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Kategorie: Allgemein (Seite 72 von 77)

Der Blogeintrag

Ich wei? heute so gar nicht richtig, was ich bloggen soll. Heute war wieder so ein Tag (tolle Floskel ?brigens), den man st?ndig hat. Man steht fr?h auf, erledigt unwichtiges, was schon Tage vorher h?tte erledigt werden k?nnen. So kann man den ganzen Tag herumbringen. Danach bin ich heute, beispielsweise, in die Akr?tzel-Redaktion und habe mir dort sinnloserweise Schreibauftr?ge (mehr oder weniger freiwillig) zumuten lassen, von denen ich wei?, dass es schief gehen wird. Was wei? ich schon von Mechanik und wer bitte sch?n ist Russell C. Hibbeler?

Jetzt sitze ich zu Hause herum und m?sste eigentlich Dinge tun, die getan werden sollten und nicht unwichtig sind. Stattdessen blogge ich. Gute Nacht.

Die Br?der Grimm

Oh mein Gott. Was f?r ein entt?uschender Tag. Vor einigen besuchte ich „Brothers Grimm“. Wir sollten unbedingt europ?ische Geschichte und Pers?nlichkeiten Markenrechtlich  sch?tzen. Denn was die Amerikaner bzw. Engl?nder mit ihren schwachsinnigen Filme daraus machen, ist furchtbar.

Nun ja, Soderberghs Film Kafka mit Jeremy Irons war ja noch zu ertragen, obgleich nicht der beste. Beethoven war schrecklich. Und nun das.

Brothers Grimm ist von dem ehemaligen Monty Phyton Mitglied Terry Gilliam gedreht worden. Und so viel Schwachsinn auf einmal habe ich noch nicht gesehen. Der Film wollte lustig und schrecklich zugleich sein, war er aber nicht. Das kann man auch gar nicht. Au?er man ist Peter Jackson. 🙂 Mir kam es vor, wie ein mittelalterliches Moulin Rouge mit den Grimassen und Fratzen von Monty Phyton.

Ich wurde mich freuen, wenn einmal deutsche Filme solche Sets bek?men. Da werden Millionen ausgeben, Stars wie Matt Damon oder auch Heath Ledger engagiert und dann kommt so ein Film raus? Visuell war der Film spitze, so h?tte ich es auch gemacht. Nur die Szenenanordnung war wirr und un?berlegt. Die Dialoge stammen aus dem Jahre 2005 und nicht 1840.

Es gibt nicht mal ne deutsche Filmpage. Was soll das.

Diesen Film unbedingt nicht angucken.

 

 

Der Fahrstuhl

Ich gebe es zu. Ich habe es immer getan und ich werde es immer wieder tun. Ich bin einer, der es heimlich tut. Es nicht lassen kann. Immer wieder und wieder und wieder damit beginnen wird.

 

Ich singe allein in diesem Raum.

Fahrstuhl

 

So laut ich nur kann, singe ich die Songs meines Lebens. Allein.

Blutspende

Ich war heute Blutspenden. Kurzfristig hatte ich mich entschlossen, um meiner Hausarbeit zu entkommen, Floh und Chris  zu folgen und mein Blut der Jenaer Uni zur Verf?gung zu stellen.

Unglaublich, was f?r ein Andrang da herrscht. Zum Gl?ck waren wir rechtzeitig da und konnten so den hereinst?rmenden Familien die ersten Pl?tze streitig machen. Trotz der Aufforderung nicht im Gang stehen zu bleiben, sondern doch bitte im Wartezimmer Platz zu nehmen, hielt sich niemand daran. Diese Anarchie war toll. Alles ging recht schnell, selbst das Blut war innerhalb von knapp 4 Minuten aus mir herausgesprudelt. Zum Dank gibt es was aufs Konto, wieviel wei? ich nicht, und lustige Chips, mit denen Mann die S??igkeitenautomaten im Wartezimmer traktieren kann. Zwischen Hanuta, Kinder Bueno und  Duplo eingepackt, darf man die verlorene Fl?ssigkeit mit Mineralwasser auff?llen. Da sage noch einer Deutschland ist zu fett. Nach einer Blutspende f?llen sie dich mit Schokoriegeln und anderen Kalorienbomben ab (fehlt blo? noch Cola).

Viel witziger war aber ein junger Mann, der anscheinend sein Lebensunterhalt mit Blutspenden verdiente. Er riet von der klassischen Vollblutespende ab und favourisierte die Blutplasma- oder Leuko-irgendwas-Spende. Denn da komme mehr Geld r?ber. Er verdiene mit 70 Minuten an den Apparaten 70 Euro. Au?erdem kann man da viel h?ufiger… aller 2 Wochen versicherte er mir, Vollblut nur alle 9 Wochen. Viel besser sei es aber, gleich Knochenmark zu spenden. Da kommen pro Spende bis zu 200 Euro r?ber, er hat schon so einen Anmeldebogen ausgef?llt.

Floh bemerkte gleich, dass sie doch f?r 1000 Euro ihr Hirn spenden w?rde.

… ob die Kliniken da ein gutes Gesch?ft machen?

Lachen

Seltsam,

das „Team Online“ des Akr?tzels, welches den neuen Internetauftritt der Zeitung vorbereitet, traf sich letzten Sonntag, um die ersten Einstellungen und Programmierungen vorzunehmen. Danach ging man zu Norbert, um die sch?nsten Monty Python – Sendungen zu verfolgen. Tja… Jens, Benjamin und Norbert waren begeistert und lachten. Ich sa? mehr oder weniger kopfsch?ttelnd auf Norberts Couch und verstand nicht, was daran alles so lustig sein sollte. Obwohl man mir vorher gesagt hatte, dass die Folgen auf Englisch wesentlich lustiger seien (wir sahen diese mit deutschen Untertiteln), k?nnte ich mich nicht daf?r erw?rmen.

Als ich noch berichtete, wie ich den Monty Phyton-Kinofilm „Das Leben des Brian“ beim ersten Sehen empfand, sp?rte ich, wie ich mich langsam von meinen Kollegen entfernte (?bertragenen Sinne gemeint :-))

Ich finde diese Szene zu Anfang des Filmes einfach nicht lustig:

Charakter: Brian, Mutter, Kaspar, Baltasar, Melchior, ein paar Viecher

Mutter: Huch! Wer seid ihr?
1.K?nig: Wir sind die heiligen drei K?nige.
Mutter: Waas?
2.K?nig: Wir sind drei Weise aus dem Morgenland.
Mutter: Und dann schleicht ihr morgens um zwei in einem Kuhstall herum als h?ttet ihr nichts besseres zu tun? Was soll denn daran weise sein?
3.K?nig: Wir sind Astrologen.
1.K?nig:
Wir kommen aus dem Osten
Mutter:
Jungs, wollt ihr mich vielleicht verarschen?
2.K?nig:
Wir kommen um das Kindlein zu preisen.
3.K?nig:
Wir wollen ihm in dieser heiligen Nacht huldigen.
Mutter:
Was, huldigen? Ihr seid wohl besoffen. Das ist ja ekelhaft. Raus mit euch! Raus, raus!
1.K?nig:
Nein.
Mutter:
Hier reinzuplatzen mit eurem Gequatsche ?ber orientalische Wahrsager. Verschwindet!
2.K?nig:
Edle Jungfrau…
Mutter:
Verschwindet und preist irgendein anderes G?hr.
3.K?nig:
Wir folgten einem Stern.
Mutter:
Sternhagelvoll seid ihr. Verpi?t Euch.
3.K?nig:
Nein wir m?ssen ihn sehen. Wir haben Geschenke mitgebracht.
Mutter:
Waas?
2.K?nig:
Gold, Weihrauch und Mhyrre.
Mutter:
Soo? Das h?tten sie aber auch gleich sagen k?nnen. Er liegt da dr?ben. Entschuldigen sie
aber ich bin noch nicht zum Aufr?umen gekommen. Sagen sie, mal, was ist denn Mhyrre f?r
ein Zeug?
1.K?nig:
Das ist ein wertvoller Balsam.
Mutter:
Ein Balsam? Ich will nicht hoffen, da? das was ansteckendes ist, euer Balsam.
1.K?nig:
Was?
Mutter:
Keuchhusten und Masern kenn ich aber Balsam klingt gef?hrlich.
2.K?nig:
Das ist es nicht.
Mutter:
Ich h?rte von Bazillen die F?hler haben und bei?en.
1.K?nig:
Nein nein nein. Es ist eine Salbe.
Mutter:
Ich glaube ich habe von so’ner Krankheit geh?rt. Oder habe ich das nur getr?umt? So. Ihr
seid also Astrologen, wie? Also was ist er?
2.K?nig:
Hmm?
Mutter:
Was f?r’n Tierkreiszeichen er ist.
2.K?nig:
mn, Steinbock
Mutter:
Aha. Steinbock. Ahmmm. Wie sind die so?
2.K?nig:
Oh, er ist der Sohn Gottes. Unser Messias
3.K?nig:
K?nig der Juden.
Mutter:
Sind alle Steinb?cke K?nige?
2.K?nig:
Nein nein nein nein. Das ist nur er.
Mutter:
Achso. Ich meinte ja nur, weil es jede Menge Steinb?cke gibt.
3.K?nig:
Welchen Namen soll er einmal tragen?
Mutter:
hh. Brian.
1.K?nig:
Wir beten dich an, oh Brian, der du der Herr ?ber uns alle bist. Gelobet seiest du, Brian,
und der g?tige Herr unser Vater. Amen.
Mutter:
Macht ihr sowas ?fter?
2.K?nig:
Was?
Mutter:
Na dieses Preisen.
2.K?nig:
Nein nein.
Mutter:
Na gut. Wenn sie mal wieder hier in der Gegend sind, k?nnen sie ja auf’n Sprung
vorbeikommen. Und vielen Dank f?r das Gold und den Weihrauch, ja? Aber dieses Mhyrre
Zeug das k?nnt ihr Euch das n?chste mal in die Haare schmieren. Also Shalom dann.
Tsch??. Servus. Ciao.
Wer sagts denn? Die waren doch ganz nett, die Jungs. Total bescheuert, aber naja…
trotzdem. Sieh dir das nur an… ahh. [K?nige holen Geschenke zur?ck] Hey! Hey! Geschenkt
ist geschenkt. Wiederholen ist gestohlen. Au.
[Brian schreit] Halt die Backen!

Zumal ich nicht verstehen kann, warum die Jungfrau Maria… als eine alte h??liche Frau dargestellt wird, dabei sogar noch von einem Mann gespielt wird. Fehlt mir hier der Zugang dazu?

Jens, als alter Protestant, sagte mir, dass f?r ihn u.a. die Komik darin liegt, dass diese ganze Passion Christi durch den Kakao gezogen wird, alles was er als Kind dar?ber erfahren hatte, wird auf den Kopf gestellt, mit Komik gesalzen und diese Salzst?cken zerm?rben die Geschichte und machen sie schlussendlich lustig.

Ich stelle mir nun die Frage, warum ich nicht dar?ber lachen kann.

Hier meine Theorien:

1. Ich bin zu jung… Jens, Norbert und Benjamin sind „fast“-Mittzwanziger und ich bin noch am Anfang der 2. Wir stellen das immer wieder fest, dass da noch Unterschiede sind.

2. Ich besitze nicht das intellektuelle Niveau.

3. Ich habe das Lachen verlernt.

Was ist lachen ?berhaupt?

Lachen, ein zumeist Heiterkeit signalisierendes, angeborenes Ausdrucksverhalten des Menschen. Obwohl das Lachen in der sozialen Kommunikation zumeist Ausdruck der Sympathie ist, kann es als geringsch?tzendes Auslachen auch durchaus aggressiv gef?rbt sein. Es kann zudem, etwa in der Form des zwanghaften Lachens oder des Lachkrampfs im Zusammenhang mit verschiedenen psychischen St?rungen oder nerv?sen Erkrankungen stehen.

…das sagt Microsoft dazu ? Encarta 2006 (heute mal kein Wikipedia)

Am Ende des besagten Abends z?hlte ich noch auf, wo ich lachen kann: Simpson, teilweise den alten Otto Waalkes, Switch… das wars.

Es soll zumindestens ein Anfang sein. Es ist also noch nicht alles verloren

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