urbandesire

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Monat: Juli 2007 (Seite 7 von 9)

Sparsamer urbandesire

Der letzte Eintrag war wohl ein bisschen lang… jaja ich und Radiohead
Der urbandesire spart. Warum? Weil er den chronischen Geldmangel der letzten Jahre endlich hinter sich wissen will. Es gab Monate, da musste ich jeden Gang zum Supermarkt überdenken und stand die letzten Tage bis zu BAföG nur mit Anis Unterstützung durch. Einfach weil ich nicht auf mich und mein Geld geachtet habe, sondern nur so dahin lebte, ohne Gedanken an morgen.

Doch jetzt habe ich eine Kostenanalyse gemacht und alle Fixkosten durchforstet. Sinnloses abgeändert, bestimmtes rausgehauen und angefangen richtig zu sparen. Das begann bei mir damit, nur noch Wasser und einfachen Kaffee im Café zu trinken und auch alle sonstigen Einkäufe von Luxusschnickschnack (vorallem technologischer Natur) einzustellen. Letztlich habe ich noch einen Job angenommen, der hoffentlich meine finanzielle Situation auf eine gesunde Basis stellen kann.

Gestern beim Arctic Monkeys-Konzert wurden aber alle Sparpläne über den Haufen geworfen: Eintritt, Benzin, Nahrung, Bier und zu allem Übel fünf vom Baytor geliehene und verlorene Euro. Das schmerzt. Trotzdem bin ich froh, sagen zu können, es hat sich gelohnt und war sowas von geil… (Konzertbericht folgt)

Ich rat euch nur allen: spart und kauft keine HD-Flachbildschirmfernseher… die fressen eh zu viel Strom. Das soll nicht heißen, dass der urbandesire selbigen besitzt, sondern nur, dass dies eine sinnlose Ausgabe ist. Wer bitteschön kann empfängt den HD-Fernsehen? Es gibt aktuell 2 Kanäle, die für teuer Geld von Premiere bereitgestellt werden mehr nicht. Aber irgendwie brauchen alle einen? Fortschritt rockt. Fast genauso wie die Arctic Monkeys.

UPDATE:

Verdammt jetzt haben die Smashing Pumpkins meine Einsparambitionen gleich wieder unterwandert und ich habe mir die aktuelle Visions (4,50 Euro) gekauft. Erstens wegen des langen Artikels, der nach erster Lektüre gut geschrieben ist und Emotionen weckt, aber einen entscheidenden Punkt auslässt (darüber später mehr), aber auch wegen der interessanten Beilage, die zehn seltene Coverversionen von Smashing Pumpkins-Songs enthält… wuah

OKX

Ich weiß noch genau wie es war. Es war Weihnachten. Draußen war es kalt und es wurde schnell dunkel. Der krümelige Schnee fiel immer noch auf eine novembrige Landschaft und durfte einfach nicht auf ihr Ruhen und musste zergehen. Irgendwie hatte ich in diesem Jahr auch keine Lust auf Weihnachten. Zum einen lag das vermutlich daran, dass bei solchen familiären Veranstaltungen stets gestritten wird. Zum anderen aber auch an meiner neuen seltsamen Einstellung zu Weihnachten.Ich arbeitete meine erste Weihnachtssaison bei Toys’R’Us und bekam als aler erstes mit, dass es bei Weihnachten nicht um das durch Fernsehen und Filme generierte glückliche Beisammensein geht, sondern um das rechtzeitige Besorgen von Weihnachtsgeschenken zu ordentlichen Preisen. Wenn das misslang, wurde jeder Mitarbeiter im Spielzeugfachdiscount zum individuellen Punshingball: “Ich schreibe das der Bildzeitung. Da können sie sehen, was sie mit ihrem verfluchten Dreck hier noch anfangen können.” Verkäufer: “Ja, es tut mir leid, dass wir die Lauflernhilfe “Stolpini” nicht in einer kleineren Größe haben, aber für solche Lauftrainer gibt es Standards der Hersteller, um es auch mit dem Alter des laufen lernenden Kindes abzustimmen und ihr Kind ist noch ein Säugling. Und unter 1 1/2 Jahren wird dieses Gerät nicht empfohlen und man muss sich immer – wenigstens grob – an die Vorgaben halten, um auch die Sicherheit des Kindes nicht zu gefährden.” Es folgten endlose Diskussionen darüber, was ich mich einmische und dass ich ihr nicht zu vorzuschreiben habe, wie ihr Kind sicher laufen lernt.

Aber auch, wenn Artikel nicht mehr vorrätig waren, brach die Hölle los: “Was! Wieso? Wieso ist das “Wer wird Millionär?-Brettspiel” einen Tag vor Weihnachten ausverkauft? Das kann doch nicht sein. Wir haben doch jetzt 10 Jahre Wende und ihr Stümper seid immer noch wie tiefsten Osten…!” Ich könnte jetzt an dieser Stelle erwähnen, dass ich als Person für das Fehlen dieser Brettspiele nicht verantwortlich bin, und auch den Markt selbst trifft keine Schuld. Vielmehr ist es ein Verhalten der großen Zentrale, die bestimmt, wohin Waren aus dem Lager gelangen. Und anhand der für alle Mitarbeiter bundesweiten, einsehbaren Abverkäufe könnte genau diagnostiziert werden, dass T’R’U-Märkte, die nicht im Gebiet der ehemaligen DDR liegen (Ausnahme bildet Berlin), durchaus mehr Ware und auch mehr “Wer wird Millionär?-Brettspiele” erhalten hatten. Ja das könnte ich sagen. Hab ich aber nicht. Hab mich nur entschuldigt und die darauffolgende verbale Verprügelung runtergeschluckt.

Seit diesen Tagen hasse ich Weihnachten ein bisschen. Und jeder, der mich mit Weihnachtsstimmung irgendwie anstecken will, muss sich Kommentare über den Weihnachtskommerz gefallen lassen, wenn wieder irgendwo ein Plüschrehntier auftaucht.

Aber was war das Besondere an diesem Weihnachten? Ich bekam als Geschenk die “O.K. Computer” von Radiohead. Ein Album, dass ich zu den wichtigsten in meiner Sammlung zähle. Die Bedeutung dieses Album war mir damals einfach nicht bewusst. Ich mochte schlicht diese Fragilität, dieses Verstörende, das, was Radiohead so anders gemacht hat. Ich möchte das verstörende von “Airbag”, dieses beängstigende, epochale von “Lucky”, die Stimme, die Frickeltöne… einfach alles. Ich kann mich noch genau erinnern, wie ich zu diesen Klängen am Fenster saß, roch wie der Feiertagsbraten so langsam gen Fertigstellung zu Ende schmor und die kleinen, krümeligen Schneeflocken in der Kälte da draußen sah sie gen novembrigen Boden segelten, um dort angekommen, zu vergehen.

Jetzt jährt sich das Erscheinen der Platte zum 10. Mal. Und das feiert Stereogum mit einer kleinen Tribute-Compilation namens OKX, auf der sich u.a. die Cold War Kids, The Twilight Sad und auch John Vanderslice an eigene, aber immer stark an Radiohead angelehnte Interpretationen aller Songs des Albums heranwagen. Meine derzeitigen Lieblinge sind: John Vanderslice mit “Karma Police” und David Bazan’s Black Cloud mit “Let Down”. Meinen Liebling auf dem ursprünglichen Album “Exit Music (For A Film) hat Vampire Weekend durch den für mich zu schnellen Beat ein wenig verhunzt… seis drum. Nette Idee und tolles Album.

Das komplette Set gibt es hier zum Download.

(via)

Album Of The Week – The Smashing Pumpkins

Wenn ich mir das neue Smashing Pumpkins Album “Zeitgeist” so anhöre, frage ich mich, ob ich damals anno 2000 dieses Album gut gefunden hätte? Habe ich mich verändert? Klar. Das, was ich damals hörte, deckt sich nicht mit meinen aktuellen Interessen. Doch auch bei den Smashing Pumpkins ist nichts mehr beim Alten, oder doch? Als sich die Smashing Pumpkins Mitte 2000 trennten, gab es dafür zahlreiche Gründe. Weder die Verkaufszahlen für “Machina” (500 000 Stück weltweit; zum Vergleich verkaufte sich “Mellon Collie” weltweit mit ca. 16 Millionen Exemplaren und bekam allein in den USA 9mal Platin) noch die Stimmung innerhalb der Band sollen für den Fortbestand ausgereicht haben.Die Trennung tat weh, kam aber nicht von ungefähr, sondern hatte auch Gründe im veränderten Sound und Songwriting der Band. Während auf “Siamese Dreams” und “Mellon Collie” noch der beliebte Alternative-Indie-Sound mit Melancholie gepaart wurde, herrschten auf der 1998er “Adore” bereits andere synthetischere Töne vor, die Billy Corgan bis heute nicht mehr abgeworfen hat, denn auch sein 2004er Sololbum und Zeitgeist schließen sich diesem Hallen und diesen weiten Melodien wieder an. Obwohl versucht wird durch Gitarrensoli dem entgegenzuwirken.

Was haben wir nun mit Zeitgeist vorliegen? Der Opener “Doomsday Clock”, der auch auf dem Soundtrack zu Transformers zu finden ist, beginnt, ungewohnt krachig mit schönen Schlagzeugeinstieg und grollenden Gitarren, doch noch bevor die erste Minute zu Ende ist, singt Corgan in er zweiten Stimme wieder Hallendes. Der Song ist gut, ich mag ihn, aber er ist schlicht keine Meisterwerk, wie etwa ein “Zero” oder “Cherub Rock”.

Die Platte ist bemüht über die ganze Dauer durch Schlagzeug und Gitarren ordentlich Dampf zu machen, doch trotz des schönen Songwritings und keiner verkorksten Corganmelodie (ich finde dieser Mann hat noch nie einen Song gemacht, der nicht irgendwie eingängig ist), schafft es die Platte nicht, den Hörer in absolute Begeisterung zu versetzen. Zum einen mag das an den hallenden Gitarren (”That’s The Way (My Love Is”)… hätte ebenso auch auf die Machina II gepasst, die hallende Gitarren im Übermaß besaß ) liegen, aber auch daran, dass der Gesang Corgans ein bisschen an seiner bitterbösen Wut und Traurigkeit verloren hat und auf Zeitgeist, grollenden Melodien mit positiven Texten und einer widerlichen Grundfröhlichkeit gemischt werden.

Interessant ist einzelne Songs mit alten Songs und Platten zu messen. Da fällt auf, dass “Pomp And Cirumcstances” durchaus Ähnlichkeit mit Balladen auf Mellon Collie hat. Und auch das Gitarrenriff von “(Come On) Let’s Go!” nimmt durchaus Anleihen bei “Zero”. Dem ungeachtet bleibt aber der Song durch Billys Gesang beliebig und besitzt nicht die Bissigkeit und Wut von “Zero” oder vergleichbaren Songs.

Insgesamt ist es ein gutes bis durchschnittliches Comeback mit interessanten Songs, die einige Durchläufe brauchen, aber nichts, auf das die Musikwelt gewartet hat. Ich freue mich vorallem die Smashing Pumpkins auch endlich mal wieder live zu sehen – nach dem Auftritt bei Rock am Ring – und meine Hits live und in echt zu hören.

Das Video zur ersten Single: Tarantula.

urbane Anspieltipps: Doomsday Clock, Bleeding The Orchid, Starz, United States

website | myspace

ACHTUNG

In der Hoffnung, dass dies jemand liest.Der Klingsor bloggt wieder. Seine neue Domain – die alte wurde vom widerlichen Internetmonster gekapert – lautet:

www.klingsorsletzter.de

 Los! Schnell die Blogrollen updaten. HoppHopp.

Es besteht Chaos II

Update: Ich hatte mich eigentlich schon von meinem Blog verabschiedet. Und glaube auch jetzt noch nicht wirklich, dass ich in einer Woche noch hier sitze und schreibe. Grund? Die Probleme, die mich von meinem alten Hoster wegtrieben, sind auch bei netroom aufgetaucht und die Seite wurde kurzzeitig gesperrt.
Schuld war aber vermutlich der Herr urbandesire selbst, da er keine vollständige Neuinstallation von wordpress auf dem neuen Server vornahm. Ich hatte diesen eigentlich unverständlichen Schritt gemacht, da die Datenbankbackups, die ich mit phpmyadmin vornahm, alle Umlaute zerfrästen und die alte WordPressinstallation die Datenbank noch richtig las.

Nun habe ich aber das komplette wordpress durch eine neue Installation ersetzt und ein Backup der Datenbank von wordpress selbst genutzt (es gibt da ja so ein nettes Plugin). Und siehe da: alle Umlaute stehen wunderschön mit zwei kleinen Strichen darüber im Blog. Und auch Server muckt bisher nicht rum.

Aber ganz ehrlich. Ich habe keine Lust mehr mich ständig mit Administration zu beschäftigen. Ständig Updates einspielen, ständig die Angst durch eine Veränderung – und wenn es auch nur das Installieren eines Plugins ist – den Blog zu zerstören. Man muss sich nämlich als Besitzer von eigenem Webspace und eigenem Blog immer bewusst sein, dass die AGBs des Hoster einem verpflichten dem Server keinen Schaden zuzufügen und wenn doch, dann dafür auch haftbar zu sein. Weiterlesen

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