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Monat: Juni 2007 (Seite 1 von 3)

Feststellung des Tages

Ich bin doch nicht so ein schlechter Literaturwissenschaftler wie ich immer dachte. Als ich mich auf mein heutiges Rilke-Seminar vorbereitet habe, studierte ich noch fix vor dem Losgehen den Seminarplan und fand zur heutigen Sitzung den Eintrag „DIES“. „Mhh“ dachte ich mir, „es gibt weder ein entscheidendes Gedicht, noch eine Text, noch einen Aufsatz von oder über Rilke, der den Titel „DIES“ trägt.“

Nach einiges Sekunden schaltete mein Gehirn und ich wusste, was heute los ist. Heute ist ab 13 Uhr „dies academicus“, was bedeutet, dass alle Lehrveranstaltungen ab 13 Uhr nicht stattfinden. Ich überprüfte das Datum, 29.06.2007, mit der Unihomepage, war beruhigt und widmete mich wieder der Fotobearbeitung.

Gerädert.

Nach dem krachigen, letzten Wochenende mit Probearbeit bei unser aller Lieblingslebensmittelsupermarkt, einer 15 stündigen Hochzeitsmarathonreportage und der Nachfeierei meines Geburtstags bei meinen Eltern mit abschließender Zertrümmerung des Handwurzelknochens meiner Großmutter fühle ich mich derzeit – aber eigentlich schon seit Tagen – wie gerädert. Ich bin ständig müde und stecke meine Umgebung mit andauernder Gähnerei an.

Nach einem ermüdenden Seminar (Ich  h a s s e  ÄDL.) und der Erkenntnis, dass nichts meine Aufmerksamkeit länger als 5 Minuten behaupten kann, sitze ich jetzt hier in diesem widerlichen Kerker von organisierten Bücherstapeln, die alle eine Nummer tragen und was sagen wollen, und denke an nichts. Neben mir liegen Blätter, Bücher, eine Lateinklausur, Stifte. Doch nichts in mir vermag es, daraus etwas Sinnvolles zu kreieren. Etwas, dass mich weiterbringt, dass auf meine Bedürfnisse Rücksicht nimmt, dass mich interessiert.

Nach einem vernebelnden Blick in die Blogosphäre – Blogos est deus inversus – sehe ich Tag ein, Tag aus das Gleiche. Immer wieder. Man braucht so unglaublich viel Zeit all die Feeds und Kommentare zu lesen und immer wieder sieht man großartige Texte, Ideen, verspielte Bildlichkeiten, die aus dem Nichts kommen und nach wenigen Tagen im Strudel des Interesses in die Dunkelheit der Vergangenheit einkehren werden.

Ich muss weiter. Meinen Weg, der derzeit wie schon seit Jahren kein Ziel besitzt.

Totgeburten

Wer häufig und gerne dieses Blog liest, dem ist vielleicht aufgefallen, dass es in den letzten Wochen aus dem Web verschwunden war. Man könnte jetzt zum einen vermuten, dass der Betreiber, also der Herr urbandesire, verstorben ist und die heilige Internetinstanz entschieden hat, die in Datenbanken und Layout verfassten Einträge des Blogs bis auf weiteres verschwinden zu lassen. Dem ist aber nicht so. Weiterlesen

Endlich!

Der urbandesire ist wieder da…

Feststellung des Tages

Es wird immer wieder die Vermutung aufgestellt, dass heutige Politiker keine Visionäre oder Staatsmänner sind, sondern eher Marionetten und schlechte Verwalter der Macht. Die Tatsache, dass in den 40er/50er Jahre Männer und Frauen ein solch funktionierendes und noch heute richtiges Werk wie das Grundgesetz ersonnen und etabliert haben und heutige Politiker nur noch daran interessiert sind, es abzuändern, um politische Vorstellungen durchzusetzen, die weder von Kompetenz noch von gesundem Menschenverstand zeugen, zeigt mir, dass in dieser Vermutung ein absolut wahrer Kern steckt; auch wenn ich mich lange Zeit dagegen gesträubt habe, dies zuzugeben.

Syntax: In Gedenken an MTC

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