urbandesire

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Monat: Mai 2014

links for 2014-05-11

  • Was soll man sagen dazu… Vlt.: it depends on. Im allgemeinen kann ich bestätigen, das die Menschen sich teilweise kaputtmachen. Das liegt aber auch an der Art der Arbeit. Sie lässt sich oftmals nicht wegschieben, und räumt sich plötzlich extrem viel Platz auch im Privatleben ein. Die Grenzen verschwimmen. Auf der anderen Seite kenne ich auch Leute, die sich nicht kaputt machen.

  • „Weil sie der Erfahrung ein Übergewicht einräumen, haben Konservative einen verzerrten Blick auf die Welt. Ihr Festhalten am Status Quo bewahrt zwar oft das Gute, verhindert aber auch das neue Gute.“

  • In amerikanischen Do-it-Yourself-Technologieblogs ist alles immer so einfach. Scheitern als Chance, Was heißt eigentlich wirklich glücklich sein etc. Blabla. Der größte Mist, dem ich seit lange, gelesen habe.

  • „Fast sieben Millionen Deutsche haben eine 45-Stunden-Woche. Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?“

  • Wieder mal ein wunderbares Stück aus der Reihe Kritik der Technologiekritik. Habe mich auch schon immer gefragt, woher diese inflationäre öffentliche Bekanntmachung von Autofahrern stammt, die sich mit dem Navi in eine missliche Situation verfrachtet haben.

    Die lukrative Lügenwelt der Pornobranche | Die Freiheitsliebe

  • „Pornos sind nicht falsch, weil sie Sex explizit darstellen. Sie sind falsch aufgrund der Art und Weise, wie sie ihn darstellen: frauenverachtend, rassistisch und gewaltvoll und weil der gesamte Porno-Mainstream-Bereich inzwischen von Hardcore-Material dominiert wird, hinter dem die extreme Ausbeutung derer steckt, die in ihnen performen.“

  • „We are everyday robots on our phones / In the process of getting home", singt Damon Albarn im Titelstück seines neuen Albums. „Looking like standing stones", heißt es dann noch, ins Mythologische ausgreifend. Wir versteinern, weil wir das Gesicht nicht mehr vom Display abwenden können." Mal als Einführung in dieses absolute textlich-musikalisch herausragende Album. Auch der englische Wikipedia, bei dem diese Rezension sich intensiv bedient hat, ist sehr zu empfehlen.

Status

Ich weiß nicht, woran es liegt, aber ich kann mobil einfach nicht bloggen. Ich mag die WordPress-iOS-App durchaus gerne. Aber nur, wenn es darum geht mal eben fix einen gefundenen Fehler in einem bestehenden Artikel auszumerzen. Aber einen regulären Beitrag verfasse ich so ungern damit. Anders als Federico Viticci, der beeindruckender Weise seinen kompletten Workflow auf das iPad ausgerichtet hat und darüber zahlreiche sehr interessante Artikel verfasst hat. Aber gut, er nutzt ja nicht die WordPress-App, sondern Editorial und hat offenbar auch ein ganz eigenes CMS für das Blog macstories.

Noch dazu bin ich immer wieder mit dem gegenwärtigen Aussehen von urbandesire.de unzufrieden. Habe aber auch keine Zeit, mich wirklich um die Theme-Entwicklung zu kümmern. Während es mich lange Zeit nervte, dass mein Theme durch Sidebar und Klimbim von den Artikel ablenkte, und ich dazu entschied auf ein neues Theme zu setzen, dass die Texte in den Vordergrund rückte, war es mir dann wieder zu kahl und zu umständlich auch permante Inhalte wie Menüs, Blogroll etc. einzupflegen. Deswegen habe ich heute mal wieder auf ein neues Theme umgestellt, dass so etwas wie einen Kompromiss darstellt. Ein bisschen Menü und Klimbim oben und unten… und der Rest fokussiert sich auf die Texte.

Es nervt sowieso, dass diese ganze Widgetisierung der WordPress-Themes, ihrer Anpassbarkeit so stark zusetzt. Wo man früher einfach mal einen html-Schnipsel irgendwo hinzufügen oder mal eben fix Schriftgröße oder Linkauszeichungsfarbe in der CSS-Datei varieren konnte, muss man heute endlos komplizierte Stylesheets durchwühlen und rumtesten, bis man die Funktion gefunden hat, die Wirkung zeigt. Na klar, dem Laien wird es nun wesentlich einfacher gemacht im Rahmen des vorgebene Algorithmus das Theme nach seinen Wünschen anzupassen, wer diese Regeln aber verlassen will und nur ein interessierter Laie und kein html/css/php-Profi ist, hat es nun ein ein ganze Ecke schwerer. Oder man setzt halt auf ein altes, simples Theme und nimmt sich die Zeit ein eigenes Child aufzubauen, der den Vorstellungen entspricht. Aber wer macht das schon bzw. wer hat dafür noch Zeit?

Egal. Interessanter ist es aber, dass viele der alten Bloggerkollegen und -kolleginnen (muss man jetzt eigentlich gendern…?) verschwunden und/oder unbekannt verzogen sind. Einige wenige Leuchttürme der ehemaligen Jenaer und Thüringer Blogosphäre, in der ich persönlich Social-Mediamäßig sozialisiert worden bin, existieren noch und blubbern so fleißig vor sich hin… aber viel sind verschwunden oder nur noch bei twitter, oder so. Das ist lustig, da ich meiner naiven und jugendlichen Leichtsinnigkeit immer gedacht habe, so Bloggen, das ist eine Wesenfrage und somit eine Sache für die Ewigkeit. Wer einmal damit angefangen hat, der wird nie wieder aufhören. Aber so ist es nicht. Leben ändern sich, Prioritäten variieren und Zeit wird knapp. Dies gilt vor allem, wenn man mit seinem Blog nie so richtig die Anonymität verloren hat. Also nie „Erfolg“ hatte oder populär geworden ist. Diejenigen, die es geschafft hatten, sind mehr oder weniger immer dabei hängengeblieben. Egal.

 

 

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