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Autor: Diigo Urbandesire (Seite 3 von 3)

links for 2014-04-07

  • »Ich sage das zuweilen auch ganz offen: dass mir Kinder am sympathischsten vor dem fünften Lebenstag sind. Da kann ich sie in den Brutschrank stellen, und sie sind still. Wenn meine Patienten dann später mit ihren Neugeborenen in der Praxis vorbeischauen, freue ich mich natürlich schon, weil ich meinen beruflichen Erfolg in dem Moment ganz anschaulich vor mir sehe. Dann sage ich meinen Standardspruch: »Dich habe ich schon als Vierzeller gekannt, und diese Tatsache wird ihre Faszination nie verlieren!«  – Embryologin Helena Angermaier zum Thema „Sibylle Lewitscharoff“

  • „Cobain’s work nailed how a ton of people feel“ – Cooper ist also für diese MTV-Weisheit verantwortlich, dass Cobain als einziger die Gefühle einer ganzen Generation besang und beschrie.

  • „Die Werke der sogenannten flüchtigen Künste wie der Musik, aber auch des Theaters und der Literatur, haben ihre Existenz immer nur momentweise, für den Augenblick ihres Gespielt-, Gesprochen-, Gelesenwerdens. Damit sie überhaupt reproduzierbar sein konnten, wurden im prätechnischen Zeitalter die Bedingungen ihrer Aufführung, ohne welche sie ja gar nicht noch einmal ins Sein hätten kommen können, zeichenhaft codiert. Diese Codes sollten aber nicht mit den Werken selbst verwechselt werden.“   – Ein paar schöne Gedanken zur Ontologie flüchtiger Kunstwerke.

  • „the iPhone is a sale that keeps on giving — at least in the U.S. Once a customer has bought one, he or she is likely to come back for another, usually within two years, when that contract expires.“ – wenigstens bei einer Sache schwimme ich gegen den Trend. Mein iPhone ist Ende April 4 Jahre alt. Es ist ein 3GS mit dem dritten Digitalizer und 2. Akku.

  • „It wasn’t just people, animals and trees that were affected by radiation exposure at Chernobyl, but also the decomposers: insects, microbes, and fungi…“

  • Mhh. Es ist schon recht unplausibel, was Clemens Gleich in seiner Kolumne als Luxus durchgehen lässt und was nicht. Smartphones kaufen (alle 1-2 Jahre) oder Nespresso-Kaffeemaschinen sind die überbordend dekadent. Mit 200 Sachen über die Autobahn oder Landstraße brettern dabei massig Leben gefährden und Sprit quasi in die Umwelt kippen ist nicht dekadent – jedenfalls nicht überbordend. Scheint mir jetzt auf Anhieb nicht plausibel.

links for 2014-01-05

links for 2013-11-03

  • „Technik als solche ist für Morozov nie das Problem, nur eine bestimmte Art von Technikgläubigkeit. Er leugnet auch nicht, dass es dringende Probleme gibt, die sich mit technischen Fortschritten vielleicht besser in den Griff bekommen lassen – der Klimawandel zum Beispiel. Aber ebenso oft suggeriere Technik eine Lösung, die gar keine ist – oder aber eine Lösung zu einem nicht bestehenden Problem."

    Ich finde die dieser Fragestellung anhängende Begrifflichkeit des Solutionismus einfach wunderbar. Immer wieder beobachte ich in den Debatten um Netzpolitik und Netzkultur das darin erfasste Phänomen, dass man einfach mal eine neue Version aufsetzen muss oder sich grundsätzlich mal ein paar Ingenieure und Entwickler zusammensetzen sollten, um die glücklose Welt wieder zurechtzurücken. Aber Morozov hat recht: die Welt ist zu komplex, um sie in ein paar Algorithmen und ein paar neuen Features in allen Bereichen nachhaltig zu verändern, zu gestalten und zu verbessern.

  • „So nahe sich Cannon der Quantified-Self-Bewegung im Prinzip auch fühlt, eigentlich hat er wesentlich größere Ambitionen. Der Cyborg, das Mensch-Maschinen-Wesen, ist für ihn nur ein Zwischenschritt. Innerhalb der nächsten zehn Jahre will er anfangen, menschliche Körperteile durch künstliche Open-Source-Organe zu ersetzen. Künstliche Herzen gebe es schließlich schon, sagt er – nur warum solle man warten, bis das eigene Herz schwächer wird oder man einen Infarkt erleidet?“

  • „Zwischen sieben und zehn Stunden je Woche betreibt der Mensch hochtechnologische Selbstversorgung. Ich war selber drei Mal im Leben Bauer und halte die Idee der Selbstversorgung, Eier, Butter und Fleisch selbst herzustellen, für sehr viel menschlicher als die Mühlen der Lohnarbeit. Auch die Debatte um den 3D-Drucker zeigt das: Da geht es natürlich um viel mehr als Lebensmittel, etwa Organe oder Ersatzteile für Autos.“

    Frithjof Bergmann verbindet sein Konzept der „Neuen Arbeit“ mit einer beständigen Kritik an der in Deutschland und Europa so beliebten Vollbeschäftigung. Als ich das Interview las stellte sich mir beständig die Frage, ob mein bei solchen utopisch-visionären Ideen stets das Wesen des Menschen im Augen behält. Sicherlich kann man das bäuerlich-selbstversorgerliche Leben gutheißen, aber was macht man, wenn man daran kein Interesse hat und es einem in der persönlichen Lebensplanung nur stört. Ich finde das gesamte Konzept, das Bergmann im Interview vorträgt, nicht überzeugend.

  • UX Myths sammelt die häufigsten Irrglauben zum Thema Benutzererfahrung und erklärt warum sie nicht zutreffen. Dabei müssen Sie uns nicht einmal beim Wort nehmen, denn wir liefern Ihnen jede Menge Artikel und Forschungsergebnisse von Design- und Usability-Gurus anbei.

  • Sehr schönes Portrait-Foto-Portfolio

Linksammlung: Abschaltung des Internets durch die Telekom

Es gibt auch noch ein paar eigene Gedanken zum aktuellen Thema: Funktional kaputtes Internet bei der Telekom.

  • IMHO: Die Telekom will Kontrolle über Inhalte im Internet – Golem.de – „Damit wird der Zugang zum Internet, den man auch als Menschenrecht betrachten kann, mit Inhalten verknüpft, die vom selben Anbieter stammen. Für Telekom-Kunden gibt es künftig ein schnelles Internet, in dem der Provider bestimmt, was läuft, und ein langsames, das dem entspricht, was die Kunden ungedrosselter Provider sehen. Auch wenn der Konzern das noch so sehr leugnen mag: Das bedeutet das Ende von Netzneutralität.“
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  • Die Kartellbehörden sollten die Telekompläne überprüfen: Der Gesetzgeber muss einschreiten – taz.de – „Das Internet hat immer davon gelebt, dass das Webangebot einer kleinen Zeitung in Asien ebenso einfach abrufbar ist wie das Angebot der New York Times. Damit das auch bei kommenden Videoservices so bleibt, ist jetzt der Gesetzgeber gefordert. Er muss die Pläne der Telekom stoppen und echte Internetzugänge ohne Benachteiligung einzelner Dienste gesetzlich verankern.“

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  • Kommentar: Die Maske fällt – Die Telekom, die Bandbreitendrossel und die Netzneutralität – heise online – „Die Kunden sind keine unersättlichen Gierschlünde, die alles gratis haben wollen. Die bezahlen bereits viel Geld an die Telekom: 12,5 Millionen DSL-Kunden dürften dem Konzern überschlägig geschätzt pro Monat rund eine halbe Milliarde Euro Umsatz bringen. Und die Wettbewerber zahlen zusätzlich an die Telekom, für die Nutzung deren Infrastruktur. „Der Markt wird es richten“, hört man immer wieder, wenn man einfordert, Netzneutralität gesetzlich festzuschreiben. Das wird nicht funktionieren.“

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  • Drosselung: Die Daten-Diät der Telekom dürfte viele darben lassen – Zeit Online – „Es sollen nur die „Kunden mit sehr hohem Datenaufkommen“ betroffen sein, so die Telekom. Doch sind das im Zweifel mehr als gedacht. Schon heute erreichen viele diese Grenze, auch ohne dass sie datenintensive Anwendungen wie Filesharing, Videobearbeitung oder exzessive Downloads betreiben.“

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  • Die Flatrate-Optionen der Deutschen Telekom (2016) – avatter – „Bleibt zu hoffen, dass sich nun die Dienstanbieter (von denen man bislang in dieser Sache noch nichts gehört hat) zur Wehr setzen: die Apples, Amazons und Googles dieser Welt, die vom Traffic der Nutzer abhängig sind und Anbetracht des Telekom-Gatekeepers nun eigentlich vom blanken Entsetzen gepackt sein müssten. Politik? Die braucht man hierzulande nicht zu fragen. Und wenn sich nichts ändert und bei der Telekom alles nach Plan verläuft, haben wir eben in Kürze das anachronistische Zwei-Klassen-Internet in Deutschland etabliert, bei dem einige Dienste “vom Kunden gesondert bezahlt werden” müssen.“

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  • “Drosselung” bei Telekom-Anschlüssen meint Reduzierung auf im besten Fall 2,4% der Geschwindigkeit – neunetz.com – „Die verkündeten Telekomtarife sind der Versuch der Telekom, einmal zu schauen, wie weit sie gehen können. Sollten sie einen massiven öffentlichen Aufschrei mit Drohungen von Politikern als Reaktion bekommen, können sie dann immer noch so tun, als wären sie kompromissbereit und könnten die Geschwindigkeit nach der ‘Drosselung’ um ein Vielfaches erhöhen.“

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  • Wissenswert. Telekom kaputt, langsamer als eine Stechmücke – pop64.de – „Traurig zu sehen, wie Deutschland immer weiter degeneriert. Dass wir es im 21. Jahrhundert nicht schaffen, ein unbegrenztes und flächendeckend schnelles Datennetz bereitzustellen in einem Land, dass sich selber gern als Wirtschafts- und Forschungsnation sieht, ist ein Drama. Die Telekom bestraft hier ausserdem ganz klar Familien mit Kindern. Die Kids schauen heutzutage eben stundenlang YouTube und andere Videos im Netz. YouTube dient als primäre Quelle für Musik und Musik läuft eben den ganzen Tag lang. Die 75 GB sind in diesem Fall ein Witz.“

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  • Sascha Lobo über DSL-Flatrates: Die Telekom erdrosselt das Internet – SPIEGEL ONLINE – „Das gegenwärtige Verständnis des Begriffs Bandbreite ist bei den meisten Leuten ein eher technisches, man hat halt einen langsameren oder schnelleren Netzanschluss als die Bekannte drei Straßen weiter. Ebay geht trotzdem, YouTube ruckelt zwar etwas, aber das ist man ja ohnehin gewohnt, und die Lieder, die die Kinder ansehen wollen, hat die Gema sowieso blockiert. Warum also die Aufregung? Das liegt daran, dass Bandbreite das Internet ist, und das Internet ist Bandbreite. Wer bei Datenübertragung nur an Tauschbörsenhehlerei denkt, ist entweder Lobbyist oder verdient ein Ungenügend in Netzkunde. Denn spätestens mit der Cloud werden alle möglichen und auch ein paar unmögliche Anwendungen mit einem Mal bandbreitenbedürftig. Das liegt nahe bei Streaming-Plattformen wie Spotify: eben war Musik noch eine Frage der Festplattengröße, jetzt schon hängt sie direkt von der Bandbreite ab.“

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  • Telekom enteignen oder stark regulieren – neunetz.com – „Infrastruktur, egal ob Internetzugang, Straßen, *hust* Schienen oder Wasserversorgung, ist immer denkbar schlecht in privatwirtschaftlichen Händen aufgehoben, weil es auf dieser Ebene praktisch nie Märkte geben wird, die der idealtypischen Vorstellung von Wettbewerb auch nur ansatzweise nahe kommen. Deswegen muss diese Ebene, wenn sie marktwirtschaftlich organisiert werden soll, mittels Regulierung entsprechend geformt werden.“

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  • Telekom-Tarifänderungen: Frontalangriff auf die Netzneutralität – Digitale Gesellschaft – „Um Kunden zu zwingen, zum Umgehen der Beschränkung Zusatzpakete zu buchen, “drosselt” die Telekom ihre Nutzer auf eine heutigen Ansprüchen nicht mehr genügende Geschwindigkeit, die es z.B. unmöglich macht, Filme zu schauen. “Bei einer Beschränkung auf weniger als 1% der Leistung eines 50-MBit-VDSL-Anschlusses auf ein Niveau der 1990er Jahre ist das Wort ‘Drossel’ falsch”, erklärt Markus Beckedahl, Vorstand des Digitale Gesellschaft e.V. “De facto ist das eine Sperre und ein Ausschluß vom Internet.”

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  • Netzneutralität: Telekom stellt Tarifstruktur für Internetanschlüsse um – Carta – „Hauptkritikpunkt an der Entscheidung ist die Verletzung der Netzneutralität durch die Telekom. Datenübertragung im Internet sollte wertneutral erfolgen, d.h., dass Internetdienstanbieter wie die Telekom alle Datenpakete unverändert und in gleicher Qualität von und an ihre Kunden sendet, unabhängig davon, woher diese stammen, zu welchem Ziel sie transportiert werden sollen, was Inhalt der Pakete ist und welche Anwendung die Pakete generiert hat. Die Nutzung des eigenen Dienstes Entertain soll nicht auf das im Tarif enthaltene Volumen angerechnet werden.“

    tags: netzneutralität telekom carta

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