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Kategorie: Literatur (Seite 3 von 6)

Jochen Schmidt

Gestern wieder festgestellt, was Jochen Schmidt für ein Allerweltsname ist.

Jochen Schmidt ist der Autor des Buches „Die Geschichte des Genie-Gedankens in der deutschen Literatur, Philosophie und Politik 1750-1945„. Recht imposante Zusammenstellung und guter Detailüberblick. Eines der wenigen Fachbücher, das wirklich angenehm geschrieben ist und trotz zweier Bände nicht langweilt.

Gestern im Buchladen erneut ein Buch von Jochen Schmidt gefunden: „Seine großen Erfolge“ darin folgende Textstelle:

Goethes Vater hat sich nie klargemacht, dass er es seit Goethes Geburt mit Goethe zu tun hatte, und statt die Gelegenheit zu nutzen, eine Koryphäe der Goetheforschung zu werden, hat er ihn auf pedantische Art zu erziehen versucht.

Man verstehe jetzt meine Verwirrung über Jochen Schmidt, da ich von diesem Herrn eher wissenschaftliche Publikationen gewöhnt war, anstatt in verwirrenden Kurzgeschichten, seltsame Feststellungen über Goethes Vater zu erfahren.

Meine Verwirrung hielt noch ca. eine halbe Stunde an (ca. 1 Bahnfahrt nach Hause). Als ich dann das Internet über Jochen Schmidt befragte und es sich herausstellte, dass es da zwei Autoren des gleichen Namens gab und der Jochen Schmidt des Geniegedankens nicht der Jochen Schmidt der Kurzgeschichten ist, war meine kleine germanistische Welt wieder in Ordnung.

Jochen Schmidt Nr. 1
Jochen Schmidt Nr. 2

Der Mensch ist Mensch

„… der Mensch ist Mensch, und das bißchen Verstand, das einer haben mag, kommt wenig oder nicht in Anschlag, wenn Leidenschaft wütet und die Grenzen der Menschheit einen drängen.“

(aus „Die neuen Leiden des jungen W.“)

U.P.

Habe gestern hundert Seiten Rilke gelesen. Will jetzt erstmal sterben. Oder im Nichts verschwinden, damit ich euch nicht zusehen muss, wie aus aufplatzenden Eiterbeulen euer Leben herausströmt und dann vielleicht noch bei mir landet.

Tomtetoll

tomte_schoenheit_der_chanceIch weiß. Niemals sollte man als Leser und gar als Student der Germanistischen Literaturwissenschaften ein Buch vor dem Ende loben. Aber bei Tomte mache ich da mal ganz galant eine Ausnahme. Denn dieses Tourtagebuch ist schon auf den ersten zwanzig Seiten toll. Tomtetoll. Es geht um Freundschaft, Musik, Promitrash usw. Ich habe selten auf den ersten Seiten so häufig lachen müssen. Eigentlich noch nie. Und was sehen meine verzückten Augen im Inhaltsverzeichnis. Es gibt auch einen Tagebucheintrag vom 03.06.06, das war der Tag, an dem Tomte hier in Jena im Kassablanca spielten und ich mit dem Baytor und der Ani der Musik lauschte und wie am Eintrag zum Konzert ersichtlich, in Verzückung geriet. Auf diesen Tourtagebucheintrag freue ich mich deshalb schon sehr. Leider wird es noch ein wenig dauern, da ich dieses Buch nur sehr langsam, sozusagen schrittweise buecherstapel(jeden Morgen ein Kapitel aufm Klo) lesen kann. Da diverse Seminare, die ich mit dem Baytor und derHeldin teile, durchaus große Lektürelisten an den Tag legen und somit ca. 200 Seiten pro Woche gelesen werden müssen. Einziger sehr positiver Aspekt ist, dass sich mein Lektüreproblem in Anbetracht dieses Büchstapels (rechts) in Luft aufgelöst hat. Leider klafft aber auch somit ein riesiges Loch im Geldbeutel. Da diese Werk nun doch erst einmal gekauft werden müssen. Trotzdem bleibt anzumerken: Endlich angekommen im Hauptstudium.

Buchstock

Der liebe Baytor bewarf mich, vielen Dank:

Ein Buch, das mein Leben verändert hat:

Paulo Coelho – Der Alchimist — es lohnt sich zu leben immer.

Ein Buch, das ich mehr als einmal gelesen habe:

Johann Wolfgang von Goethe – Faust — und ich habs gern getan

Ein Buch, das ich auf einer einsamen Insel gern bei mir hätte:

Robert Musil – Der Mann ohne Eigenschaften — weil ich es noch nicht gelesen habe und es zwei dicke Wälzer sind

Ein Buch, das mich zum Lachen gebracht hat:

Stephen Chbosky – Vielleicht lieber morgen — „they did it in doggystyle with a sandwichbag“

Ein Buch, das mich zum Weinen gebracht hat:

Wolfgang Rudzio – Das politische System der Bundesrepublik Deutschland — grrr

Ein Buch, das hätte geschrieben werden sollen:

Ein Buch über die Techniken der Fäkalkunst — gell Jojo?

Ein Buch, das nie hätte geschrieben werden sollen:

Louis Begley – Der Mann, der zu spät kam — siehe hier

Ein Buch, das ich gleich lesen werde:

Helga Köhler-Seidel – Tage aus Glas — es kommt bald, bestimmt!

Ein Buch, das ich schon immer mal lesen wollte:

Da gibt es hunderte… gar tausende, aber es fehlt die Zeit.

Die nächsten fünf Opfer dieses Stöckchens:

Da meine bisherigen Stöckchen immer seltener beantwortet werden, gebe ich sie nun nicht mehr weiter. Das Stöckchen endet hier.

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