urbandesire

searching since 2004

Kategorie: Allgemein (Seite 24 von 77)

Die Ästhetik des Lebens

Es läuft was schief und ich kann es nicht aufhalten. Jeden Tag gibt es frische Ziele. Wie warme Brötchen vom Bäcker. Immer wieder Schritte die zum Erfolg führen sollen. Abends im Bett aufgestellt, danach versperren sie den Weg in den Schlaf und trotz der Müdigkeit wie immer – Zu wach zum Schlafen, zu Müde etwas zu tun – geht am nächsten Morgen der Tag an mir vorbei. Menschen blicken mich an, sehen mir in die Augen und schnell zwingt sie die Enttäuschung erneut auf ihren Lebenslauf zu starren. Wie ich sie hasse, diese Praktikantenhasen, diese Lebenslaufoptimierer, diese „Fähigkeiten: Emesoffice, fotoschopp und indesign“-Aufschreiber. Ja, genau – ein Auslandsaufenthalt erhöht eure Jobchancen. Ja, geht doch nach Buenos Ires oder sonst wohin und lasst euch, bei Gott, erschießen. Ja macht doch, los! Seid fleißig, beflissentlich und bloß immer lächeln. Es ist schön das Leben. Und vergesst bloß nicht, dass die Leistung zählt. Ein Auto mit 200 PS ist schneller als eines mit 50, vergesst das nie. Sicher, werdet ihr nie. Irgendwann wird jede Scheiße dieser Welt zu Gold.

Wieso drängt sich mir in letzter Zeit nur ständig das Bild eines panzerfahrenden, gescheiterten Menschen auf, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, alle an seinem Fenster vorbeiziehenden, eiligen Menschen bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören?

Melde mich zum Dienst am Blog

urbandesire beim beetlebum

Der Herr Beetlebum macht Urlaub. Und damit sein Blöglein nicht verwaist, wurde ich als offizieller Blogwart angestellt und darf nun in den kommenden Tagen (ca. bis zum 15. Oktober) ein wenig den kauzigen Hausmeister spielen, der das Blogpublikum vergrault. Zu meinen Aufgaben gehören regelmäßige Rundgänge im WordPress, die Entleerung des Spamordners, das Überprüfen der eingehenden Links (um mich an dieser Stelle von der Rechtmäßigkeit der Verlinkung zu überzeugen), das Anmotzen von unfreundlichen Kommentatoren usw.

Negativ gesehen, können wir fragen, ob ich es schaffe den Jojo aus den deutschen Blogcharts zu vertreiben – als rituelle Reinigung sozusagen. Aber das glaube ich nicht. Dafür ist der Mob das Publikum vermutlich zu treu und wartet nur auf die Rückkehr ihres Messias.

Nun ja, ich werde also ab und an mal vorbeiblicken, ein paar wichtige Gedanken zu verschiedenen Themen loswerden. 😀 Vielleicht male ich ja auch was, um den Abhängigen ihr Methadon zu verabreichen. Wenn Jojo Pech hat, wollen diese Opfer dann nie wieder einen ToonBlog ansurfen. :-/
Auf jeden Fall wird es einen kleinen beetlebum-Rückblick geben, ich werde meine TopTen der Beetlebumeinträge öffentlich verlesen und in der Kategorie „urbandesire deckt auf“ die Wahrheit verschiedenster zu ästhetischen Kunstbrocken stilisierter Einträge ans Licht führen.

Falls Zeit bleibt, werde ich mit diversen anderen Alphas einfach mal Streit anfangen. Wie ein wild gewordenen Zivilist im Panzer durch die Straßen der Blogosphäre jagen und die Dons und diverse andere verhauen – mit der Macht des Alphablogs, sozusagen.

Die Entscheidung ist gefallen…

und wird bald in die Tat umgesetzt. So.

UPDATE: Habe just in diesem Moment mein Konto einmal vollständig entleert. Kamera ist bestellt. Innere Rumdiskutiererei ist beendet. Sinnlos eigentlich zum Feiertag. Aber jetzt hatte ich endlich mal Zeit, alle möglichen Shops zu prüfen und habe sogar einen aus Chemnitz gefunden, der mir die Ware für schlappe 4 Euro nach Jena transferiert. Als geh ich mal vom Montag nächster Woche aus. Ani wird mir aber den Kopf abhacken, wenn sie erfährt, dass ich mein Objektiv von ihr zurückfordere, ihres aber noch bei Jojo liegt und der ist ja jetzt schließlich bis zum 15. Oktober im Urlaub.  Ach herrje…

Im Schatten der Nacht

Es gibt nichts Schlimmeres als Menschen, die man liebt zu enttäuschen. Sei es aus eigenem Verschulden oder sei es aufgrund äußerer Umstände, die einen nötigten, andere mit ihren Problemen allein zu lassen. Ich habe bisher immer eine Problemvermeidungstaktik angewendet, mit der ich mich quasi ablenkte. Alles, was mich an diesen möglichen Fall erinnerte, wurde ausgeblendet oder einfach heruntergeschluckt. Tief in den Magen, ganz tief. Bis es nicht mehr zu sehen oder zu hören war.

Nur manchmal schlägt das pochende Gewissen mit einer unnachahmlichen Erbarmungslosigkeit zurück, sodass alles Schlucken und Kotzen nicht hilft. Ich kriege diese traurig erstickte Stimme, derer ich vorhin am Telefon lauschen musste, nicht mehr aus dem Kopf. Warum nur, ich kann doch gar nichts dafür. Ich unschuldig.

Panisch

Gestern den ersten Regen in der neuen Wohnung erlebt. Ich komme einfach zu nichts. Die Tage verstreichen einfach so, ohne dass ich etwas wirklich schaffe. Mein könnte, wenn man panisch sein möchte, von einer innerlichen Blockade sprechen. Ich muss mich aufraffen, Hausarbeiten warten. Alle werden fertig, nur ich stecke im Schlamassel. Festgehalten von Nichts. Trotzdem verkeilt in mir selbst. Nur auf der Suche nach Betäubung, um das unheilvolle und unaufhaltsame Ende nicht allzulange im Auge haben zu müssen.

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑