urbandesire

searching since 2004

Monat: November 2005 (Seite 1 von 3)

Die Grammatiktheorie-Gang

Das heutige Zwischenpr?fungsseminar der Grammatiktheorie brachte neue Erleuchtungen.

Ich gr?ndete mit meinen Komillitonen eine Gang. Wir sind Sprayer der brutalsten Sorte. Mit unseren Canes w?rden wir dann wichtige S?tze mit den topologischen Satzmodell verk?pft an die W?nde bringen. Diese Graffitti w?ren dann das neuen Mahnmal der Jugend.

Hier ein schlecht gemachtes Beispiel des der ber?hmten Phrase, die am Reichstag prangt:

grammatiktheorie

Mein Name in der Szene ist CP (clause phrase) . Warum? Seht in das Script.

Die weitere Ausf?hrung von Inhalt und Philosophie dieser Bewegung wird in sp?teren Eintr?gen folgen.

Der erste Professor

Als ich heute in die Bahn stieg, erinnerte ich mich, aus bisher ungekl?rten Gr?nden, wieder an mein erste Semester. Die Uni begann praktischerweise an einen Montag (das sollte sie ?brigens immer). Ich hatte fr?h um acht Uhr meine erst Vorlesung. Es war die Einf?hrung in die Politikwissenschaft. Gehalten wurde sie von Professor Dr. Klaus Dicke. Dieser ist nun Rektor der Universit?t.
Prof. Dr. Klaus Dicke

Er erz?hlte uns gleich, wie man ein eifriger Politikwissenschaftler wird:

Man solle schnell und gut alle Scheine machen, man solle t?glich die Tagesschau sehen und t?glich eine ?berregionale liberale (z.B. S?ddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau) oder konservative (z.B. Frankfurter Allgemeine Zeitung), eine regionale (z.B. TA, TLZ oder OTZ) Zeitung lesen. Nebenbei auch noch in den w?chentlich erscheinenden Nachrichtenmagazinen Spiegel, Focus und eventuell auch Stern belesen sein. Auch auf die Frage der Finanzierung einer solchen Lesearbeit hatte Klaus Dicke eine Antwort. In der Bibliothek g?be es die aktuellen Ausgaben. Von nichts, wird nichts. Die Frage des Zeitmangements eines Magisterstudenten wurde nicht eingegangen. Man studiert ja logischweise nur das eine Fach.

Damals lie? man sich verr?ckt machen. Heute ist man weiser.

Ich denke als Professor der Politikwissenschaft hat man genug Zeit daf?r. Nachdem man um zehn Uhr die erste Vorlesung beendet hat, geht man in das B?ro und liest Zeitung. Nebenbei erledigt man noch ein bisschen B?roarbeit, die von der Sekret?rin nicht erledigt werden kann. Nach drei Stunden trabt man mit den Kollegen in die Mensa und ist wohlinformiert.

Ich war in diesen drei Stunden bei einer weiteren Vorlesung gewesen und habe noch ein Seminar besucht. Als ich dann endlich um 16 Uhr todm?de nach Hause kam, rechnete ich mir aus, wieviel ich bezahlen m?sste, um diesen Wissensstand zu sichern. Es sind Unsummen. Als ich dies festgestellt habe, rechnete ich zus?tzlich aus, wieviel Seiten ich lesen sollte. Es sind Unz?hlige.

Ich kaufte mir die „Zeit“. Diese erscheint nur w?chentlich und erschien mir geeigneter f?r Geldb?rse und vorallem f?r den Kopf. Denn ich musste ja an diesem Abend noch vierzig Seiten aus eine Reader f?r das Seminar „Einf?hrung in die Politikwissenschaft“ lesen. Anscheinend musste ich mich daran gew?hnen, zu wenig Engagement zu zeigen.

Er war mein erster Professor. Er ging, als er noch Vorlesungen gab, immer rauchend ?ber den Campus und ?bte seine Vorlesungen ein. In diesen sah er dann selten auf sein Script.

Er war mein erster Professor und m?glicherweise auch meine erste studentische Entt?uschung. Es sollten noch viel folgen.

Die alte Dame

Als ich heute fr?h zur Bahn ging, passierte Seltsames. Eine ?ltere Frau bog mit ihrem Auto in meine Stra?e ein, sie war m?glicherweise noch unge?bt bzw. noch Fahranf?ngerin. Tja und so trieb sie den Motor ihres Wages im ersten Gang um die Kurve und beschleunigte weiter… es klang f?rchterlich. Sie hat einfach nicht geschalten. Ein junger Mann neben mir sagte leise in: „Schalt doch.“ Dies erinnerte mich an meine eigene Gro?mutter, die auch sehr schaltfaul ist und ihren Golf II (genannt „Silberpfeil“) im ersten Gang meistens bis auf 30 oder 40 km/h hochtreibt. Be?ngstigend.
Doch ich ma? diesem Vorgang kaum oder wenig Bedeutung bei.
Als ich dann an der Bahnhaltestelle auf die Stra?enbahn wartete, n?herte sich die Frau in ihrem Peugeot abermal, diesmal von der Hauptstra?e. Sie stellte sich an der Ampel auf die Linksabbiegerspur, blinkt aber nicht. Nun ja, man kann das ja vergessen oder aber sie wollte geradeaus fahren. Als die Ampel auf gr?n schaltet, w?rgte sie den Motor ab. Mhh. Nachdem sie ihn nach kurzer Panik wieder anstellte, schaltet die Ampel wieder auf rot. Trotzdem fuhr sie noch mit einen starken Ruck an und steuerte direkt auf die gegen?berliegenden Rechtsabbieger zu, die gerade losfahren wollten, weil sie gr?n bekamen. Als sie ihren Fehler bemerkte, verlangsamte sie das Auto und blieb „Schnauze an Schnauze/Auge in Auge“ vor den Rechtsabbiegern stehen. Nach einen kurzen Moment der erneuten Verwirrung, wollte nun die Dame wieder in die richtige Spur einbiegen. In dieser n?herte sich aber schon eine anderes Fahrzeug… es musste von beiden Seiten eine Vollbremse dargeboten werden, um einen Unfall zu verhindern. Nachdem nun alle Autos auf der Kreuzung irgendwie standen, legte die Dame wieder ihren ersten Gang ein und brauste, endlich auf der richtigen Spur angekommen, davon.

Hier ein kleine Skizze zur Verdeutlichung (!es ist nur eine Skizze!):

Die alte Dame

Tja, warum schreibe ich das?

Naja, weil ich als Enkel mir erst einmal Sorgen um meine eigene Gro?mutter mache, generell um alle ?lteren Herrschaften, bei denen ich schon mal ins Auto einsteigen musste. 🙂
Und weil zweitens, ihre seltsame Fahrweise gepaart mit einer seltsamen Auslegung der Verkehrsregel und der Einstellung: „Ich fahre seit 40 Jahren unfallfrei und bin deswegen der beste Autofahrer auf Deutschlands Stra?en“ eine ung?nstige Mischung darstellt. Ich m?chte nicht die Klischeehascherei einiger j?ngeren Autofahrer (besser bekannt als Raser) best?tigen, aber auf gewisse Gefahren hinweisen.

Bitte seid vorsichtig und r?cksichtsvoll. Ich stelle mir immer vor, dass ich auch im Stra?enverkehr der Oma im Benz gegen?ber meine Sitzplatz anbiete. Diese Einstellung, k?nnte zun?chst Leben retten, aber auch den Nerv, den man manchmal beim Autofahren und Zusammentreffen mit ?lteren Verkehrsteilnehmern hat, mildern. Amen.

Quizshows

Einfach mal lachen und froh sein, dass man nie dabei gewesen ist:

http://unmoralische.de/quizshow.htm

Weggegangen es ist: Tathergang

Gestern war so ein Tag, der schlecht anlief, b?se sich um Stunde f?r Stunde nach vorne qu?lte und katastrophal endete:

Federm?ppchen XY ungel?st

Das Opfer ging in die Bibliothek, um verschiedene Dinge zu erledigen. Er packte die notwendigen Arbeitsmaterialen an den Schlie?f?chern aus und ging in den Germanistischen Teil der Bibliothek zum Semesterappart. Ziel war es, Dokumente von einem bestimmten Seminar zu kopieren, was auch gelang.
Ordner weggestellt, Platzsuche. Es war schon 16:00 Uhr, da ist es nicht ganz so schwierig einen Platz zu finden. Als er sich nun setzte, fiel ihm auf, dass sein beliebtes und nun seit 4 Semestern treues Federm?ppchen verschwunden war. Hatte er es vergessen? Durchsuchungen des genutzten Schlie?faches ergaben kein sachdienlichen Hinweise, ebenso wie der Anruf bei anderen m?glichen Aufenthaltsorten des M?ppchens. Verwirrt und ver?ngstigt schritt das Opfer wiederholt noch einmal alle m?glichen Wege des Tathergangs ab. Durchsuchte den Kopierraum, sah sich in umliegenden Regalen um und sprach mit den ebenso verwirrt dreinblickenden Angestellten der Bibliothek ?ber den Verbleib des Federm?ppchens.
Es war verschwunden. Spurlos.
Eein kleines, schmales, rechteckiges Federm?ppchen in Pink mit Mickey und Minni Maus – Aufdruck ist vom Erdboden verschwunden. Es geh?rte fr?her der Schwester des Opfers, die zu Schulzeiten ihre Geometriesachen darin aufbewahrt hatte. Nach ihrem Abitur ging es unfreiwillig in seinen Besitz ?ber. Auch ihm diente es zu Aufbewahrung von Geometrieutensilien. Nachdem im 1. Semester in einer Lateinstunde sein Hauptfederk?stchen verloren gegangen war (auf ?hnlich mysteri?se Weise), nutzte er das pinke M?ppchen als Ersatz und das ganze 4 Semster lang.

„Keiner hat es mehr gesehen. Wer stiehlt ein solches, h??liches Federk?stchen? Ich verstehe die Welt nicht. Wieso gibt es keiner ab? Kann es vielleicht darin liegen, dass eine 16 MB MMC-Karte mit diversen wichtigen Hausarbeiten darin enthalten war?“ fragte das Opfer.

Sachdienliche Hinweise zum Verbleib des Federm?ppchens und ebenso des noch wertvolleren Inhalts nimmt die Kommentarfunktion dieses Blogs entgegen.

Ältere Beiträge

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑