Als letzten Schritt des Webs 2.0 sehe ich die Verlagerung von normalen Office-Anwendungen ins Web an. Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware, Kalender und To-Do-Listen oder auch Portale um Wissen und Informationen zu tauschen können nun auch im Internet erledigt werden. Das Netz erfindet sich selbst neu. Angefangen hat alles mit gmail von google. Dieser Email-Service erlaubte es seine Nutzern erstmal mit 1 Gigabyte Speicherplatz die Emails komplett online zu verwalten. Die Größe des Speicherplatzes zeigt, dass man nun kein Outlook oder Thunderbird (also ein klassisches Emailprogramm) auf dem Rechner zu installieren braucht, um die Emails auf längere Zeit verwalten zu können. Man erkannte, dass Anwendungen vom Nutzer nicht immer gekauft werden mussten, sondern durchaus auch Online bereitstehen können. Der Nutzer zahlt für eine komplette Officeanwendung derzeit über 550 Euro und nutzt dabei nurwenige des umfangreichen Pakets. Stellt euch mal ehrlich die Frage wie häufig ihr eine Powerpointpräsentation oder andere Funktionen des Paketes genutzt hat, für dass ihr soviel Geld ausgegeben hat.
Was ist also von einen neuen Modelll zu halten, bei dem man nur das bezahlt, was man auch nutzt. Ich hab im Januar nur 3 Dokumente geschrieben. Nur 5 mal Zahlen in meine Datenbank eingegeben, keine Präsentationen erstellt usw. würde sich hier immer noch die Anschaffung eine teuren und Pflege bedürftigen Office-Distribution lohnen? Oder wäre die Möglichkeit schnell online, man zahlt ja den Betrag für das Online sein eh schon, die Dokumente zu erstellen und zu speichern nicht viel lukratives?
Der derzeitige Trend zeigt also, wenn er zu Ende gedacht wird, dass wir bald all unsere Officearbeit online angehen werden. Ich deute hierbei den Kauf von writely.com durch Google als ein bewusstes Zeichen des Suchriesens diese Entwicklunge voranzutreiben. Sicherlich muss dabei erwähnt werden, dass diese Anwendungen noch nicht den Funktionsumfang der klassischen Office-Distribuionen wie Mircosoft Office oder OpenOffice besitzen, jedoch stellt sich mir die Frage, wann umgedacht wird. Und die Menschen ihr Dokumente wirklich online schreiben werden? Und bitte wer braucht schon den riesigen Funktionsumfang eines MS Word um einen Brief zu schreiben? Man zahlt viel zuviel Geld für ungenutzte Dinge. Es wird zwangläufig ein neues Bezahlsystem entstehen. Mehr dazu in Teil IV dieser Artikel. Der Nutzer braucht sie auch keine Sorgen mehr, um das Verwalten und Updaten seiner Software zu machen, da dafür der Anbieter zuständig ist. Es wird also in Zukunft immer mit dem Maximum der Funktionen geschriebe, die ich benötige. Und auch nur dann, wenn ich sie brauche. Weiterlesen


