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links for 2007-09-25

Stille

Es ist eigentlich falsch und belanglos jetzt irgendwas zu schreiben. Tausende vor mir haben das hinter sich gebracht, tausende lebten die Veränderung und freundeten sich irgendwann mit der Situation an, tausende stellten sich vermutlich die gleichen Fragen und bekamen tausendmal auch keine Antworten.

Es ist ziemlich still hier. Da, wo ich jetzt bin. In den letzten Wochen spielte ich hundertfach die Situation durch, wie es wohl sein würde. So ganz allein. Ich rechnete mit allem. Geruch, Kälte und auch Einsamkeit. Nur rechnete ich nie mit Stille. Heute Nachmittag erwischte ich mich, wie ich eine Viertelstunde lang aus dem Fenster starrte in einer leblosen Wohnung. Ich blickte durch die Lücken der Fensterbrettbepflanzung, die wie aus einem alten Zeitalter zu stammen schien, hindurch auf die Straße und beobachtete die Autos wie sie hastig vorbeirauschten. Erst mit einem leisen Grollen sich näherten und dann mit stumpfen, tiefen Zischen am Fenster vorbeizogen. Mit der voranschreitenden Zeit wurden die Abstände zwischen den einzelnen Wagen immer größer bis fast gar keins mehr kam und nun letztlich auch die Straße schwieg.

Jetzt ist es Nacht und auch still. Aus dem Rechner krakeln Songs aus meiner Vergangenheit. Der Soundtrack eines vergangenen Lebens. Ein Kinofilm, der längst auf DVD erschienen ist und den keiner mehr sehen will. Ab und an rauscht nun doch wieder ein Auto am Fenster vorbei und erhellt kurz mit Lichtstrahlen den Raum dahinter. Vermutlich ist alles, was ich brauche ein bisschen Zeit, ein bisschen Zeit zu lernen und zu akzeptierten. Nur kreisen die Gedanken um ein Wir. Wir, allein, gegen den Rest der Welt, rundherum nur Stille.

UUUUUmmmzug

So Kinnors, das ist der letzte Blogeintrag aus Lobeda. Der Umzug steht vor der Tür und wartet nur darauf 15 Kisten (sic!) in eine neue Wohnung mitzunehmen. Von da gibt es dann den nächsten Blogeintrag. Wenn ich es überlebe. Aber ich habe ja treue Bloggerunterstützung durch den Herr Beetlebum und dem Herrn Baytor.

Feststellung des Tages

In einer Stadt in der Samstags Drogerien und Bibliotheken um 18 Uhr schließen, möchte ich nicht mein Leben verbringen.

Kommunikationsschrott

Okay, diesen Beitrag mit Kommunikationsschrott zu betiteln ist nicht sehr weise. Aber für mich ist es das. Für jemand anderen vielleicht nicht. Will hier irgendwer ein Teledat X150 der Telekom samt aller Kabel und Treiber oder hat hier jemand das dringende Bedürfnis, eine Fritz! Card SL USB sein eigen nennen zu wollen?
Mit jedem Kommunikationsvertrag erhält man neue Geräte – Marktwirtschaft funktioniert. Aber was macht man dann später damit. Irgendwie spricht meine ostdeutsche Erziehung klar gegen wegschmeißen. Andererseits ist es nur Ballast, der zwar noch problemlos funktioniert, aber eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist. ISDN ist ein Grab und ein DSL-Modem ohne Wlan für viele nahezu sinnlos (hab ich gerade meine eigenen Veräußerungen schlecht gemacht?).

Naja habs jetzt erstmal verpackt und schleppe es sinnloserweise in die neue Wohnung.

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