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Monat: Juni 2006 (Seite 6 von 8)

Feststellung des Tages

Kaffee will und kann nicht immer helfen… und doch ist dieses leere Gefühl in einem nach einer schlechten und sorgenvollen Nacht irgenwie interessant. Naja vielleicht liegt es auch am Downpilot hören. Die Band klingt nämlich genau wie ihr Name.

Leid der Passwörter

Ich las mal ein Buch, in dem Kindern in der Schule gelehrt wurde, alles zu vergessen. Die Handlung spielt in weit entfernter Zukunft und da die Gehirne der Menschen von all den Informationen (ACHTUNG: Vorausahnung der Informationsgesellschaft) überlastet waren, wurde ein Schulfach eingeführt, welches als Ziel das komplette Vergessen von Informationssträngen vorgab.

Es gab Hausaufgaben bei denen Dinge bestimmt wurden, die vergessen werden sollten. Wer sie nicht gemacht hatte, konnte sich noch daran erinnern und bekam einen Eintrag.

Damals fand ich dieses simple Buch recht faszinierend. Heute sehe ich eine Unmöglichkeit darin, Dinge „bewusst“ zu vergessen. Wenn ich beim Hausaufgaben machen, immerzu an die Hausaufgabe denken soll und diese vergessen muss, werde ich sie wohl niemals vergessen.

Doch leider vergesse ich zuviel. Vorallem seit es das Internet mit mir in ihm gibt. Jeder Email-dienst, jedes Forum, jeder Shop legt einen Account mit meiner „Identität“ an und schützt diesen durch ein Passwort. Im Laufe der Jahre hat sich eine ganze Menge Passwörter angesammelt. Derzeit sind es ca. 30 Stück. Und ich kann sie mir nicht merken. Es sind einfach zu viele, zumal ich nicht alle Accounts, zu denen sie gehören. häufig benutze.

Auch widerstrebt es mir, alle mit dem gleichen Passwort zu versehen. Denn ich bin mir sicher, dass wenn man eines kennt, ist der Weg nicht weit, es einfach mal woanders auszuprobieren.

Also ertrage ich Tag ein und Tag aus das Leid der Passwörter. Und lasse mir 3mal die Woche, neue zuschicken, da ich die anderen wieder vergessen habe.

Link zu sicherem Passwort: KLICK

Was alles geht…

Ich hatte ja schon mal darüber berichtet.

Die Kunst der Montage ist auch die Kunst der Fotografie. Harte These.

Früher tricksten die Fotografen beim Fotografieren mit Licht und beim Entwickeln mit Abwedeln oder anderen Techniken. Heute zu Zeiten der Digitalfotografie (die nun auch das professionelle Lager der Fotografen erreicht hat, sieht Montage und Bildnachbearbeitung ganz anders aus.

Prinzipiell wird davon ausgegangen, dass ein Bild, welches aus einer digitalen Kamera stammt, immer mit dem Computer (sei es Photoshop oder irgend ein anderes Programm) nachbearbeitet werden muss. Zunächst einmal, um eventuelle Staubkörner oder kleine Fehler zu entfernen, die beim Fotografieren passieren können. Auch der Kontrast und der Dynamikumfang (vielleicht auch die Sättigung) werden immer fast immer angepasst.
Danach beginnt zumeist in der Portraitfotografie das großen Bearbeiten. Es werden Pickel, Hautunebenheiten, ja sogar ganze Falten oder Tattoos weggestempelt. Oftmals wird die Haut durch einen Weichzeichner „glatt gezogen“, sodass die Bilder bzw. die Personen absolut makellos, fast künstlich aussehen.

Nun bleibt der große Konflikt: Ist so ein nachbearbeitetes Bild noch ein Original oder schon nahezu eine Montage bzw. Täuschung der Wirklichkeit?

Die professionelle Welt macht es uns vor. Retouchieren heißt es hier, meint aber eigentlich Montage. Mit Photoshop wird noch jeder kleine Speckschwarte am Körper eines Models „glattgebügelt“ und die Augenringe, als Zeichen des Lebens, entfernt. (siehe Linksammlung: hier)

Ich persönlich bin dafür. Die großen Machen es auch. Und wenn man im Studio nun kleine Fehler nicht wegbekommt, hilft halt der Rechner. Schließlich möchte man ja auch ästhetische Fotos sehen?

Wandel ich nun nicht mehr auf dem Weg der fotografischen Tugend?

Linkshänder aller Welt und so weiter

Vor kurzem erfuhr ich, dass Kermit Linkshänder ist. Augenblicklich überkam mich ein Weinkrampf vor Rührung. Endlich, endlich habe ich nicht mehr das Gefühl allein zu sein; kein Aussenseiter mehr, den Stift in der falschen Hand zu führen in einer Gesellschaft, die die Schreibrichtung willkürlich von links nach rechts vorgegeben hat. Vorbei mein Versteckspiel: Nie wieder werde ich verschämt mit dem Block auf den Knien kritzeln. Nein, Niet, von nun an werde ich stolz AUF der Tischplatte mit meiner verkrampften linken Hand meine Worte niederschreiben, damit die Tinte nicht verschmiert.

Feststellung des Tages

Plane immer eine Woche mehr ein als du es geplant hattest.

(das führt aber in einen unendlichen Konflikt. Wenn ich immer bewusst eine Woche mehr einplane, führt das schließlich zu der Tatsache, dass Dinge ewig brauchen bis sie erledigt werden. Und mit ewig meine ich ewig. Passt in den Zusammenhang, dass ich eine Strecke auch immer durch 2 dividieren kann und niemals ankommen würde, da es ja keine Null gibt…)

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