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Klingt schön.

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Nur dieser Flaggen-Patriotismus ängstigt mich.

Das nenn‘ ich mal benutzerfreundliches Webdesign

So erzeugt man Aufmerksamkeit.

urbandesire.de – Jahrescharts 2006

Jetzt ist schon wieder knapp ein Jahr rum und somit auch gleich Zeit für die offiziellen www.urbandesire.de-Jahrescharts. Fangen wir gleich an:

Platz 10:

Mew – And The Glass Handed Kits (2005)

Ich weiß nicht warum, aber diese Platte hat mich Anfang des Jahres einfach in ihren Bann gezogen. Die Musik kracht nicht, der Typ hat ne Fipselstimme und singt fast wie ein Mädchen, aber trotzdem hörte ich sie gern. Die Platte gewinnt aberr den Sonderpreis: „Hässlichstes Cover des Jahres 2006“ Auf jeden Fall. Aber immerhin noch Platz 10.

Platz 9:

As Cities Burn – Son, I Loved You At Your Darkest (2006):

Schön netter Emo. Schöner netter Emoname. Die Platte hat mir gleich beim ersten Hören gefallen. Schön Ideen, schöne Melodiewechsel, nettes Geschrei. Platz 9.

Platz 8:

The Killers – Sams Town (2006)

Jaja. Die Killers. Was sollte den Hot Fuss schlagen. Also Sams Town schafft das für mich nicht. Trotzdem ist die Platte auch, wenn sie an manchen Stellen zu sehr in die Synthesizer greift, im Ganzen gelungen, weil sie es einfach durchzieht. Für mich bleibt die Single unschlagbar. „When You Were Young“ wird Leute in aller Ewigkeit noch berühren. Schade, nur Platz 8.

Platz 7:

Walls Of Jericho – With Devils Amongst Us All (2006)

Ich mag ja bekanntlich nur wenige Frauenstimmen. Ihre gehört dazu. Aber so ein bisschen Hardcore von Walls Of Jericho mit Candace Kusculain verzaubert mich immer ein wenig. Bei der Kritik ist die Platte nicht so besonders gut wegkommen. Für mich stellt sie aber ein Highlight des Jahres dar. Gerade wegen dem Opener A Trigger Full Of Promises, aber auch Candace beherrscht Balladen. Somit Platz 7.

Platz 6:

Converge – No Heros (2006)

Wäre dieses Album besser gewesen, dann wäre es Platz eins geworden. Leider reicht es nur zu Platz 6. Der brutale Hard/Chaoscore von Converge ist ja eigentlich berüchtigt. Und das man ein wenig Zeit braucht, um eine Converge-Album in der Komplexität der Melodien und Strukturen zuerkennen, auch. Nur leider sprang der Funken nicht wirklich zu mir über. Trotzdem war die Platte gern gehört und landet darum auf Platz 6

Platz 5:

Olli Schulz und der Hund Marie – Warten auf den Bumerang (2006)

Wer ist denn diese Spack? Also ich finde Olli Schulz ist eine Institution. Eine Institution, wenn es darum geht, die kleinen Beobachtungen des Alltags in große Songs zu fassen. Ich lernte Olli Schulz damals im ersten Semester im Vorprogramm von „Wir sind Helden“ kennen und lieben. Das Helden-Konzert verließ ich nach 2 Songs, weil es so schlecht war und weil (ich muss an dieser Stelle eine Heldenbashing einführen) diese Band einfach nur schlecht ist und nur aufgrund des Hypes der Medienaufmerksamkeit groß geworden… egal… zurück zu Olli Schulz. Er blieb mir im Kopf und sein Debütalbum „Brichtst du mie das Herz, dann brech‘ ich dir die Beine“ war ein gern gesehen Gast in diversen Playlisten. Das Nachfolgewerk, „Das beige Album“… war schön, aber noch keine große Weiterentwicklung. Erst mit dem gerade erst ausgekoppelten Album „Warten auf den Bumerang“ gelingt es Olli Schulz mich wieder vollends in seinen Bahn zu ziehen. Die Songs haben mehr Tiefe, sind nachdenklicher und musikalisch komplexer, elektronischer umgesetzt. Ohne dabei jedoch völlig die Akustikgitarre zu vergessen. Platz 5.

Platz 4:

Artic Monkeys – Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not (2006)

ich glaube diese Platte wird auf wirklich vielen Best Of/Jahrescharts-Playlisten zu finden sein. Nicht nur bei Markus Kavka. Diese vier jungen Herren aus Sheffield haben einfach mal alles richtig gemacht und mit den Songs „I Bet You look Good On The Dancefloor“ oder „Fake Tales Of San Francisco“ meine Bein und die der Kleinen ordentlich zum Tanzen gebracht. „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not“ ist einfach eine Platte, die einen in den Lebensäther schmeißt, die zwingt etwas zu tun, die nicht aufhört zu bohren. Eine Platte, die tief geht, sehr tief. Darum Platz 4.

Platz 3:

Alexisonfire – Crisis (2006)

Erst Mitte August erschienen, eröffnete mir diese Platte das Universum von Alexisonfire, die mit krachig-wildem Hardcore, dem müden Marcus so manchmal die Bahnfahrt versüßsten. Ich finde jeder Song auf dieser Platte ist ein Hit. Ich mag das Spiel zwischen Donner und Melodik, zwischen Schrei und Gesang. Dabei muss ich mich selbst mal zurechtweisen und fragen, wieso diese Band so lange unter meinem Radar flog, denn auch ihre Vorgängeralben „Alexisonfire“ und „Watch Out!“ sind weltniveau. Hoffen wir auf mehr. Verdient Platz 3.

Platz 2:

Tomte – Buchstaben über der Stadt (2006)

Diese Platte war heiß ersehnt. Schließlich erwartet man ja nach Tomtes 2003er Output „Hinter all diesen Fenstern“, die bestimmt 3 Jahre nahezu jeden Tag lief, recht viel. Leider konnten Tomte mich nicht ganz überzeugen. Obwohl einige Dinge auf der Platte neu waren, konnte ich mit dem „Orchestralpop“ nicht mehr soviel anfangen. War „Hinter all diesen Fenstern“ noch betrübt bis melancholisch, zeichnete sich „Buchstaben über der Stadt“ mit einem Optimismus aus, der seines gleichen sucht. Trotzdem; knapp, aber berechtigt der zweite Platz.

Platz 1:

Boysetsfire – The Misery Index (Notes From The Plague Years) (2006)

Nach dem ganzen Trubel, den wir wegen BSF hinter uns haben, ist es natürlich klar, dass diese unglaublich schöne Platte auf Platz eins der urbandesire.de-Jahrescharts sein muss. Seit Ende Februar ist sie ein ständiger Begleiter am Rechner und auf dem Ipod. Und schön war es dann im September einige der Songs auch mal live zu erleben. Zu Recht Platz 1.

Platten, die es verdient hätten hier zu landen, die Liste aber beschränkt war: Downpilot -Leaving Not Arriving; Art Brut – Bang Bang Rock’n’Roll; Home Of The Lame – Here, Of All Places; Deftones – Saturday Night Wrist; The Kooks – Inside In Inside Out; Thursday – A City By The Light Divided.

Diesmal wird es anders

Oh Mann, kaum ist wieder ein wenig Geld auf meinem Konto, geht hier alles kaputt. Meine Grafikkarte, die schon seit geraumer Zeit ab und zu mal streikte, hat sich nun zum Dauerventilator aufgeschwungen und ich bin seit der Party am Sonntag ein wenig krachempfindlich! Dabei steht jetzt die Frage, ob ich nur den Lüfter tausche oder gleich die ganze Karte wechsle? Finanziell gesehen, wäre ersteres natürlich wesentlich schonender.

Die Tastatur ist auch kaputt. Ich könnte die ganze xxx an die Wand schmeißen. Und an solchen Tagen überkommt es mich dann immer. Das Streben nach mehr. Wäre es nicht schön gleich einen neuen Rechner zu kaufen? Naja eigentlich müsste es ja nur ein neues Board, weil ein neuer Prozessor (irgendwas mit Duo 2 Core), eine bisschen neuer und mehr Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte. Der Rest ist ja schon da. Und dann werde ich wieder in diesen Läden stehen und irgendetwas wird aussetzen. Irgendetwas wird passieren und ich kaufe, obwohl stundenlang davor innerlich beschworen, die Finger davon zu lassen.

Aber im Anbetracht der finanziellen Lage und der Anwesenheit von unbezahlten, zeitraubenden Jobs und Abwesenheit eines gut bezahlten Aushilfsjob, sowie des Bafögs, sollte ich dieses pathologisch falsche Verhalten einfach überwinden und fix nur rein in den Laden gehen, mir so Lüfterchen kaufen und zufrieden, weil wieder leise, vor dem Kasten sitzen.

Ach so. Wenigstens unser flickr-Account ist nun endlich wieder pro. Das heißt, es wird wieder neue Bildchen geben.

Amok

Was für ein schönes und gleichzeitig angsteinflössendes Wort. Zu der wieder aufkeimenden Debatte über Egoshooter etc. gibt es eigentlich nur eines zu sagen:

ich glaub vorher defragmentier ich meine festplatte, schmeiß alle cds weg und installier löwenzahn, teletubbies, pokemon usw auf meinem rechner. Dann lauf ich Amok. Das wird den Psychologen EINIGES zu denken geben!

via

Es scheint mir nach dem Lesen von Sebastian B.s „Abschiedsgedanken„, dass er in seiner verhassten Schule noch nicht bis Kant gekommen ist und somit die Botschaft des Kategorischen Imperativs ihm verschlossen blieb. Denn eine zwanglose und zwangsweise gesetzlose Welt hätte zur Folge, dass jeder, auch ihn, ohne Rechtfertigung töten könne. Was zwar im Hinblick auf seinen Selbstmord marginal wirkt, aber trotzdem im Raum stehen bleibt.
Der Rest findet sich bei der TBZ.

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