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Fischers Auge

Es gab schon lange das Verlangen danach. Jetzt ist es befriedigt. Ein Fisheye ist ein Objektiv mit extrem geringer Brennweite. Hierbei unterscheidet man zwischen Vollformat-Fisheyes mit ca. 15- 16mm Brennweite und Kreisbild-Fisheyes mit unter 10 mm Brennweite. Die letzteren nennen sich Kreisbild-Fisheyes, weil sie bei einer DSLR mit Vollformat oder einer analogen Spiegelreflexkamera nur ein kreisrundes Bild zeigen. Sie bilden dabei einen Bildausschnitt von 180° ab.
Wenn wir unseren Objektivpark mal ansehen, gibt es da als weitwinkeligstes “fast-Fisheye” unser Kitobjektiv mit 18 mm. Leider muss man dabei aber immer noch den Crop-Faktor der 350d draufrechnen und erhält einen Bildausschnitt eines 30 mm-Objektives. Dies ist nun nicht mehr sehr “fisheyeig”. Jojo kaufte sich vor einigen Monaten ein Zenitar-Fisheye mit 16 mm. Dieses bringt an einer analogen Spiegelreflexkamera schöne Bilder mit stürzenden Linien.

Nach einigen Testfotos mit seinem Zenitar an unserer Kamera, mussten wir feststellen, dass das Objektiv an einer DSLR mit Crop von 1,6 nicht besonders fishig, eher leicht angedeutet fishig, wirkt.

peleng

Der Markt gibt dabei nur 3 Objektive, die noch zur Auswahl stehen: Tokina 12-24 mm, Canon EF-S 10-22 mm und die Russentonne Peleng mit 8 mm. Die beiden ersten mit Preisen weit über 400 Euro fallen dabei raus.
Durch einen glücklichen Zufall konnten wir das Peleng samt Köcher, Adapter und verschiedenen Filtern in einem Forum gebraucht zu einen wirklich guten Preis kaufen. Jetzt, nachdem es angekommen ist, haben wir auf Schloß Dornburg die ersten Testshots gemacht und dabei festgestellt, dass es, obwohl es nur eine Lichtstärke von 3,5 besitzt, doch recht gut und vorallem stabil verarbeitet ist (nur Metall, kein Plastik). Auch die Bilder, die wirklich krass stürzende Linien aufweisen, können sich sehen lassen. Leider ist die Schärfe eines extremen Fisheye- oder Weitwinkelbildes in einem kleinen Sucher, wie beispielsweise bei einer Canon 350d, nur schwer zu beurteilen. Man muss eher den Abstand zum Objekt richtig einschätzen und danach Blende und Fokussierung einstellen. Richtig Arbeit also.
Sicherlich ist das Peleng kein Immerdrauf-Objektiv, da der Effekt schon recht stark ist und sich möglicherweise nach einige Serien abnutzt, aber als durchaus annehmbare Abwechslung stellt es eine schön Alternative zu den klassischen Brennweiten dar.

Ich habe euch hier mal eine kleine Auswahl der ersten Testshot mit dem Objektiv bereitgestellt.

5 Kommentare

  1. wow … die sehen echt vielversprechend aus 🙂 Darf ich auchmal ? Nach meiner Erfahrung macht so eine “geringe” Blende nicht viel aus. Bei meinem sieht man von 2,8 – 5.6 nahezu kein Unterschied.

  2. Nu klar darfst du auch mal… ist doch Ehrensache unter Bloggern ;-)… aber was genau meinst du mit der Blende?

  3. weil du geschrieben hattest “obwohl nur eine Blende von 3.5”

  4. Naja, stimmt. Eigentlich ist sie gar nicht schlecht… liegt direkt zwischen Canon 10-22 und Tokina 12-24.

  5. die bilder sehen mit zu einer geringen brennweite irgendwie ulkig aus! 😉

Kommentare sind geschlossen.

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