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Kategorie: Musik (Seite 23 von 33)

Depeche Mode Party

Ich musste erst 22 Jahre werden bis ich das erste Mal auf eine waschechte Depeche-Mode-Party gegangen bin. Meine Leidenschaft zu dieser doch recht elektronischen Band begann früh. Den ersten Kontakt stellte mein Vater her, der auf Autofahrten neben Chris DeBurgh-Kassetten auch immer ein Mixtape spielte, das mit einigen Depeche Mode Songs (u.a. Personal Jesus, Everything Counts und Shake The Disease) gespickt war. So war wir mir der Name immer vertraut. Problematisch an Depeche Mode ist die große Fülle an Alben und Songs, die eine Mode-Neueinsteiger bergweise Material bieten, aber auch den Überblick verlieren lassen. daher begann mein regelmäßiges Mode hören mit den Best Of-Single-Alben. Die geben noch heute einen guten Ein- und Überblick in das Modesche Werk. Schrittweise hörte ich dann auch die sämtlichen gefühlten 27000 Alben durch. Höhepunkt war dann 2001 der Besuch der Exciter-Tour in Leipzig ein beeindruckend verregnetes Konzert. Ich kann mich noch recht genau erinnern. Es war ein Sonntag. Am Samstag zuvor musste ich bis abends arbeiten, am Montag darauf schrieb ich meine erste Klausur in der Sekundarstufe II… ich glaube, es war im Fach Geschichte. Ich bekam ohne lernen 11 Punkte.

Aber zurück in die Gegenwart. Das witzige an Mode/Elektropartys ist das doch von anderen Konzerten oder Veranstaltungen doch recht unterschiedliche Publikum. Man findet vom Industrial-Elektrogoth über beinharte Modefans in weißen Jeans und schwarzen Lederjacken bis hin zu Familienvätern, die mit dickem Bauch und Mutti fröhlich grinsend zur Violator abhotten, alles auf einer Mode-Party. Und das Tolle daran ist, dass zunächst nur Mode gespielt und wenn ich sag nur, dann heißt das auch nur. Alle wichtigen Songs, alle Hits und alles tanzbare. Bei der besuchten Party im Kassa wurde zusätzlich, was anscheinend auf Mode-Partys sehr gern und häufig gemacht wird, die Songauswahl auf eine Live-DVD gestützt. Das heißt, es wurde ein Mode-Konzert der Playing The Angel-Tour mit Ton auf eine Leinwand projeziert, sodass man sich mit dem Geschrei der Fans auf der DVD wie auf selbigem fühlte. Toll.

Mode-Musik hat nur eine Besonderheit. Viele Songs sind gut tanzbar, doch aber auch immer ein wenig traurig, immer ein wenig dunkel. Trotzdem war es schön mit Torsten, dem größten mir bekannten Mode-Fan, den Tanzstil von Dava Gahan nachzuahmen und die Texte (ich die Refrains, Torsten die ganzen Songs) mitzusingen.

Nach einem längeren Mode-Set wurde aber zur Freud aller leider ein Elektroset mit And One und anderen gespielt. Mir gefiel es ab da nicht mehr so sehr, kam mir vor wie auf einer House-Party.  Nun ja. Gerne Wieder, Herr Mode.

Von Depeche Mode zu Dozer

Ich müsste eigentlich noch zwei kleine Reviews – von der Depeche Mode-Party im Kassa und dem gestrigen Dozer-Konzert – schreiben, habe aber derzeit keine Zeit. Hoffe den Auftrag heute Abend auszuführen.

Bis dahin: Stay Tuned.

Das neue Chris Cunningham-Video: The Horrors – Sheena Is A Parasite

ach herrlich, kurz und knackig. Ich werde mir diese verflucht teure Chris Cunningham-DVD irgendwann einmal bestellen. Bis auf weiteres bleibt ja youtube.

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Whats A Little Blood Between The Ones We Love

Vom Moshpit, pogen, stagediven/crowd surfing und wie sich das alles nennt, bin ich schon seit meiner tiefsten Jugend fasziniert. Fassungslos stand ich auf meinem ersten Rock-Konzert und musste beim Einsetzen der Musik feststellen, dass es mit Rumstehen an diesem Abend nicht getan war und dass man aktiv werden musste, um Verletzungen zu vermeiden.
Auf späteren Konzerten mischte ich dann erstmals auch mit und lernte den Codex kennen (auf Schwächere Rücksicht zu nehmen, Gefallenen wieder aufzuhelfen, auf meinen Nebenmann, wenn er das wünscht, zu achten). Doch leider bin ich für den Moshpit nicht geboren, da ich eine Brille trage und mir diese oftmals heruntergefallen ist und einmal sogar zerbrach (vgl. letztes Konzert). Zwar habe ich nie Blessuren, doch meine Klamotten bekommen oftmals etwas ab (2 zerissene T-Shirts, 1 zerissenes Hemd usw.) Und so ließ ich es dann immer häufiger bleiben, meine Aggression herauszutanzen.
Da ist es doch viel schöner mit youtube.com die besten Moshpit und Pogovideos zu prämieren. Wer also nicht stark ist, der klicke hier bitte nicht auf more.

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„Sie spielen unser Lied…“

Die klassische Situation in der solch‘ eine Ausspruch getätigt wird, ist vermutlich die Silberhochzeit eines anderen Paares. „Sie spielen unser Lied…“ und schon quillt „Pretty Woman“ oder irgendwas von Toto aus den Boxen. Das Paar sinkt sich gegenseitig in die Arme und tanzt eng umschlungen. Jedes Paar hat da auch seinen eigenen Song. Irgendetwas Alltagstaugliches; irgendwas, mit dem man was verbindet… so die erste Nacht oder der erste Kuß… oder der aktuelle Radiohit des Tages als man sich kennenlernte.
Deswegen gibt es heute aus der Reihe Mixtapes des Lebens…: das Liebestape. Wichtig ist hierbei, dass dieses Tape nicht verwechselt wird mit dem JungeschenktMädchen-Tape oder dem F***-Tape. Das Liebestape ist eine feierliches Tape, dass die Liebe eines bereits „bestehenden“ Paares feiert.

Wenn man sich nun die Playlist eines solchen Tapes ansieht, erkennt man zunächst die Zeit, in der das Paar zusammengefunden hat, und man erkennt darin auch ein wenig den Musikgeschmack bzw. den sozialen Status der beiden. Obwohl natürlich die zeitliche Konstante eine größere Rolle spielt. Zwar gelten Jahre später gewisse auf das Tape gebannte Songs als „peinlich“ und als nicht vorzeigewürdig, jedoch werden sie vom Paar wie die eigenen Augäpfel gehütet. Ebenso bleibt anzumerken, dass der Pool der Unser-Lied-Songs im Laufe der Jahre abnimmt und sich nach Jahrzehnten nur noch auf einen kleinen elitären Kreis beschränkt. Weiterlesen

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