urbandesire

searching since 2004

Autor: urbandesire (Seite 90 von 206)

Bürogeflüster…

Manchmal bin ich froh, dass ich mit meiner Wut nicht alleine bin. Im Gespräch mit zahlreichen Freunden ereifere ich mich immer wieder über die Sinnlosigkeit von Pratika. Immer höre ich von Freunden wie sinnlos und langweilig ihre Praktikumsarbeitstage sind und eine wesentliche Aufgabe darin besteht, gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Wenn ich von so etwas höre, dann kommen mir immer wieder diese zahlreichen, jungen Leute in den Sinn, die ihre Semesterferien dafür nutzen, Praktika wahrzunehmen, um den Arbeitsalltag und oftmals das projektbezogene Arbeiten kennenzulernen. Man konnte mich schon überzeugen, dass es irgend einen Sinn hat. Vielleicht, um zu wissen, was man selbst will oder vielmehr, was man nicht im Bürowill. Ich sehe es nun langsam auch irgendwie als richtig an, ein Praktikum zu machen.

Was ich wiederum nicht verstehen kann, ist dann aber Gratismentalität, die bei Unternehmen (großen wie kleinen) in diesem Bereich herrscht. Sonst, macht eine Firma auch keinen Finger krum, wenn nicht Geld fließt oder fließen könnte. Schließlich stellt ein Praktikant – richtig in den Arbeitsalltag eingebunden – einen zusätzlichen Mitarbeiter dar, der durchaus auch Werte und Umsatz für die jeweiligen Firmen generieren kann.

Sicherlich gibt es ein Überangebot an Geistes- und Sozialwissenschaftlern, was einen enormen Konkurrenzdruck erzeugt, der Vergütungen in das Nichts rutschen lässt. Aber wo bleibt bei den Praktikanten die Ehre? Wieso lassen sie sich so einfach ausbeuten, nur um einen weiteren Punkt im Lebenslauf einzufügen, eine neue Station, die trotzdem für den Personalchef des möglichen, späteren Arbeitgeber irgendwie immer kryptisch bleibt?

Drum finde ich es immer wieder schön, wenn auch andere das Empfinden bekommen, dass unbezahlte Praktika nichts anderes sind als unbezahlte Arbeit so heute Thomas Peil vom Textdepot.

Ich für mich selbst, habe den Weg gewählt mein außeruniversitäre Zeit, nicht mit Firmen und Praktika zu vergeuden, sondern bei verschiedenen Projekten mitzuarbeiten. Schließlich lerne ich bei cellu l’art, im Akrützel oder auch über tageausglas genauso viel… und mache obendrein genau das, was ich will. Leider oftmals noch unbezahlt… 😉

Im Zusammenhang mit Praktika noch ein Hinweis auf das Projekt „fairwork“, dass sich mit den Rechten von Praktikanten auseinandersetzt.

Album Of The Week – Faraday

faraday - The Dying Art Of Composure e.p.„Die sind deutsch?“ „Ja.“ „Wow.“ … eigentlich muss man nicht mehr zur aktuellen E.P „“ von Faraday sagen, oder doch? Doch man muss. Was die vier jungen Herren auf dieser aus sechs Tracks bestehenden E.P. zusammengestellt haben, ist phänomenal. Gerne werden Faraday in der Presse als Emo oder gar Emocore bezeichnet und da horchen plötzlich alles Emo-Vans-Träger auf und sind dann etwas verduzt, wenn sie die Platte hören… klingt ja so gar nicht nach My Chemical Romance und Panic…

Vielleicht einfach weil der Sound Faradays näher an dem klassischen Emo der 90er Jahre (Texas Is The Reason oder Sunny Day Real Estate) dran ist, als dem heutigen mittelamerikanischen Einheitsbrei, der sich seit drei Alben einfach nicht weiterentwickelt hat und einfach nur perfekt produziert klingt … sonst emotional nicht mehr zu bieten hat als ein Kühlschrank.

Und doch ist es mehr als ein Aufguss zwar geliebter aber eben auch bereits bekannter Emo-Struturen der 90er. Faraday haben mit viel Liebe zum Detail, mit vielen kleinen Auf und Abs, mit Geschwindigkeitswechsel, aber auch mit dem Einsatz von Klavier und Streichern es geschafft, dem Hörer mehr zu geben. Man gibt sein Herz, seine Wünsche und Hoffnungen beim Opener „What a Great Force, What a Great City“ und wird entrissen in eine Welt aus Melodien und Gesang. Harte Melodien, die irgendwie eine kleinen Zuckerguss Indie und Pop abbekommen haben und die einen somit über den großartigen Song „Don’t Drink And Dial“ mit marrartigen Gesang, schönen Streichertönen und lebensverzerrenden Shouts sanft zu „Emma“ geleiten, dass ruhig mit Klavier beginnt und in gut fünf Minuten epische Soundwände hochzieht und man glaubt wenigstens einmal an diesem Tag den Sternen nahe zu sein…

Insgesamt habe ich selten eine Platte angetroffen, die so viele musikalische Assoziationen in mir weckte: Marr, Thursday (Gesang), einige Gitarrenriffs (Marr, Blumfeld mit Jetset), Klavier (Something Corporate) und und und … und doch ist die Platte etwas eigenständiges, frisches und unglaublich auch aus Deutschland.

kleiner Teaser aus dem Proberaum der Band:

urbane Anspieltipps: What A Great Force, What A Great City, Don’t Drink And Dial, Emma

myspace | website | Blog (lange nicht aktualisiert)

Burgerkomp(l)ott

Meine fetten Jahre sind ja nun schon eine ganze Weile her. Es gab Zeiten – so in der Pubertät – da aß ich gut und gerne mal 10 Cheeseburger bei McDonalds. Naja. Das war sicherlich ein Fehler. Vor allem wenn man betrachtet, was dann aus mir wurde. Egal. Vergangenheit.

Gestern erfuhr ich von einem Kerl, der mit mir arbeitet; der letzte Woche bei BurgerKing fünf… fünf… wtf… fünf Doppelwhopper gegessen hat. Alter, dass sind laut aktueller Nährwerttabelle von Bk über 4500 Kalorien. Der Typ aß da knapp 1,8 Kilo Burger; innerhalb von Minuten. Unglaublich.

Wem jetzt noch nicht der Appetit auf leckere Nahrungsmittel vergangen ist, der betrachte doch bitte folgende Seite. Auf dieser werden die Produktfotos der Anzeigen amerikanischer Fastfood-Ketten mit der servierten Realität verglichen.

Ads vs. Reality

Das ist jetzt dumm

Es regnet in Strömen… diese widerlichen Regentropfen schmieren sich wie lange, glibbrige Spaghetti an den Fensterscheiben der Thulb herunter. Und ich sitze hier drin mit dem Wissen, keine Jacke und keinen Schirm mitgenommen zu haben. Da bleibt nur die Hoffnung, dass zu dem Zeitpunkt meines Aufbruchs nach Lobeda die Sonne wieder scheint und die Vögel lauthals zwitschern.

Dinge, die ich haben will

Hab gerade mal Zeit zu träumen; ca. 5 Minuten. Das kam gerade dabei heraus.

*lechz*

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑