Mit der Zeit stellt sich Allmählichkeit ein. Die Ruhe der Nacht durchfließt jeden. Es ist die Zeit Gedanken zu ordnen und sich ausgiebig mit der Versuchung zu beschäftigen, das Leben der anderen besser zu finden. Nicht neidvoll, sondern über sich selbst enttäuscht tauscht ein Gedanke den Weg mit einem anderen. Treiben es wild in dir. Hängen sich an Kleinigkeiten auf, nur um schließlich wie ein weißes Tuch, dass an einem morschen Nagel gehängt wurde, mitsamt diesen fortgerissen zu werden. Großspurig fährt dir die Angst durch die Haare und du streichelst mit deinen Fingerspitzen das kalte Feld. Doch in all dem beschäftigt versuchst du nur das unabänderliche Leben in dir und um dich zu ersticken und zu vergessen. Doch nirgends, nicht im tiefsten Versteck der Nacht, nicht in dir selbst wirst du dich verstecken können. Es wird dich finden. Du hockst im kalten Feld, die Füße eng an die Brust gezogen, pressend und mit strahlend traurigen Augen und willst auch, da so viele andere auch anders werden, dich neu erfinden. Klebst jedoch fest. Hier im kalten Feld.
das war die Aussage meiner Vermieterin bzw. Wohnheimverwalterin. Es ändert sich ja einiges. Der urbandesire zieht ja um. Raus aus seinem gehassliebten Lobeda hinein in die Innenstadt Jenas. Dank des Herrn R. findet er Unterschlupf in einem vollmöblierten mitten im Zentrum gelegenen Zimmer. Zwar nur suboptimal zur Zwischenmiete – aber was in 10 – 11 Monaten ist, weiß ja keiner. Irgendwie ist diese Unbestimmtheit auch ganz interessant. Obgleich ich ebenso zugeben muss, dass ich ein wenig zu faul war, nach weiteren Wohnungen und Zimmern zu suchen.Nun ja. Wenn man auszieht, kommen eine Menge Änderungen und vor allem Abmeldungen auf einen zu. Telekom, DSL, GEZ, Zimmer selbst, zahlreiche Adressänderungen usw. usf. Dummerweise lief mein DSL-Anschluss bereits Anfang Juli aus. Einerseits sind das jetzt 30 Euro weniger im Monat. Andererseits hat man ja dann bekanntermaßen kein Internet. Womit wir uns dem Kern der Sache nähern.
Jeder ist im Leben manchmal bestrebt was anderes zu machen. Man möchte ausbrechen aus dem Trott und neue Dinge probieren. Schön, dass es im Bereich der Musik
So befinden sich 16 durchaus interessante Tracks auf dem Album “Act 1 – Goodbye Friends of the Heavenly Bodies”. Auf der gesamten Platten regieren Gitarren mit immer wieder wunderschönen Melodien und Riffs (z.B. bei Age Of Consent oder auch “The Grace”). Trotzdem gibt es eine Tendenz zu elektronischen Klängen, die mit Piano versetzt werden (I Hope Your Hearts Runs Empty oder auch The Piece). Aber auch die Gesänge der einzelnen Mitstreiter reichen vom sanften Hauchen bis hin zu sich emporschlängelnden Hymen. Es Daniel Victor durchaus gelungen, seine Mitstreiter musikalisch zu entkleiden und ihnen eine neues, zwar anderes, aber trotzdem nicht weniger passendes Gewand zu geben.