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Kategorie: Musik (Seite 17 von 33)

1 Jahr >>Album Of The Week<<

albumoftheyear_jubiläumEs gibt etwas zu feiern. Damals vor ziemlich genau einem Jahr richtete ich die Kategorie „Album Of The Week“ ein, um den Besuchern von urbandesire.de mal meinen Musikgeschmack näher zu bringen. Mit durchaus einigem Erfolg, wie viele Anfragen zu Bands und Alben bewiesen haben. Ziel sollte es eigentlich sein, neben dem ganze Quatsch, den man sonst so hört die eine oder andere Perle aus den tiefen des Musikbusiness heraufzuheben. Darunter waren solche grandiosen Neuentdeckungen wie „Peter, Bjorn And John“, „Olafur Arnalds“ oder auch „The Samuel Jackson Five“, die bereits dieses Jahr zu den Lieblingsalben aufgestiegen sind.Ich freue mich deswegen immer sehr über jegliches Feedback und habe entschieden, diesen Album Of The Week-Service etwas auszubauen. So wird es jetzt zur jeder Plattenempfehlung eine kleine Rezension geben. Und eventuell, falls vorhanden, auch ein paar Musikbeispiele, um das Ganze mal ein ein wenig hörbarer zu machen.Begonnen wird am 31.05.2007 mit dem interessanten Projekt „City And Colour“.

Boysetsfire²

Das letzte Konzert von boysetsfire in der Conne-Island in Leipzig liegt nun schon knapp 1 Woche hinter mir. Dass es bisher noch keine kleine Konzert-Review gab, lag zum einen an der immer zum Bloggen knappen Zeit, auch daran, dass ich so ein Ereignis erst einmal sacken lassen musste. Die Vorfreude auf das große Ereignis wurde ja im Blog bereits intensiv behandelt.

Die großen Wogen, die diese Konzert schaffte auszulösen, sind nur schwer beschreiblich. Es ist immer etwas Magisches und Verstörendes, wenn man weiß, dass man eine Band (vermutlich) zum allerletzten Mal sehen wird. Es braucht lange bis man rdeartonightealisiert hat, dass es so, wie es bisher war, nun endgültig vorbei ist. Deswegen wog es um so schwerer, dass Jojo und ich zuerst keinen Karten mehr bekamen und dann auch noch mein Gefährt, das uns nach Leipzig bringen sollte, am Tag des Konzertes streikte. Der an der Benzinpumpe befestigte Benzinschlauch war porös und aufgerissen, so dass das Blut des Autos auf der Straße verteilt wurde. Mit großer Angst begab ich mich also in die Werkstatt, die glücklicherweise eine kleine Notoperation vornehmen konnte, so dass Jojo und ich – zwar ängstlich – aber immerhin überhaupt fahren konnten.

Die Vorbands – einmal The Blackout Argument aus München und Dear Tonight aus New York waren, wie bei Vorbands üblich, stark bemüht den Laden, der wirklich sehr überfüllt war (angeblich war das Konzert ausverkauft), zum Tanzen zu bewegen. Natürlich mit weniger Erfolg. Die fünf Herren von „The Blackoutblackout_argument Argument“ wirkten mit ihrem post-hardcore-Sound auf mich recht erfrischend, wenn auch nicht besonders innovativ. Aber so eine junge Band ist ja erst in der Entwicklung. Verbleibt zur Beobachtung in den Augenwinkeln. Interessanter fand ich da schon die Amerikaner. Mit kreischenden Gitarren und einem sehr gesangslosen Sprechgesang des Sängers verblüfften sie auf beeindruckende Weise die Konzertbesucher. Ihrer Musik mischten sie schöne Melodikwechsel bei, sowie eine zweite Shout-Line durch den Bassisten. Der doch recht punkig angehauchte HC stellte für mich etwas nicht alltägliches, selten gehörtes dar. So habe ich mir die CD der Herren aus Brooklyn auch fix bestellt.

Aber das Hauptaugenmerk lag an diesem warmen Maiabend auf Boysetsfire. Schön war, dass Jojo und ich durchaus gute Vergleichsmöglichkeiten zu dem letzten Auftritt von Boysetsfire in der Conne hatten. Und ich persönlich fand, dass man an diesem Freitagabend den zum letzten Konzert fehlenden Josh durchaus gespürt hat. Denn er übernahm bei vielen Parts von Songs einige Shoutlines und spielte auch bei der Musikalität der Gitarren eine große Rolle. Ich kann zwar nicht absolut befürworten, dass die Band wesentlich besser klang, aber die Abstimmung und das Spiel untereinander empfand ich als abgeklärter und sicherer. Was mir auffiel und aufstieß war die mäßige Setlist. Die Songreihenfolge wurde durchaus gut begonnen, doch viel zu früh – wie ich finde – würde das Acousticset eingeschoben, dem dann weitere eher ruhige Songs folgten. Ich meine, dass so etwas in das hintere Drittel eines Konzertes gehört, um danach genügend Spannung für einen richtig geilen und harten Abgang vorzubereiten. Trotzdem gab die Band das ganze Konzert über richtig Gas und brachte den kompletten Club zum Brodeln und Tanzen. Einzigartig war, wie der komplette Saal die ersten Takte von „Walk Astray“ oder den kompletten „My Life In The Knive Trade“-Song mitsang. Was mich nervte, waren aber die immer wieder viel zu langen Pausen zwischen den einzelnen Songs, in den auch nicht etwa die Instrumente gestimmt wurden, sondern einfach nur in die Menge geglotzt wurde. War vielleicht auch dem geschuldet, dass sich ständig Stagediver zu den Songenden auf der Bühne befanden und nach dem Ende des Liedes auch nicht mehr springen wollten.

BoysetsfireEs ist aber immer wieder beeindruckend wie persönlich BSF mit den Fans umgeht. Selbst vor dem Konzert schlenderten die Herren auf dem Conne-Vorplatz zwischen den wartenden Fans und grinsten diese an. Während des Konzertes nahmen sich durch die Energie der Musik richtig Tuchfühlung auf und spielten nicht nur einfach für die Besucher, sondern fast mit ihnen.

Im gesamten ein unglaublich schönes und unvergessliches Konzert, dass leider viel zu schnell vorbei war. Ich hatte mir zwar vorgenommen, etwas abseits das Konzert zu genießen. Aber irgendwann hielt es mich nicht mehr und ich stürmte in die Mitte zum Abholen der blauen Flecken. Ich bekam nur einen. Auf der Brust. Nah am Herzen.

Beten wir für eine Reunion in vielleicht drei, vier Jahren!

Fotos vom Konzert bei flickr
beetlebum und seine neue Kamera auf dem Konzert (Pflichttrackback)

Wenn Legenden sterben…

zeitgeist coverdann will man das nicht immer wahrhaben. Man versucht sich an Strohhalme zu klammern, drückt entnervt die Augen zu und hält die Ohren verschlossen. Es darf doch einfach nicht wahr sein.

The Smashing Pumpkins … die Rock’n’Roll-Legende der Neunziger neben Nirvana, Soundgarden, Pearl Jam, RATM und noch einigen anderen hat sich reformiert. Zwar nicht vollständig (D’Arcy Wretky und James Iha fehlen), aber immerhin wird es am 07.07.07 ein neues Album mit dem Namen „Zeitgeist“ geben. Und schon kommen wieder die Sorgen auf. Man hatte sich über Jahre ein Bild und ein Image der Band zusammengesucht. Und will nun nicht einsehen, dass sich die musikalische Gangart der Band verändert hat.
Und so habe ich doch Hoffnung, wenn ich den Ausschnitt der vermutlich ersten neuen Single der Pumpkins „Tarantula“ höre (Real-Media-Dateien am besten mit Real Alternative anzuhören), dass die Legende wieder aufersteht. Langsam und vorsichtig. Zwar ist das kein tief-trauriger Weltschmerz oder Hass, das positive Gemisch ist durchaus zu hören, aber es ist kein reiner Popaufguss mehr. Denn die hatten wir nun mit Zwan und The Future Embrace genug. Sicherlich, ich habe noch nicht das komplette Album gehört, aber die Misserfolge der vorherigen Auskopplungen sollte den Kürbiss-Mannen doch nun endlich gezeigt haben, wonach die Kürbissherzen gieren.
Eine Mellon Collie, eine Siamese Dream oder wenigstens ein halbe Machina oder meinetwegen auch was ganz neues. Nur keine hallende Gitarren mehr, kein Nölgesang. Kompromissloser Rock, der dem Herz weht tut und den Weltschmerz versüsst.

„the world is a vampire“

Let’s Get Ready To Rumble

So Kinders, ich bin dann erstmal weg:

bsf_abschiedstour

Das Web2.0-Gedächtnis

Ich bin ja vergesslich. Ich vergesse immer überall alles. Theoretisch müssten Geldbörse, Schlüssel, Handy und diverse andere Dinge dauerhaft an mir befestigt werden. Rantackern wäre da eine Lösung. Leider geht das nicht. Ich muss mich schließlich waschen, umziehen und so. Und eine nasse Geldbörse samt feuchten Scheinen will ja auch keiner sehen. Ebenso sind rostig klimpernde Schlüssel nicht sooo toll.

Aber wo war ich?

google_notizbuchJa. Das Web 2.0 ist für mich nichts anderes als eine riesige, leidlich gut funktionierenden Erinnerungsmaschine. Das google-Notizbuch ist genial. Jedesmal wenn ich in das Internet schalte, sehe ich direkt auf der Startseite, was ich noch so erledigen sollte und was demnächst kommt (sofern ich es auch eingetragen habe).

last.fm_eventsEbenso nutze ich ein tolles Feature meines Lieblings- socialdienstes last.fm: den ultimativen Eventkalender. Hier trägt irgendwer sämtlich Konzerte und Festivals weltweit ein. So kann beim Besuch der Seite eines Lieblingsartist auch gleich überprüft werden, ob derjenige nicht vielleicht mal in die Nähe des Wohnorts kommt. Außerdem ist die Angabe des eigenen Erscheines zu einer Veranstaltung möglich, sodass man sehen kann, ob nicht doch noch jemand aus Jena zu irgendeinem Konzert kommt. Auch der klassische Smalltalk im Vorfeld eines Konzerts ist möglich. Man freut sie sozusagen zusammen (social) auf das jeweilige Event. Für mich liegt der klare Vorteil darin, dass ich meiner Vergesslichkeit ein Schnippchen schlagen kann und beim Aufruf meiner last.fm-Profilseite sofort sehe, was denn demnächst auf dem Plan steht, wofür Karten besorgt oder Mitfahrgelegenheit geklärt werden müssen.

In meiner aktuellen Eventliste sind 10 Veranstaltungen eingetragen.

  • am 16. Mai kommen die Boxhamsters in die Rose nach Jena – ein Muss
  • am 18. Mai – ohh ich freu mich so – fahren Jojo und ich zum Abschiedskonzert von fucking boysetsfire in die Conne Island nach Leipzig… mannmannmann wird das geil
  • nach einer kleineren Pause geht es am 2. Juni mit Silverstein im AJZ in Chemnitz weiter. Toll, dass ich die auch mal sehen kann. Feiner Emocore. Muss nur noch Ani überreden.
  • Kurz darauf (5. Juni) geht es wieder mal nach Leipzig zu den Beatsteaks. Karten liegen schon hier.
  • Besonders freue ich mich auf C O N V E R G E, die ich schon seit Jahren endlich mal live sehen will und verdammt nochmal so eine Hammerband kommt am 17. Juni in das Kulturkaff Chemnitz. Nicht ohne mich.
  • Ein kleiner Perle gibt es dann wieder am 19. Juni in Jena zu bestaunen. Die Drones. Sexy Australier.
  • Jetzt ist es offiziell: Am 10. Juli düsen der Baytor und ich nach Dresden um das Phänomen „Arctic Monkeys“ mal live zu bestaunen. Ich denke die werden richtige gut aussehen auf dem Tanzflur und die Sonne wird nicht untergehen…
  • schön ist auch, dass am 17. Juli Kettcar, eine meiner Leidenschaften aus Tomte-Zeiten mal wieder in Jena (genauer im Kassa) vorbeischauen. Ich komm gern auf ein Bier mit (R)rum.
  • dann – dieser Termin steht noch nicht fest (erstmal warten wie sich das Line-Up so entwickelt – vielleicht noch das Highfield. Obwohl natürlich der Auftritt von Jimmy Eat World, Eagles Of Death Metal und Funeral For A Friend das Ding fast zur Pflicht werden lässt.
  • und zu guter letzt Maximo Park in Dresden. Mit Brüderchen. Asskicking.

uiuiui… was ein Programm. Ich zähle mal die Eintrittspreise zusammen: ca. 170 Euro (ohne Highfield mit 79 Euro).

Naja… Hauptsache erstmal Primäziele, für die schon Karten exisiteren.

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