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Monat: Juni 2006 (Seite 2 von 8)

Die Berührung mit der Natur

Als ich heute morgen in aller Frühe (gegen halb elf) in der Sonne auf dem Balkon diverse Streckübungen machen wollte, flog mir beim vorher stattfindenden Gähnen ein Insekt in den Mund.
Durch mein hellwaches Anwesendsein bei dieser Aktion des Tieres, überlegte ich blitzschnell, da mir die Größe des Insektes, dessen Art mir immer noch unbekannt war, Angst einflößte, und biss zu. Ganz fest. Es machte kurz „Knack“ und ich spuckte das Insekt aus… es war eine WESPE.

Den restlichen Tag fühlte ich mich wie Neo in Matrix. Zeitweise dachte ich sogar, dass ich Pistolenkugeln mit den bloßen Zähnen aufhalten und stoppen könne.

Fischers Auge

Es gab schon lange das Verlangen danach. Jetzt ist es befriedigt. Ein Fisheye ist ein Objektiv mit extrem geringer Brennweite. Hierbei unterscheidet man zwischen Vollformat-Fisheyes mit ca. 15- 16mm Brennweite und Kreisbild-Fisheyes mit unter 10 mm Brennweite. Die letzteren nennen sich Kreisbild-Fisheyes, weil sie bei einer DSLR mit Vollformat oder einer analogen Spiegelreflexkamera nur ein kreisrundes Bild zeigen. Sie bilden dabei einen Bildausschnitt von 180° ab.
Wenn wir unseren Objektivpark mal ansehen, gibt es da als weitwinkeligstes „fast-Fisheye“ unser Kitobjektiv mit 18 mm. Leider muss man dabei aber immer noch den Crop-Faktor der 350d draufrechnen und erhält einen Bildausschnitt eines 30 mm-Objektives. Dies ist nun nicht mehr sehr „fisheyeig“. Jojo kaufte sich vor einigen Monaten ein Zenitar-Fisheye mit 16 mm. Dieses bringt an einer analogen Spiegelreflexkamera schöne Bilder mit stürzenden Linien.

Nach einigen Testfotos mit seinem Zenitar an unserer Kamera, mussten wir feststellen, dass das Objektiv an einer DSLR mit Crop von 1,6 nicht besonders fishig, eher leicht angedeutet fishig, wirkt.

peleng

Der Markt gibt dabei nur 3 Objektive, die noch zur Auswahl stehen: Tokina 12-24 mm, Canon EF-S 10-22 mm und die Russentonne Peleng mit 8 mm. Die beiden ersten mit Preisen weit über 400 Euro fallen dabei raus.
Durch einen glücklichen Zufall konnten wir das Peleng samt Köcher, Adapter und verschiedenen Filtern in einem Forum gebraucht zu einen wirklich guten Preis kaufen. Jetzt, nachdem es angekommen ist, haben wir auf Schloß Dornburg die ersten Testshots gemacht und dabei festgestellt, dass es, obwohl es nur eine Lichtstärke von 3,5 besitzt, doch recht gut und vorallem stabil verarbeitet ist (nur Metall, kein Plastik). Auch die Bilder, die wirklich krass stürzende Linien aufweisen, können sich sehen lassen. Leider ist die Schärfe eines extremen Fisheye- oder Weitwinkelbildes in einem kleinen Sucher, wie beispielsweise bei einer Canon 350d, nur schwer zu beurteilen. Man muss eher den Abstand zum Objekt richtig einschätzen und danach Blende und Fokussierung einstellen. Richtig Arbeit also.
Sicherlich ist das Peleng kein Immerdrauf-Objektiv, da der Effekt schon recht stark ist und sich möglicherweise nach einige Serien abnutzt, aber als durchaus annehmbare Abwechslung stellt es eine schön Alternative zu den klassischen Brennweiten dar.

Ich habe euch hier mal eine kleine Auswahl der ersten Testshot mit dem Objektiv bereitgestellt.

Alles Zufall/Die Kuh

Es muss schon was dran sein an der unglaublichen Macht des Zufalls. Gerade heute als ich in der Bahn auf dem Weg zur Bibliothek gerade über den Zufall nachdachte und eine Eingebung erhielt, beschäftigt sich der Baytor auch damit. Als Pseudophilosoph, der seine Weisheiten keinem mitteilt, und auch als überzeugter Evolutionsbefürworter, habe ich mich schon oft in Diskussionen mit Ani befunden, in der ich mich stark machte für die Urknall-Theorie und die Ursuppe. Anis nahezu schlagendes Argument war, dass doch nicht alles… so z.B. ein unglaublich komplexes Lebewesen, wie der Mensch, auf einem Zufall basieren kann, dass nicht alles unglaublich Schöne und Schreckliche auf einer zufälligen Begegnung chemischer Stoffe und speziellen Bedienungen basiert.

Gleiches Ähnliches meint auch Mondtheoretiker Baytor: unsere Existenz ist nicht selbstverständlich. Wir Menschen haben es geschafft, in ca. 100000 Jahren uns selbst zum Mittelpunkt der Welt, der Zeit, des Raumes und allem anderen zu machen. Ja, wir mussten uns sogar einen Gott überlegen, der uns zu etwas besonderen und ausgewählten machte, denn so etwas schönes wie ein sonniger Samstagmorgen mit Brötchen und Wlan auf dem Balkon… nein so etwas schönes kann kein Zufall sein.

Heute um 14:30 Uhr erkannte ich aber die unglaublich schöne Kraft des Zufalls. Ich fuhr gerade mit der Straßenbahn in Richtung Stadt und hatte mutigerweise den Ipod auf Shuffle gestellt. Gerade als die Bahn an der Haltestelle XXX hielt, stand an der Ampel für die Autofahrer ein kleiner Viehtransporter mit nur einer Kuh an Bord. Eben in dem Moment als mein Ipod „Riot Van“ begann zu spielen, blickte die Kuh mich traurig mit ihren riesigen, schönen Augen an. In dem Moment als nun die Arctic Monkeys „Well they won’t catch me and you“ sangen, verstand ich, warum die Kuh so traurig war. Sie war auf dem Weg zum Ende. Sie wollte nur ein letztes Mal den Sonnenschein sehen und die Welt um sie herum, die sie immer so verzaubert hatte.

Die Bahn fuhr los und die Kuh sah mich an als die Bahn fortfuhr. Das ist die traurige Schönheit des Zufalls, der unsere Leben schuf.

Toyota World Tour

Heute startet Toyota die große Promotionkampagne auf dem Campus. Verdammt noch mal, welcher Student soll sich denn eine Neuwagen leisten? Ich bin dafür, dass ab jetzt nur noch Gebrauchtwagenverkäufer auf dem Campus ihre Ware zum Verkauf stellen dürfen

Neues aus dem Fotostudio

Inge hatte Geburtstag und die Chris wollte ihm einen schönen Kalender mit Fotos von ihr schenken… das roch nach einem Auftrag für tageausglas.de und so sind schwups Aufnahmen entstanden, die nun auch ihr betrachten könnt. KLICK

christin05

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

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