Wenn man im Lexikon unter „Web“ nachschlägt, findet man nichts – höchstens ein wenig später den Begriff „Website“. Also eine „Gruppe mehrerer zusammengehöriger Dokumente im WorldWideWeb. Schön, wenn sich der Begriff mit sich selbst erklärt. Wenn man im Lexikon den Begriff „Montag“ sucht, findet man den ersten Wochentag einer Woche wieder. Und genau an solch einem Montag ging ich mit Beetlebum zum 2. Web Montag hier in Jena.
Leider wissen wir aber immer noch nicht, was das ist – ein Web Montag. Aber das schöne am Web 2.0 ist eben auch, dass sich garantiert schon jemand Gedanken darüber gemacht hat. Und so versteht sich ein Webmontag als ein informelles Treffen von „Anwendern, Entwicklern, Gründer (was immer Gründer auch sind), Unternehmern, Forschern, Web-Pionieren, Bloggern, Podcastern, Designern und sonstige Interessierten, um die neusten Entwicklungen des Webs – sprich dieser Seiten, auf denen wir den ganzen Tag herumklicken – zu diskutieren. Genauer geht es eigentlich schon um das Web 2.0. Was das ist und was das werden soll, darüber streiten die Gemüter.
Gut; soweit die Theorie. Der Web Montag hier in Jena hat den malerischen und vielleicht einzigartigsten Ort in ganz Deutschland. Während andere Web 2.0er sich in Kneipen und Kellern verschanzen, trifft sich die Web Montag-Prominenz hoch oben im 29. Stockwerk des Jenaer Intershop Towers. Da ist wirklich ein sehr angenehme Aussicht. Und es umweht einen bereits beim Betreten des Gebäudes ein Gefühl des erfolgreichen Start-Ups.
Und wenn erst die große silberne Tastatur im Erdgeschoss gedrückt wird, um das gewünschte Zielstockwerk des Fahrstuhls einzugeben, hat man die Realität da draußen schon fast vergessen. Durch die Fahrstuhlfahrt gen Himmel in eine andere Sphäre bewegt, kam ich nun etwas verunsichert an. Zumindest der blaue Teppichboden beruhigte. Im Konferenzraum herrschte entspannte Betriebsamkeit. Es wurden Projektor und Laptop vorbereitet (ist das eigentlich nur ein Klischee oder arbeiten alle IT-Menschen am liebsten mit IBM/Lenovo Thinkpads?), einige Gespräche geführt und quasi kostenfreie Getränke serviert (dabei fällt mir ein, ich schulde dem Herrn beetlebum noch 5 €)
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