ob Ferdinand sich da versteckt hält. In einer zweiten Suchaktion haben wir die Kleiderschränke ausgeräumt und darunter nachgesehen. Wieder nix. In einer dritten habe ich Kartons und Tüten durchsucht. Wieder Fehlanzeige.
Langsam schwindet die Hoffung Ferdinand noch lebend zu finden. Da nun nicht Nahrungsmittelmangel ihm Probleme bereiten, sondern Durst. Wieso macht ein Hamster so etwas? Jojo vermutet, dass es Frühlingsgefühle sind… irgendetwas treibt sie raus aus ihren Käfigen und Terrarien.
Ich werde euch über den Fortgang der Jagd/Suche informieren.