Ich muss einfach, da der Baytor mich in seinem Blog so gelobt hat (an dieser Stelle DANKE daf?r 🙂 ), noch eine kleine Kritik zu einem besonderem Film schreiben, der ein bisschen untergegangen ist.
Es handelt sich um einen Film von Stephan Wagner (Regie) und Holger Karsten Schmidt (Drehbuch) namens „In Sachen Kaminski“.
Die kleine Tochter Lona w?chst bei ihren minderbegabten Eltern auf. Auf Anraten des Hausarztes, weil Lona anderen Altersgenossen in der geistlichen Entwicklung hinterherh?ngt, beantragt die Familie Fr?hf?rderung. Somit kommt eine Helferin des Jugendamtes ins Haus. Daraus folgt dann, dass Lona zun?chst ins Heim kommt und dann in eine Pflegefamilie, weil ihre eigene Familie nicht ausreichend Intellekt hat. Das Kind wird also den Eltern entrissen. Um zu verdeutlichen, inwieweit die Minderbegabung der Eltern aussieht, dieses Beispiel:
Lona wird im Kinddergarten ausgelacht, da sie nicht wei?, was ein Brockhaus ist. Weder die Mutter kann ihr diese Frage beantworten, noch der Vater, der am Abendbrottisch im familieneigenen Brockhaus nachsieht und sagt: „Das steht hier nicht drin, dann muss man das auch nicht kennen tun.“
Sch?n ist, dass es am Ende nach dem Europ?ischen Gerichtshof und einigen Klagen eine Happy End gibt, aber die vielen „tun“ und „tut“ w?hrend des Films und auch die eher an eine k?rperliche Behindung erinnernde Gangart der Eltern nervt.

Bild stammt von arte.de
Interessant ist auch, dass die ARD diesem Film erst abgelehnt hat, mit der Begr?ndung, dass die Brille von Herrn Kaminski zu dick und die Haare von Frau Kaminski zu fettig sind, es der Regisseur trotzdem geschafft hat, den Film nach seinen W?nschen zu drehen. Ob der Film, der letzten Freitag bei Arte lief, es jemals in die ARD schafft, steht noch nicht fest.
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