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Kategorie: Internet (Seite 9 von 20)

Amok

Was für ein schönes und gleichzeitig angsteinflössendes Wort. Zu der wieder aufkeimenden Debatte über Egoshooter etc. gibt es eigentlich nur eines zu sagen:

ich glaub vorher defragmentier ich meine festplatte, schmeiß alle cds weg und installier löwenzahn, teletubbies, pokemon usw auf meinem rechner. Dann lauf ich Amok. Das wird den Psychologen EINIGES zu denken geben!

via

Es scheint mir nach dem Lesen von Sebastian B.s „Abschiedsgedanken„, dass er in seiner verhassten Schule noch nicht bis Kant gekommen ist und somit die Botschaft des Kategorischen Imperativs ihm verschlossen blieb. Denn eine zwanglose und zwangsweise gesetzlose Welt hätte zur Folge, dass jeder, auch ihn, ohne Rechtfertigung töten könne. Was zwar im Hinblick auf seinen Selbstmord marginal wirkt, aber trotzdem im Raum stehen bleibt.
Der Rest findet sich bei der TBZ.

Ein Germanist beim Web Montag

Wenn man im Lexikon unter „Web“ nachschlägt, findet man nichts – höchstens ein wenig später den Begriff „Website“. Also eine „Gruppe mehrerer zusammengehöriger Dokumente im WorldWideWeb. Schön, wenn sich der Begriff mit sich selbst erklärt. Wenn man im Lexikon den Begriff „Montag“ sucht, findet man den ersten Wochentag einer Woche wieder. Und genau an solch einem Montag ging ich mit Beetlebum zum 2. Web Montag hier in Jena.

Leider wissen wir aber immer noch nicht, was das ist – ein Web Montag. Aber das schöne am Web 2.0 ist eben auch, dass sich garantiert schon jemand Gedanken darüber gemacht hat. Und so versteht sich ein Webmontag als ein informelles Treffen von „Anwendern, Entwicklern, Gründer (was immer Gründer auch sind), Unternehmern, Forschern, Web-Pionieren, Bloggern, Podcastern, Designern und sonstige Interessierten, um die neusten Entwicklungen des Webs – sprich dieser Seiten, auf denen wir den ganzen Tag herumklicken – zu diskutieren. Genauer geht es eigentlich schon um das Web 2.0. Was das ist und was das werden soll, darüber streiten die Gemüter.

Gut; soweit die Theorie. Der Web Montag hier in Jena hat den malerischen und vielleicht einzigartigsten Ort in ganz Deutschland. Während andere Web 2.0er sich in Kneipen und Kellern verschanzen, trifft sich die Web Montag-Prominenz hoch oben im 29. Stockwerk des Jenaer Intershop Towers. Da ist wirklich ein sehr angenehme Aussicht. Und es umweht einen bereits beim Betreten des Gebäudes ein Gefühl des erfolgreichen Start-Ups.

Und wenn erst die große silberne Tastatur im Erdgeschoss gedrückt wird, um das gewünschte Zielstockwerk des Fahrstuhls einzugeben, hat man die Realität da draußen schon fast vergessen. Durch die Fahrstuhlfahrt gen Himmel in eine andere Sphäre bewegt, kam ich nun etwas verunsichert an. Zumindest der blaue Teppichboden beruhigte. Im Konferenzraum herrschte entspannte Betriebsamkeit. Es wurden Projektor und Laptop vorbereitet (ist das eigentlich nur ein Klischee oder arbeiten alle IT-Menschen am liebsten mit IBM/Lenovo Thinkpads?), einige Gespräche geführt und quasi kostenfreie Getränke serviert (dabei fällt mir ein, ich schulde dem Herrn beetlebum noch 5 €)
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Vorsicht Grippe.

Ich bin heute von meinen 2 Tagen „Mutti-Urlaub“ zurückgekehrt. Herrlich. Früher als ich noch zu Hause wohnte, wurde ich in die Aktionen des Alltags mit integriert und musste helfen etc. Heut bin ich ein Gast und werde umsorgt. Hab heute so nebenbei am bisschen am Computer meiner Mutter und auch dem Laptop meiner Schwester rumgespielt. Dabei ist mir aufgefallen, dass Viren, Pishing-Emails, Würmer und Spyware in meinem digitalen Leben kaum ein Rolle spielen. Zum Spaß ließ ich bei Mama noch ein paar Antispywaretools drüberlaufen. Nichts. Kein Virus, kein Angreifer.

Ich wundere mich deshalb, da ich häufig in den Erzählungen anderer Familienmitglieder oder von Bekannten höre, dass ihre Rechner Viren haben. Oder dass dieses oder jenes gerade wegen Würmen nicht funktioniert. Selbst ganze Netzwerke wurden durch Angreifer aus dem Internet schon lahmgelegt. Was machen die falsch? Oder besser: Was mache ich richtig? Denn ich bin seit knapp 3 Jahren mit DSL und taschentuchFlatrate täglich von früh bis abend online. Im letzten Monat war ich sogar 741 Stunden online. Bei uns hier im Wohnheim gehen zwei Personen mit drei verschiedenen Rechnern mehrmals täglich ausgiebig auf virtuellen Streifzug. Kein Virus. Nada.

Dabei, finde ich, haben wir hier gar keine brutalen Sicherheitsrestriktionen. Klar, wir nutzen einen Router mit Hardwarefirewall, wir haben einen Virenscanner mit integrierter Softwarefirewall. Alles läuft automatisch. Die Updates des Virenscanners werden automatisch gezogen, einmal pro Wochen macht dieser einen kompletten Systemcheck. Die permanente Kontrolle und Überprüfung habe ich ausgestellt, da in 2 Jahren nie etwas vorkam. Ab und an, wenn mich die Lust beim Aufräumen des Rechners packt, setze ich diverser Antispywaretools ein und überprüfe die Rechner. Diese Dinger haben auch noch nie etwas gefunden.

Bei einen Bekannten ist es beispielsweise so, dass die Startseite beim Verbinden mit dem Internet stets eine recht unbekannte Suchseite ist. Trotz Umstellen und Deinstallation usw. hat er dieses Problem noch nicht gelöst bekommen. Bei einem anderen schlägt nahezu stündlich der Virenscanner an und meldet neue Viren. Der nächste hat häufig Würmer.

Ich will jetzt nichts heraufbeschwören, aber alle Rechner, die unter meiner Fuchtel laufen und konfiguriert wurden, funktionieren bis heute virenfrei. Toitoitoi

Das Leid der Fotografen

Ich habe flickr lieben gelernt. Nach anfänglicher Euphorie und einer Anmeldung mit ersten Bilder verkam der Account zu einem umfangreicheren Portfolio für Fotos, die auf tageausglas.de nicht präsentiert werden konnten oder als kleine Galeriemöglichkeit für Fotos von urbandesire.de. Doch der richtige Community-Hype kam bei mir nie auf. Um Kommentare und neue Anstöße für Bildmotive zu erhalten, muss man sich bei flickr jedoch engagieren, d.h. Gruppen beitreten, Fotos bewerten, Fotos zur Diskussion stellen usw. Ich hatte nie richtig Lust dazu.norbert

Trotzdem traf man immer wieder Leute, die auch flickrn. Und so gewann ich beim Durchstöbern derer Fotos wieder Lust mich einzubringen. Seitdem habe ich mich in einer ganzen Reihe von Gruppen angemeldet, kommentiere und bewege mich durch alle möglichen Diskussionsforen. Tja und was fällt mir da auf: die Max Magazine-Group. Das deutsche Magazine, mit durchaus interessanten Fotos und Bilderstrecken, hatte sich bei flickr eine öffentliche Fotogruppe zu gelegt. Dies bedeutet, dass jeder der mitmachen will, das auch kann. Bedingung ist, dass man die Urheberrechte der Bilder besitzt und täglich nicht mehr als zwei Bilder an die Gruppe sendet. Den Lieblingen der Redaktion, die am Ende einer Woche von dieser ermittelt werden, winkt durchaus eine Veröffentlichung im monatlich erscheinenden Magazin. So gesehen, stellt das eine schöne Möglichkeit für jeden einzelnen Hobby- und Amateurefotografen dar, seine Bilder „einer großen Öffentlichkeit“ (Auflage des Magazins ca. 200000) zu präsentieren. Somit stehen den flickr-Usern monatlich in der Zeitung 6 Seiten zur Verfügung, die sie mit ihren besten Bildern aus der max-Competition füllen können.

Auf der einen Seite könnte man dies begrüßen und schreien: „Jaaa wieder eine Verknüpfung zwischen (Achtung Modewort!) Web 2.0 und den klassischen (Print-)medien“; aber man könnte sich auch fragen, wieso die Zeitung freiwillig sechs Seiten teures Druckgut einfach an „Hobbyknipser“ verschenkt? Zum einen ist da die Möglichkeit kostenlos, also ohne Bildrechte zu kaufen und eine großartige redaktionelle Arbeit zu leisten, einige Seiten mit „Inhalt“ zu füllen. Ob es dem Verkauf der Zeitung zuträglich ist, sei mal dahingestellt, da die paar Flickr-User, die jene Ausgabe, in der ihr Foto erscheint, kaufen, sicherlich nicht das Gros der Max-Kundschaft ausmachen können und die Zeitung nicht aus ihren schlechten Zahlen heben werden.
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Das neue Chris Cunningham-Video: The Horrors – Sheena Is A Parasite

ach herrlich, kurz und knackig. Ich werde mir diese verflucht teure Chris Cunningham-DVD irgendwann einmal bestellen. Bis auf weiteres bleibt ja youtube.

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