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Kategorie: Kino (Seite 3 von 3)

In Sachen Kaminski

Ich muss einfach, da der Baytor mich in seinem Blog so gelobt hat (an dieser Stelle DANKE daf?r 🙂 ), noch eine kleine Kritik zu einem besonderem Film schreiben, der ein bisschen untergegangen ist.

Es handelt sich um einen Film von Stephan Wagner (Regie) und Holger Karsten Schmidt (Drehbuch) namens „In Sachen Kaminski“.

Die kleine Tochter Lona w?chst bei ihren minderbegabten Eltern auf. Auf Anraten des Hausarztes, weil Lona anderen Altersgenossen in der geistlichen Entwicklung hinterherh?ngt, beantragt die Familie Fr?hf?rderung. Somit kommt eine Helferin des Jugendamtes ins Haus. Daraus folgt dann, dass Lona zun?chst ins Heim kommt und dann in eine Pflegefamilie, weil ihre eigene Familie nicht ausreichend Intellekt hat. Das Kind wird also den Eltern entrissen. Um zu verdeutlichen, inwieweit die Minderbegabung der Eltern aussieht, dieses Beispiel:

Lona wird im Kinddergarten ausgelacht, da sie nicht wei?, was ein Brockhaus ist. Weder die Mutter kann ihr diese Frage beantworten, noch der Vater, der am Abendbrottisch im familieneigenen Brockhaus nachsieht und sagt: „Das steht hier nicht drin, dann muss man das auch nicht kennen tun.“

Sch?n ist, dass es am Ende nach dem Europ?ischen Gerichtshof und einigen Klagen eine Happy End gibt, aber die vielen „tun“ und „tut“ w?hrend des Films und auch die eher an eine k?rperliche Behindung erinnernde Gangart der Eltern nervt.

Bild stammt von arte.de

Interessant ist auch, dass die ARD diesem Film erst abgelehnt hat, mit der Begr?ndung, dass die Brille von Herrn Kaminski zu dick und die Haare von Frau Kaminski zu fettig sind, es der Regisseur trotzdem geschafft hat, den Film nach seinen W?nschen zu drehen. Ob der Film, der letzten Freitag bei Arte lief, es jemals in die ARD schafft, steht noch nicht fest.

Weitere Informationen hier

I call myself a moralist and people laugh at me, I swear to god | Larry Clark |

Gestern war wieder so ein Tag an dem man nicht wusste was man machen sollte. Eigentlich gibt es genug zu tun, nur muss man erstmal in Fahrt kommen.

Tja, nachdem wir uns gestern im Cheers bei Burgern und Hotdogs ?berlegt haben eine DVD auszuleihen, haben wir dies kurze Zeit sp?ter in die Tat umgesetzt.

In der Videothek angekommen war nat?rlich klar, dass wir uns auf keinen Film einigen k?nnen. Dabei ist interessant, wie defekt unsere bzw. meine Wahrnehmung ist, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, welche Filme von mir abgelehnt wurden und welche von Floh.
Seltsam.

Nun, Floh ?berredete mich nun einen Film namens „KEN PARK“ auszuleihen in der Hoffnung einen Erotikthriller zu sehen.

Ken Park

Weit gefehlt. Es war wie mir dann sp?ter auffiel ein weiterer Film von Larry Clark, einem amerikanischen Fotografen und Filmemacher, der sich schon f?r den 1995 erschienen „Skandalfilm“ Kids verantwortlich zeigte.
Er hatte diesmal mit seinem Co-Regisseur Ed Lachmann (Erin Brokovich) einen weiteren „Skandalfilm“ auf die Beine gestellt (in den USA ist er zensiert worden, in Australien gar nicht gesendet, in Deutschland bekam er keine Jugendfreigabe). Der Grund der Zensur sind die eindeutigen pornographischen Szenen, die ?ber weite Teile des Films verstreut sind.

Eine Handlung war f?r mich jetzt nicht klar zu erkennen, es geht vielmehr um vier junge Menschen und ihr Leben, W?nsche und Hoffnungen, wobei keines der Themen intensiv bearbeitet wird. Viel intensiver stellt sich aber die Besch?ftigung mit deren Beziehungen zu ihren Eltern heraus. Diese Aspekt wurde in bisherigen Clark Filmen ein wenig unterrepr?sentiert.

Seltsam ist nur, obwohl es fast nur Epsisoden sind, wobei man am Anfang gar nicht richtig merkt, dass die Figuren befreundet sind, wenn es einem nicht gesagt wird, und kaum eine richtige Geschichte erz?hlt wird, ber?hrt der Film auf seine eigene Weise. Mehr als Krieg der Welten 🙂

Ken Park ist ?brigens kein Park, sondern ein junger Skateboarder, der nicht zur Clique geh?rt, sondern seine Freundin geschw?ngert hat und sich wahrscheinlich u.a. deswegen umgebracht hat. Er bildet so etwas wie einen Metarahmen um die „Erz?hlung“.

Also unbedingt anschauen.

Wer mehr wissen will, klickt hier.

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Vor dem Kino

Anlässlich, zwar nicht gewollt, aber passend, des 60 Jahrestages des Kriegsendes waren wir mit Nils im Kino und haben uns den Untergang angesehen. Sehr komplizierter Film. Geschichtlich lässt sich, meiner Meinung nach, nicht viel kritisieren. Fest, Eichinger und Hirschbiegel werden sich gut recherieret haben. Auch war ich von der Darstellung Hitlers durch B. Ganz überzeugt. Allgemein ganz gut, aber irgendwie komisch.

Nils und Marcusani

Titel: Vor dem Kino

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