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Monat: April 2006 (Seite 2 von 3)

Nutzlose Information

In Uruguay ist es verboten, sich zu duellieren, außer man ist registrierter Blutspender.

Die Identität

Was ist Identität? Wer bin ich? Ich habe mich das schon oft gefragt. Ein Blick in meine Geldbörse verrät mir da Vieles.

Da wäre zunächst eine laminierte Karte. Sie sagt, woher ich komme, wer ich sein soll, wie alt ich wäre, wenn ich an diesem Tag geboren worden wäre, Zeichen, die meinen Namen bilden sollen, selbst meine Größe ist abgespeichert. Ich bin erkannt scheinbar. Doch bin ich das wirklich. Was sagt das schon?

Eine andere Karte weiß wieviel Geld ich habe, die nächste kennt all meine Krankheiten und weiß, wann ich beim Arzt war. Die nächste Plastikkarte billigt mir die Macht zu ein Auto zu fahren, doch ob ich das wirklich kann? Sie weiß es nicht.

Es gibt sogar eine Karte, die es mir ermöglicht kostenlos Bücher aus einer Bibliothek auszuleihen, ohne das Karte und Bibliothekarin wirklich wissen, wer ich bin. Und ob ich es wirklich bin, der da vor ihr steht.
Wer bin ich?

Oh, da ist ja noch eine Karte, nein viel mehr ein Zettel, er besagt, dass ich an einer deutschen Universität eingeschrieben bin und mich mit 25000 anderen Studenten über Campus und in Mensen quäle, wo alle auch solche Karten bei sich tragen, ohne das Karten und Kontrolleure wissen, wer sie sind.

Selbst in meinem Handy steckt eine kleine Plastikkarte, die weiß, wann ich mit wem wie lange gesprochen habe. Trotzdem kennt sie mich nicht, weiß nicht wer ich bin, wer meine Gesprächspartner wirklich waren.

Ich bin ein Konstrukt in Daten. Aufgepresst in Chips und Plastikkarten soll mein Identität festgehalten werden. Doch was unterscheidet mich von anderen? Jeder passt auf auf seine Daten als wären sie ein heiliges Gut.

Trotzdem kennt mich niemand.

How To Be Emo?

Wie wird man eigentlich ein Emo?

Hier die Antwort. (Vorsicht! Es gilt 171 MB herunterzuladen. Also, wer ein Modem hat, verzichtet darauf.)

Oder hier der Youtube-Link.

Kann man das Bloggen verlernen?

Die Frage ist ernst gemeint. Nachdem ich in letzter Zeit nicht mehr so viel Zeit hatte zu bloggen und ich zusätzlich durch Krankheit von Rechner und Gedanken ferngehalten wurde, fällt es mir derzeit wieder sehr schwer regelmäßig zu bloggen. Ich glaube, es ist möglich das Bloggen oder das Nachdenken über das Bloggen zu verlernen. Man macht sich keine Gedanken mehr darüber, was man seinen Lesern erzählen oder präsentieren soll. Und Schritt für Schritt ist es einem egal, nicht mehr am Puls der Zeit zu bleiben. Schritt für Schritt sieht man die Tage dahingleiten, die man vorher noch gezählt hat, Schritt für Schritt wird aus ein paar Tagen eine Woche, zwei Wochen und langsam kommen Kommentare wie. „Blogg doch mal wieder was!“ oder „Lebst du noch?“ Naja das spornt dann erstmal wieder an, jedoch muss die grundsätzliche Überzeugung von Innen kommen. Doch als erfahrenen Blogger weiß man: Die Droge wird einen wieder kriegen. Irgendwann. Und schließlich sitzt man wieder vor dem Rechner, vor dem Texteditor und tippt Texte von denen man glaubt, andere könnten sie interessant finden.

Interessant war bei mir, dass das Verfolgen von Blogs keinerlei Schwierigkeiten bereitete. Der tägliche Gänge durch den Webloggarten war nahezu jeden Tag drin. Auch wenn ich vieles nur überflogen habe, war ich über das Leben meiner Mitblogger informiert. Nur selber bloggen wollte ich nicht mehr.

Der kleine Unterschied

Vieles ist darüber geschrieben worden, viele haben darüber nachgedacht und trotzdem ist es widersinnig.

Heute war Frisörtag. Ani hatte sich einen Termin geholt und ich bin gleich mit, weil mein Kopf geht schnell und das kann nahezu jede ausgelernte Frisörin. Bei Ani ist das komplizierter. Färben, Waschen, Schneiden, Fönen, Stylen, nach Hause rennen, hier nochmal Fönen (da beim ersten Mal nur angefönt 😀 ), nochmal Stylen …. und danach wird stundenlang vor dem Spiegel gestanden und daran herumgefummelt (als ob das noch was bringen würde). Schließlich werden Fotos aus allen Positionen geschossen, um eine realisitische Einschätzung der Haarlage zu bekommen.

Kurzum 13.00 Uhr hat das Spektakel begonnen 16.00 Uhr war es zu Ende und morgen nach einer Nacht sieht es aus wie vorher. Und jetzt das Lustigste daran: Es kostet auch noch Geld.

Na dann. Gut Schnitt.

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