urbandesire

searching since 2004

Kategorie: Allgemein (Seite 34 von 77)

Totgeburten

Wer häufig und gerne dieses Blog liest, dem ist vielleicht aufgefallen, dass es in den letzten Wochen aus dem Web verschwunden war. Man könnte jetzt zum einen vermuten, dass der Betreiber, also der Herr urbandesire, verstorben ist und die heilige Internetinstanz entschieden hat, die in Datenbanken und Layout verfassten Einträge des Blogs bis auf weiteres verschwinden zu lassen. Dem ist aber nicht so. Weiterlesen

Endlich!

Der urbandesire ist wieder da…

Der Powerblogger – Server schafft es nicht mehr

rettet den urbandesireJa ihr habt richtig gehört. Der urbandesire treibt den Server zur Weißglut, so dass es andauernd CPU-Overloads hagelt und der Hoster automatisch dem lieben urbandesire den Saft abdreht. Naja, muss er ja, sonst haut es vielleicht noch den anderen Kunden auf dem Server die Scripte um die Ohren.

Somit bleibt die Frage was tun? Scheinbar liegt das Problem an der index.php von WordPress selbst. Spürbar ist es vorallem für Besucher, wenn sie die Seite laden. Es dauert ab und an richtig lange… Naja und dann macht es knack‘ und der Provider sperrt den Account.

Wenn ich nun mal davon ausgehe, dass die Herren von WordPress keinen Fehler gemacht haben (und tig tausend funktionierende Blogs sprechen ja dafür), muss der Fehler somit bei mir oder beim Server selbst liegen. Ich meinerseits habe nun alle schuckeligen Statistik-Plugins wie Shortstat und Popularity abgeschalten. Zusätzlich die Datenbank entschlackt, denn Shortstat hatte dort knapp 38 MB zusätzliche Daten abgelegt. Hoffe somit – also mit einer Datenbank von knapp 6 MB -, dem Server ein paar Meter Vorsprung verschafft zu haben.

Weiterhin erstmal alle zusätzlichen und nicht unbedingt benötigten Plugins abgeschaltet. Ich wehre mich aber dagegen Twitter-Tools und den Audioscrobbler zu deaktivieren, die sind mir doch stark ans Herz gewachsen.

Ein weitere Punkt ist die Frage, ob das Layout zu viele Datenbank anfragen verursacht (Tipp aus einem WordPress-Forum). Tja leider kann ich dazu nix sagen, obwohl das Theme seit Monaten problemlos lief.

Da ich mit knapp 450 Besuchern pro Tag nicht gerade zu den Alphabloggern gehöre und somit die Trafficlast im überschaubaren Bereich liegt, weiß ich derzeit auch keinen Rat.

Aber da wir ja hier in der Blogosphäre durchaus kompetente Leudde besitzen, die sich etwas mehr mit php und Servertechnologie auskennen, starte ich hier aus dem Blog mal einen Hilfeschrei, in der Hoffnung irgendwer erhört ihn und schreibt mal in die Kommentare, wo noch Optimierungspotential liegen könnte.

Der urbandesire und vermutlich auch der klingsor (der von jedem Serverausfall mitbetroffen ist) danken.

Mit dem Stock im Arsch

Allein.

Trage mich gerade mit dem Gedanken statt den ganzen Abend „City And Colour“ zu hören und Rilke zu lesen, zur Powi-Sommerparty zu gehen. Obwohl 1. der Tag für eine Party eines politikwissenschaftlichen Fachschaftsrat nicht schlechter hätte gewählt werden können. Der moderne Politikwissenschaftler feiert an Tagen des G8-Gipfels sinnentleerte Partys anstatt über Globalisierung und ihre Folgen zu informieren.
Weiterhin sind mir, obwohl ich quasi selbst einer bin, Politikwissenschaftsstudenten suspekt. Nirgends taucht das Schubladendenken mehr auf als in diesem Fach.

Typ 1

Wir haben da zunächst den klassisch konservativ-politisch interessierten Menschen. Meist war er bei der Bundeswehr, ist in eine Party eingetreten (häufig FDP oder CDU) und engagiert für Lokalpolitik und im äußersten für die studentische Mitbestimmung in den Unigremien. Häufig auch gern mit dem Typ des Strebers und ewig nervenden, feuilletonlesenden Besserwisser verknüpft.

Typ 2

Typ 2 ist natürlich dem linken Spektrum zuzuordnen und unterscheidet sich optisch kaum vom „Schwarzen Mopp“ bzw. sandalentragenden Vegetariern. SPD ist zu konservativ, PDS zu alt, dieser Typ sucht Teilnahme bei naja – exotischeren Parteien bzw. der schicken Palette der NGOs. In Seminaren diskutiert er gerne und versucht alles im Zusammenhang mit der großen marxistisch-leninistischen zu sehen, obwohl er diese als absoluter Gegner von Diktatur und Co. eigentlich ablehnen müsste.

Typ 3

Typ 3 ist weiblich. Und studiert Politikwissenschaft nur, weil sie entweder von Politik (bzw. der Vorstellung von Politik, wie sie in den Tagesthemen propagiert wird) keine Ahnung hat und „endlich einmal sich richtig damit beschäftigen will“ oder weil sie in der Sekundarstufe 2 in Gemeinschaftskunde (Sozialkunde etc.) eine 1 hatte. Aber nicht erkannte, dass diese 1 vorwiegend auf ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen basierte als auf ihrem auswendig gelernten Wissen über den Bundestag.

Typ 4

Ist immer in Ablehnung begriffen, negiert Lehrstuhl, Kommilitonen und eigentlich auch sich selbst. Er studiert das Fach nur, um im Hass auf die anderen drei Typen sich selbst zu spüren, besser zu fühlen und eigentlich nur um am Leben zu bleiben.

Jetzt muss man sich diese gesamten Elemente mit den Soziologen vereinigt auf einem festdefinierten Raum vorstellen. Und das beste kommt noch. Auf der Pol-Soz-Fachschaftsratseite steht zu der Party:

„Es wird also hoffentlich eine ausgelassene – eben einer Party würdige – Stimmung herrschen.“

Oh mein Gott, jetzt zieht doch aber bitte mal den Stock aus dem Arsch. Naja, wenigstens ist vielleicht der Baytor da und vielleicht auch der Klingsor.

dreieinhalb Stunden, unzählige Wunden

marcus in der thulbSo habe jetzt gute 3 1/2 Stunden hier in der Thulb mit meinem Protokollpartner gesessen und versucht irgendetwas zusammenzuzimmern. Es sind dann gute fünf Seiten geworden die jetzt noch gehübscht werden müssen. Die Problematik eines Protokolls besteht ja – wenn es sich um ein Ergebnisprotokoll handelt – in der Aufgabe Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen. Nur schaffen es einige Dozenten alles als Wesentlich und Bedeutend zu markieren. So dass ein Zusammenstampfen des Seminars in wenige Seiten nur noch über einen geschickten Ausdruck und verquere Wortspiele möglich wird.

Ich muss zugeben, dass ich von dem Niveau der bisherigen Protokolle (u.a. auch gehalten von Der Heldin) durchaus beeindruckt war. In wenigen klaren Sätzen und genauen ausgefeilten Formulierungen hatte jede der Protokollkandidaten die Sitzungen zusammengefasst. Oh, mein Gott, das wird schwierig. So dachte ich.

Aber nöö. Gestern erfuhr ich, dass der Dozent die Protokolle gegenliest und Sätze und Formulierungen austauscht, so dass nur noch ca. 20-30% der Sätze auf den Studenten selbst zurückzuführen sind. Wohlgemerkt, dies sind stilistische Korrekturen; inhaltlich wird nur marginal korrigiert. Immerhin.

Trotzdem kam es mir mit dieser Erkenntnis heute befremdlich vor, an dem Protokoll zu feilen. Was soll ich Zeit und Kreativität investieren, wenn danach eh jemand kommt, der meine Sätze ausstauscht, der mich aus meiner kreativen Eigenbrödlerei quetscht. Was nützt es, wenn mein Protokoll bereits beim Tippen der Gedanken – beim Übergehen aus meinem gedanklichen Reich in das Zwischenlager der Allgemeinheit – quasi stilistisch falsch ist. Sicherlich ist es hoch anzurechnen, dass ein Dozent solche Zeit und Mühen aufwendet und das Seminar auf einen guten Informationsstand bringen will. Aber er schießt ein wenig über das Ziel hinaus und hinterlässt bei jedem einzelnen verfassenden Studenten einen kleinen, aber doch nicht zu vernachlässigenden Trümmerhaufen.

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑