Musikdownloadportale… ist das eigentlich ein neues Wort? Neudeutsch, Anglizismus… ist das der Sprachgemeinschaft überhaupt schon bekannt? Eher nicht. Trotzdem geistern durch jegliche Medien der Hinweis auf die Möglichkeiten sich Musik aus dem Internet zu laden? Doch was soll das alles. Ich kann mir doch wie gewohnt eine Platte im Plattenladen kaufen, wenn ich jetzt im Internet mir eine Datei kaufe, habe ich doch nichts „wirkliches“ in der Hand?
In der Tat, man hat nichts wirkliches in der Hand. Trotzdem kann man eine Menge mit dieser digitalen Musik anstellen. Zunächst spart man Platz in der Wohnung, da ja die CDs entfallen, und kann sich diese Datei auf einem gängigen mp3-Player ziehen und anhören. Wenn man doch wieder CDs rumliegen haben will, kann man sie brennen auf eine CD, aber diesmal in einer Reihenfolge, die man sich wünscht.
Es gibt also eine Menge Gründe sich durchaus damit zu beschäftigen. Deswegen habe ich eine kleine Serie zusammengestellt, um die einzelnen Börsen einmal vorzustellen.
Fahrplan dieses Artikels:
- Musikdownload — Allgemein und DRM
- Musicload
- AOL
- Itunes
- Media Online
- Weitere Musikportale
- Zusammenfassung
Die einzelnen Artikel erscheinen im Abstand von je einer Woche.
ALLGEMEIN: DRM
Oftmals wurde ich gefragt, warum bieten diese ganze Portale eigentlich immer nur wma (auch bekannt als das Audio-Format von Microsoft) an. Ganz einfach: man kann wma eine spezielles Rechtmanagement (DRM=Digital Rights Management) einverleiben. Theoretisch ist dies aber auch mit anderen Formaten möglich, nur Microsoft waren da mal die ersten, dies es massentauglich machten. Prinzipiell wurde diese System entwickelt um das geiste Eigentum zu schützen. Dies wurde nötig, da im „digitalen Zeitalter“ ein einfacher Mausklick genügt, um eine Datei in exakt derselben Qualität auf dem eigenen Rechner zu speichern. Man macht also nicht, wie etwas bei einer Cassette, eine qualitativ schlechtere Kopie von einem Original, beispielsweise einer CD, sondern erstellte eine 1:1 Kopie mit derselben Qualität.
Das Aufkommen von Tauschbörsen, wie etwa Napster, die es ermöglichten, diesen Kopiervorgang auf die gesamte Welt auszudehnen und in einer unglaublichen Geschwindigkeit Musik rund um den Globus transportierten, riefen die Musikindustrie auf den Plan. Diese machten. anhand sinkenden CD Verkaufszahlen, den Schuldigen schnell aus: Musiktauschbörsen. Und nun nach vielen Gerichtsprozessen und dem Aus solcher „illegaler“ Tauschbörsen (z.B. Napster), stehen Musikindustrie und der Internetnutzer, „der sich ab und zu mal eine mp3 aus dem Netz gezogen hat“, auf Kriegsfuß. Weiterlesen