Wer fotografiert, wird früher oder später mit dem leidigen Problem der Schärfe bzw. Unschärfe konfroniert. Meist als erstes lernt man, dass die Schärfe in der Fotografie sich nur über einen bestimmten Bereich erstreckt.
Dieser Bereich wird Tiefenschärfe oder auch Schärfentiefe genannt. Als zweites kriegt man häufig mit, wie man diesen Bereich steuern kann: Das heißt mit einer kleinen Blendenöffnung (= kleines Loch durch, aber große Blendenzahl) erreicht man einen großen Tiefenschärfebereich. Je größer die Blendenöffnung (= großes Loch, aber kleine Blendenzahl) wird, desto geringer wird der Bereich der Schärfe.
Dies führt den Standardanfänger dazu endlich abgebildete Personen oder Objekte vom Hintergrund freizustellen, da dieser nun Unscharf ist: KLICK. Später wird man immer experiementeller und setzt noch mehr auf diesen Effekt, indem der Bereich der Schärfe so klein gewählt wird, dass nur noch wenige Details scharf sind: KLICK. So lernt jeder diesen Effekt für die Fotos zu nutzen.
An anderer Stelle taucht das Problem der Schärfe wieder auf. Diesmal aber nicht als gestalterisches Mittel, sondern als technische Variable. In ellenlangen Threads in diversen Fotoforen oder auf Fotoportalen wird darüber debattiert, welches Objektiv denn nun das Schärfste sei. Dabei hat jeder seinen Favoriten und sieht diesen als: „Die Linse ist echt knackscharf.“ an. Festzuhalten bleibt, das Festbrennweiten, also Objektive mit denen man nicht zoomen kann, im Bereich scharfe Abbildung, klar im Vorteil sind.
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