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Monat: Februar 2008 (Seite 2 von 4)

…kleiner Hinweis…

Hallo ihr Jenenser,

kleiner Hinweis für euch Studentenpack. Da gerade die Vorlesungszeit ausläuft und nun Hausarbeiten geschrieben werden bzw. für Klausuren gelernt wird, werden die Bibliotheken Jenas sehr gut besucht. Einem fröhlichen Besuch der Bibliothek am Ernst-Abbe-Platz steht aber entgegen, dass dort in den letzten Wochen massiv Spinde aufgebrochen und die dort hinterlassenen Wertgegenstände geklaut werden. Am letzten Samstag allein 14 Spinde und somit insgesamt über 50 Stück. Weder Pförtner, noch Universitätsleitung, noch Polizei haben das bisher in den Griff bekommen haben. Es soll zwar Beamte im zivil gegeben haben, aber an diesem Tag lies sich kein Spindknacker finden. Erst als sie wieder abgerückt waren, gings weiter.

Deshalb: keinerlei Wertgegenstände dort bunkern. Vor allem Geldbörsen sind entscheidend. Aber vermutlich wird auch anderes entwendet. Ich weise nur mal darauf hin, was es bedeuten kann sämtliche Papiere zu verlieren.

Recht herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

Rotwein

the driverEin Liter Rotwein ist zuviel. Immer. Zu jedem Zeitpunkt. Wo war ich? Ach ja. Ach nee. Ich weiß es nicht. Irgendwo zwischen hier und nirgendwo. Der Beifahrersitz ist leer. Keiner, der auf der anderen Seite das Fenster herunterkurbelt und nach Luft schnappt. Niemand, der sich genüsslich in den Sitz presst, während die Straßen außerhalb langsam im Grau der Stadt versinken. Einfach nur so herumfahren. Einfach nur den Straßen der Stadt folgen. Irgendwann kommen Landstraßen – düster und dunkel. Die Hand am Lenkrad friert und fragt sich: „Soll ich loslassen, dem Nichts das Steuer in die Hand drücken, dem Zufall das Gaspedal und dem Glück die Kontrolle über das Radio. Seit Wochen werden nun dort schon dieselben Lieder herausgepresst. Keine Abwechslung. Man sollte das Licht anmachen. Die anderen sollten einen sehen. Sollten sie.

Alles ist unscharf

brilleIch brauch ne neue Brille. Okay die Auswahl ist riesig. Naja, dann zumindest neue Gläser.

Schmetterlinge in meinem Bett

butterflybedGestern früh bin ich aufgewacht. Aber es schien nicht alles normal. Mein Kopf lag auf einem schwarzen Stück Stoff. Es roch ganz gut. Nachdem mir dies im Halbschlaf bewusst wurde, drängte es mich immer mehr gen wach werden. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war ich dann fähig – säuglingsgleich meinen Kopf zu heben. Ich besah dieses schwarze Stück Stoff. Es war ein T-Shirt von H&M. Das „Divided“-Label war trotz schmurrigen 7:15 Uhr-Licht gut zu erkennen. Relativ schnell erkannte ich, dass es sich um ein Damen-T-Shirt handeln musste. Zum einen verriet es mir der Geruch, zum anderen der Schnitt, der sich – so wie es da lag – doch recht eindeutig als weiblich abzeichnete.

Kurze Zeit geriet ich in Panik. „Du wirst doch nicht etwa…?“ Ich zweifelte an mir selbst, warf mich um und durchsuchte die andere Seite des Bettes. Es war leer. Mein Hirn war noch nicht fähig, wirklich sinnvolle Gedanken zu veräußern. So war, anstatt einer realistischen Lösung, mein einziger Gedanke, die Analyse des Abends davor. „Wann hatte ich den Filmriss?“ Was zur Hölle habe ich gestern eigentlich gemacht?“ Die Suche nach Antworten wurde einzig durch das Lauschen, ob sich im Bad etwas bewegt bzw. ob irgendetwas in der WG zu hören sei, durchbrochen. Kurz starr vor Verwirrung stieg ich aus dem Bett, tapste zu Tür und Flur, besah das Bad und die Küche: leer.

Ich entschied mich, dem Vorfall kein weiteres Interesse zuzusetzen. Kroch etwas entnervt ins Bett. Ich war mir dann auch recht sicher, dass der Abend zuvor alleine im Bett endete. Ganz sicher. Ich hatte noch ein wenig gelesen, ein Video geguckt und war dann irgendwie eingedöst.

So viel dazu. Am Frühstückstisch begab ich mich mit dem Rest der WG auf Lösungssuche. Nachdem alle gelacht hatte, fiel mir dann ein passender Lösungsvorschlag ein. Jemand musste beim Dreh am Wochenende im Dunkel des Sets ausversehen, das T-Shirt in meine Tasche gesteckt haben. Dieses Täschlein befand sich in der Nacht auf dem Schrank, der über meinem Bett prangt. Gott oder Zufall wollte, dass es in meinem Bett landet und mir einen seltsamen Morgen bereitet.

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