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Kategorie: Fotografie (Seite 6 von 13)

Die Institution der Unschärfe

Wer fotografiert, wird früher oder später mit dem leidigen Problem der Schärfe bzw. Unschärfe konfroniert. Meist als erstes lernt man, dass die Schärfe in der Fotografie sich nur über einen bestimmten Bereich erstreckt. unscharfDieser Bereich wird Tiefenschärfe oder auch Schärfentiefe genannt. Als zweites kriegt man häufig mit, wie man diesen Bereich steuern kann: Das heißt mit einer kleinen Blendenöffnung (= kleines Loch durch, aber große Blendenzahl) erreicht man einen großen Tiefenschärfebereich. Je größer die Blendenöffnung (= großes Loch, aber kleine Blendenzahl) wird, desto geringer wird der Bereich der Schärfe.

Dies führt den Standardanfänger dazu endlich abgebildete Personen oder Objekte vom Hintergrund freizustellen, da dieser nun Unscharf ist: KLICK. Später wird man immer experiementeller und setzt noch mehr auf diesen Effekt, indem der Bereich der Schärfe so klein gewählt wird, dass nur noch wenige Details scharf sind: KLICK. So lernt jeder diesen Effekt für die Fotos zu nutzen.

An anderer Stelle taucht das Problem der Schärfe wieder auf. Diesmal aber nicht als gestalterisches Mittel, sondern als technische Variable. In ellenlangen Threads in diversen Fotoforen oder auf Fotoportalen wird darüber debattiert, welches Objektiv denn nun das Schärfste sei. Dabei hat jeder seinen Favoriten und sieht diesen als: „Die Linse ist echt knackscharf.“ an. Festzuhalten bleibt, das Festbrennweiten, also Objektive mit denen man nicht zoomen kann, im Bereich scharfe Abbildung, klar im Vorteil sind.
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Das Leid der Fotografen

Ich habe flickr lieben gelernt. Nach anfänglicher Euphorie und einer Anmeldung mit ersten Bilder verkam der Account zu einem umfangreicheren Portfolio für Fotos, die auf tageausglas.de nicht präsentiert werden konnten oder als kleine Galeriemöglichkeit für Fotos von urbandesire.de. Doch der richtige Community-Hype kam bei mir nie auf. Um Kommentare und neue Anstöße für Bildmotive zu erhalten, muss man sich bei flickr jedoch engagieren, d.h. Gruppen beitreten, Fotos bewerten, Fotos zur Diskussion stellen usw. Ich hatte nie richtig Lust dazu.norbert

Trotzdem traf man immer wieder Leute, die auch flickrn. Und so gewann ich beim Durchstöbern derer Fotos wieder Lust mich einzubringen. Seitdem habe ich mich in einer ganzen Reihe von Gruppen angemeldet, kommentiere und bewege mich durch alle möglichen Diskussionsforen. Tja und was fällt mir da auf: die Max Magazine-Group. Das deutsche Magazine, mit durchaus interessanten Fotos und Bilderstrecken, hatte sich bei flickr eine öffentliche Fotogruppe zu gelegt. Dies bedeutet, dass jeder der mitmachen will, das auch kann. Bedingung ist, dass man die Urheberrechte der Bilder besitzt und täglich nicht mehr als zwei Bilder an die Gruppe sendet. Den Lieblingen der Redaktion, die am Ende einer Woche von dieser ermittelt werden, winkt durchaus eine Veröffentlichung im monatlich erscheinenden Magazin. So gesehen, stellt das eine schöne Möglichkeit für jeden einzelnen Hobby- und Amateurefotografen dar, seine Bilder „einer großen Öffentlichkeit“ (Auflage des Magazins ca. 200000) zu präsentieren. Somit stehen den flickr-Usern monatlich in der Zeitung 6 Seiten zur Verfügung, die sie mit ihren besten Bildern aus der max-Competition füllen können.

Auf der einen Seite könnte man dies begrüßen und schreien: „Jaaa wieder eine Verknüpfung zwischen (Achtung Modewort!) Web 2.0 und den klassischen (Print-)medien“; aber man könnte sich auch fragen, wieso die Zeitung freiwillig sechs Seiten teures Druckgut einfach an „Hobbyknipser“ verschenkt? Zum einen ist da die Möglichkeit kostenlos, also ohne Bildrechte zu kaufen und eine großartige redaktionelle Arbeit zu leisten, einige Seiten mit „Inhalt“ zu füllen. Ob es dem Verkauf der Zeitung zuträglich ist, sei mal dahingestellt, da die paar Flickr-User, die jene Ausgabe, in der ihr Foto erscheint, kaufen, sicherlich nicht das Gros der Max-Kundschaft ausmachen können und die Zeitung nicht aus ihren schlechten Zahlen heben werden.
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Jena bloggt 2006 – Das erste Jenaer Bloggertreffen (UPDATE)

Jena bloggt und Ani und ich waren dabei. Für schriftliche Zusammenfassungen des ersten Bloggertreffens in Jena ist es mir jetzt zu spät, das folgt morgen. Aber ich habe bereits ein kleines Flickr-Set hochgeladen, um den zahlreichen Eindrücken einen Hauch von Ewigkeit zu verleihen.

bloggt

Mit dabei waren:Ani Axel Baytor Die_Heldin Herr Strudel JaBBa Klingsor lesof Marcus Pulsiv Rene Sven Tim Theodore Thornthrop Titania.

Möge die Trackback-Party beginnen, denn JaBBa hat schon mal vorgelegt.

UPDATE: Ich habe ein kleine Sonderseite zum Bloggertreff eingerichtet; Klickt: Jena bloggt oder auf more 😉

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Ani im Bilde

Die Wetterbericht der Republik sind sich ja inzwischen einig. Der Sommer ist vorüber und der Herbst – so die Voraussagen – müsste bald kommen. Da nun die Ani wieder in Jena weilt, haben wir heute den „letzten“ vorhergesagten, echten Sommertag genutzt, um ein paar Fotos zu schießen. Beim Tomte-Konzert fielen uns damals aus fotografischer Sicht die Graffitis als Hitnergründe auf, die rund ums Kassablance verteilt sind. Also das Geraffel geschnappt und geknipst. dabei konnte ich auch endlich mal das neue Objektiv richtig austesten. Die Ergebnis erreicht ihr über einen Klick auf das Foto im Tageausglas-Flickrstream.

polaroid ani

Zwei Anmerkungen noch. Ich will nicht sagen, dass es mir auf den Geist geht, die Ani zu fotografieren, aber ein bisschen Abwechslung wäre schon schön. Wer will?

Über Kommentare würden wir uns sehr freuen. 😀

Multinationale Monopole, sie akkumulieren Kohle

Mehr als eine Meldung sollte es mir eigentlich nicht wert sein, aber schreiben will ich es trotzdem.

Das kleine Pixacoschild am Jentower ist noch dran. Nachdem HP vor über einem Jahr den amerikanischen Fotodienst Snapfish aufgekauft hat, um in den Fotoentwicklungsmarkt für Digitalfotos in den Staaten einzugreifen, weitete das Unternehmen seine Expansion im selben Jahr noch auf Europa aus, indem es im Dezember 2005 den Jenaer Bilderdienst „Pixaco“ aufkaufte. Pixaco wurde vom Intershop-Mitgründer Karsten Schneider begründet und ging 2003 aus dem Jena „bilderservice.de“ hervor. Bald darauf expandierte dpixacowirdsnapfishas kleine Unternehmen in elf weitere europäische Länder und schloss Bündschaften mit Web.de und Toys’R’Us, deren Fotoservice Pixaco nun betreibt. Nachdem nun Pixaco bisher „nur“ ein „service of hp“ war, wird es nun zu snapfish.
Die Strategie von HP ist also klar. Mit eigenen Entwicklungsdiensten bekam das Unternehmen keinen Fuß in den hart umkämpften Markt. Dies soll sich nun durch die Zukäufe und die Zusammenführung der Marken unter den Namen „Snapfish“ endlich ändern. HP will nicht nur weltweiter Druckerhersteller Nummer 1 bleiben, sondern auch zusätzlich kräftig im Fotofinishingmarkt mitmischen. Dabei steht vermutlich als Ziel Fotodrucke weg heimischen Computer und Drucker hin zu „Retailmarkt“ – also der Erstellung der Drucke im Fotolabor – zu bewegen. Hierbei zeigt sich, dass die Stratgie mehrere Standbeine beinhaltet. So wird neben dem Heimdruck, der Entwicklung von Großbestellungen bei Onlinebilderdiensten auch der Betrieb von Minilaboren und Sofortbild-Kiosken, die es dem Kunden ermöglichen Bilder direkt während des Einkaufs binnen Minuten entwickeln zu lassen, eingeführt. Fraglich bleibt natürlich wie zuträglich dies dem Fotodruckergeschäft sein wird. Bisher zahlt sich aber die Strategie von HP aus. So heimsten sie in den USA den Spitzenplatz ein. Ob sich dieser Erfolg in Europa, besonders im wichtigen Fotomarkt Großbritannien und in Deutschland fortsetzt, wird sich zeigen. Zumal die Konkurrenz von Fuji und Kodak durchaus mächtig ist.
Pixaco dient dazu, die Services von HPs Snapfish zu erweitern. Es soll Kunden nun möglich möglich sein, Fotos auszudrucken, Verwandten und Freunden zur Verfügung zu stellen und zu archivieren. Eine Konkurrenz zu den Web 2.0-Diensten wie flickr oder photobucket, scheint jedoch nicht angestrebt zu werden.

Derzeit wurde zwar die Homepage von Pixaco vom Snapfish eingenommen, jedoch scheint die Zusammenführung der beiden Dienste noch nicht komplett abgeschlossen zu sein, da weiterhin bei pixaco.de Bilder nur bestellt, nicht archviert werden können. Snapfish.de diesen Dienst jedoch anbietet.

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