Älterwerden ist etwas Schreckliches. Wir sitzen hier, machen uns Gedanken über Webdesign, Web 2.0, fummeln an Gadets rum und ein VHS-Videorecorder ist schon nicht mehr zeitgemäß. Unsere Gedanken kreisen immer um das nächste Update, am Ball bleiben, im Trend sein, Schritt halten.
Es gibt aber in unserer Gesellschaft Parallelwelten. Welten, in denen das Programmieren des…, nein das Abspielen einer Kassette im Videorecorder zu den schwierigsten Höhepunkten des Tages wird. An manchen Tag bleibt der Fernseher auch schwarz.
Beängstigend, wenn im Alter nahezu alles zum Problem wird, man sich dies aber nicht eingestehen will. Was würde das auch ändern. Die Gewissheit hat man ja eh selbst. Auch das früher gewohnte wird durch den Strudel Zeit bzw. dem Voranschreiten der Zeit fremd, unbekannt, ängstigend. Die urbanen Geräusche sind nur noch Störfaktoren, werden als lästig wahrgenommen und bis zur Unkenntlichkeit aus dem Leben verbannt. Der tägliche Ausflug auf dem Balkon gehört zu den Aufregern des Tages: „Die vielen Autos, und wie die wieder parken, ach der Lärm.“
Und trotzdem lebt es sich in dieser Welt. Wenn auch manchmal etwas einsam und verbittert.

Es gibt jedoch eine entscheidende Szene: Nachdem der kleine Buchladen mangels Kunden geschlossen werden musste, begibt sich Meg Ryan Monate später in die „Filiale des Bösen“ und belauscht unter Tränen ein Gespräch zwischen einer Kundin und einem Verkäufer, der nicht wusste von welchem Buch die Kundin sprach und was sie eigentlich wollte, da er die Geschichte, die von Kundin nur bruchstückweise wiedergegeben wurde, nicht kannte. Meg Ryan mischte sich nun heulend ein, weil sie als ehemalige Besitzerin eines kleinen „liebvollen“ Buchladens die Bücher natürlich las, die Geschichten kannte und sofort den Titel des gesuchten Buches nennen konnte.