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Kategorie: Allgemein (Seite 54 von 77)

Die Berührung mit der Natur

Als ich heute morgen in aller Frühe (gegen halb elf) in der Sonne auf dem Balkon diverse Streckübungen machen wollte, flog mir beim vorher stattfindenden Gähnen ein Insekt in den Mund.
Durch mein hellwaches Anwesendsein bei dieser Aktion des Tieres, überlegte ich blitzschnell, da mir die Größe des Insektes, dessen Art mir immer noch unbekannt war, Angst einflößte, und biss zu. Ganz fest. Es machte kurz „Knack“ und ich spuckte das Insekt aus… es war eine WESPE.

Den restlichen Tag fühlte ich mich wie Neo in Matrix. Zeitweise dachte ich sogar, dass ich Pistolenkugeln mit den bloßen Zähnen aufhalten und stoppen könne.

Alles Zufall/Die Kuh

Es muss schon was dran sein an der unglaublichen Macht des Zufalls. Gerade heute als ich in der Bahn auf dem Weg zur Bibliothek gerade über den Zufall nachdachte und eine Eingebung erhielt, beschäftigt sich der Baytor auch damit. Als Pseudophilosoph, der seine Weisheiten keinem mitteilt, und auch als überzeugter Evolutionsbefürworter, habe ich mich schon oft in Diskussionen mit Ani befunden, in der ich mich stark machte für die Urknall-Theorie und die Ursuppe. Anis nahezu schlagendes Argument war, dass doch nicht alles… so z.B. ein unglaublich komplexes Lebewesen, wie der Mensch, auf einem Zufall basieren kann, dass nicht alles unglaublich Schöne und Schreckliche auf einer zufälligen Begegnung chemischer Stoffe und speziellen Bedienungen basiert.

Gleiches Ähnliches meint auch Mondtheoretiker Baytor: unsere Existenz ist nicht selbstverständlich. Wir Menschen haben es geschafft, in ca. 100000 Jahren uns selbst zum Mittelpunkt der Welt, der Zeit, des Raumes und allem anderen zu machen. Ja, wir mussten uns sogar einen Gott überlegen, der uns zu etwas besonderen und ausgewählten machte, denn so etwas schönes wie ein sonniger Samstagmorgen mit Brötchen und Wlan auf dem Balkon… nein so etwas schönes kann kein Zufall sein.

Heute um 14:30 Uhr erkannte ich aber die unglaublich schöne Kraft des Zufalls. Ich fuhr gerade mit der Straßenbahn in Richtung Stadt und hatte mutigerweise den Ipod auf Shuffle gestellt. Gerade als die Bahn an der Haltestelle XXX hielt, stand an der Ampel für die Autofahrer ein kleiner Viehtransporter mit nur einer Kuh an Bord. Eben in dem Moment als mein Ipod „Riot Van“ begann zu spielen, blickte die Kuh mich traurig mit ihren riesigen, schönen Augen an. In dem Moment als nun die Arctic Monkeys „Well they won’t catch me and you“ sangen, verstand ich, warum die Kuh so traurig war. Sie war auf dem Weg zum Ende. Sie wollte nur ein letztes Mal den Sonnenschein sehen und die Welt um sie herum, die sie immer so verzaubert hatte.

Die Bahn fuhr los und die Kuh sah mich an als die Bahn fortfuhr. Das ist die traurige Schönheit des Zufalls, der unsere Leben schuf.

Toyota World Tour

Heute startet Toyota die große Promotionkampagne auf dem Campus. Verdammt noch mal, welcher Student soll sich denn eine Neuwagen leisten? Ich bin dafür, dass ab jetzt nur noch Gebrauchtwagenverkäufer auf dem Campus ihre Ware zum Verkauf stellen dürfen

Am anderen Ende der Sonnenallee

Vor wenigen Tagen lief auf Sat.1 … Sonnenallee

sonnenalleeEin der witzigesten Szenen ist der Tag des ersten Telefonanschlusses bzw. der Tag an dem die Familie ihr erstes Telefon erhält und prompt auch der erste Anrufer vorbeiklingelt. Wenn ich es nicht besser wüsste, haben da einige über die dämlichen Ossis gelacht… Thomas Brüssig hat aber die Naivität in seinem Roman etwas besser herausgestellt. Das ist aber gar nicht der Punkt.

Viel witziger ist, dass meine Familie zu DDR-Zeiten immer ein Telefon besaß (Ich weiß sogar heute noch die Nummer ;-))

Als wir dann 1995 umzogen, mussten wir wir sage und schreibe 4 1/2 Jahre warten, bis wir einen Telefonanschluß bekamen. Mein Schwester hatte sich fast zeitgleich ein Handy zugelegt.

Der sarkastische Kommentar meiner Mutter zum fehlenden Telefonanschluß war: „Das haben die uns bei der Einheit aber nicht gesagt.“

Noch heute warten jede Menge Leute auf einen T-DSL-Anschluss, der bei den Kosten, die er verursacht, eigentlich überall lohnen würde, bereitgestellt zu werden.

Tja, wenn man erstmal in einem System drin ist, dann stellt man fest, dass hier auch nur mit Wasser gekocht wird.

Geschichte der Photographie

Nachdem ich meine Blogleser in den letzten Wochen mit einer umfangreichen Linksammlung zum Thema „Geschichte der Fotografie“ genervt habe, löste ich gestern meinen ersten Thalia-Gutschein (Danke Chris und Ingo.) ein, um mir folgendes Buch zu kaufen:

Cover

Ich sag nur: „Endlich neue Klolektüre.“

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