urbandesire

searching since 2004

Monat: Januar 2007 (Seite 4 von 5)

Vom Erlebnis „Mein Führer“ mit Nazis zu sehen und es dabei noch nicht einmal zu bemerken

Er wird von seinem Hund gefickt. Naja, zumindest von ihm bestiegen. Er – das Monster des Jahrhunderts. Er kann seinen Urin nachts nicht halten, weil er von Alpträumen geplagt wird. Er hasst seinen Vater. Er ist ein erbärmlicher Mensch, kein wirkliches Monster also.
Er war immer der Mann, der mir Angst einjagte als ich noch klein war. Es war „damals“ alles dunkel. Schwarzweiß sozusagen. Alle waren abgemagert und liefen in Sträflingskleidung umher. So war das Bild. Später stieg man in den Schuljahren auf und lernte das Umfeld zu begreifen oder die aktuelle Interpretation der damaligen politischen Ereignisse zu verstehen. Man untersuchte auf Folien die „multikausalen Zusammenhänge“, die zu der Katastrophe führten. Man zog sich „100 Jahre – Der Countdown“ von 1932 – 1946 rein. Und man begriff… nichts. Wie oft stellte ich mir vor, was Hitler wohl gedacht oder gesagt haben wird in seiner freien Zeit, in seiner Muße. Doch man wusste es nicht.
Witze spielten in diesem Themenbereich keine Rolle. Alles war immer ernst und unklar. Selbst Witze wie:

Wie hieß Hitlers Motorrad? …. Kawanazi mit Doppelvergasung.

wurden nur hinter vorgehaltener Hand erzählt. Diese Witze sind ja auch arg geschmacklos, doch das begreift man erst später. Und über all diesem trohnten die Juden. Sie, die durch das Regime nicht nur ermordet und gequält wurden, nein, denen das Leben geraubt und buchstäblich durch den kollektiven Tod in Lagern die Würde abgetrennt wurde, galten als Bollwerk dafür, sich über das Dritte Reich, seine Angehörigen und seine Verbrechen nicht lustig zu machen.

Man machte sich auch nicht darüber lustig. Man nahm sich überhaupt ungern des Themas an. Die einzigen, die gern darüber sprachen waren Politiker und die Medien. Das Volk, besonders die, die zu den „betroffenen Jahrgängen“ zählten schwiegen oder brachen die Diskussion mit einem: „Ach lass‘ doch die alten Geschichten beiseite.“ oder „Das wurde doch schon so oft durchgeleiert.“ ab.

Und doch muss jede Generation dieses Thema von Neuem bewältigen, fassbar machen. Von Neuem die Diskussion aufnehmen und die alten Fragen vermutlich noch einmal stellen. Dabei ist die unsrige nun die erste, die dies neben Monumentalwerken auch mit „Humor“ versucht.

Viel ist mir nach der Vorpremiere von „Mein Führer“ nicht im Gedächtnis geblieben. Gelacht habe ich, sicherlich. Doch irgendwie blieb der Film erstaunlich farblos in mir. Viele gute Gags wurden bereits in der Vorschau verbrannt. Die Schauspieler waren okay, wenn auch nicht sensationell. An manchen Stellen habe ich mich gefragt: „Muss das sein?“ Aber sonst ging der Film ohne Aufregung und Aufreger an mir vorbei.

Bei Sven nicht. Ich weiß nicht, ob es stimmt, dass diese Jungnazis vorsätzlich zum Stören instruiert in der Vorstellung saßen. Irgendwie macht mir das auch weniger Sorgen. Den Störern geht es nur um „Anwesenheit und Einschüchterung„. Vielmehr bereitet es mir Kopfzerbrechen, dass sich viele diesen Film nicht ansehen werden. Einfach weil sie wieder die betroffenen Jahrgänge sind und die Geschehnisse weiterhin als Historismus betrachten. Etwas, das vorbei ist. Etwas über das man nicht spricht und schon gar keine Witze macht.

Adolficon

Die liebe Manuela von pixelgraphix.de hat ein schönes Icon-Set veröffentlicht, leider ist ihr nur ein Button verunglückt. Sie wurde auch prompt in den Kommentaren darauf hingewiesen. Da ich mir ähnliches gedacht hatte, habe ich den Gedanken mal zu Ende geführt und den ultimativen Adolfbutton daraus gemacht. Vermutlich auch, weil ich gestern Abend einen Bericht bei artour über den neuen Dany Levi-Film „Mein Führer„.

Tja leider unterliegen die Icons dieser netten Lizenz, somit durfte ich sie nicht verändern. Nutzen dürft ihr aber das Iconset von Manuela trotzdem.

Blog der Woche.

Da hätte ich es fast nicht mitbekommen. Aber der Herr Soeren Onez hat mich zum Blog der Woche gemacht.

blog der woche_onez

*Stolz sei*, vielen Dank Herr Onez.

Auf der Suche nach dem Supercomputer

Es ist vermutlich ein typisch männliches Phänomen. Höher, schneller, weiter. Dann auch natürlich teurer. Beim Durchstöbern von Ordnern auf der Suche nach diversen Dokumenten fielen mir die Rechnungen für einige wesentliche Komponenten meines aktuellen PCs in die Hände. Dabei ist bemerkenswert, dass die letzten Aktualisierungen – wenn man jetzt mal die notwendige Festplatte zum Weihnachtsfest vorletztes Jahr weglässt – bereits seit knapp 2 1/2 Jahren hier ihren Dienst verrichten. Am Anfang war es natürlich, so dass ich von den neuen Geschwindigkeiten sehr beeindruckt war. Ich kam von einem AMD Duron 800 MHz (+265 MB RAM) auf einen Sempron 2800 Mhz (+512 MB RAM). Und da flutschte schon einiges.

Heute aber stoße ich oft an Grenzen. Gerade wenn ich Fotos bearbeite oder für das cellu l’art irgendwelchen Design-SchnickSchnack mache. Letztens habe ich eine RAW-File bearbeitet und könnte beim Anwenden einer Aktion (mehrere Filter, resizen, etc.) in der Zwischenzeit aufs Klo gehen. Wenn ich mehrere Anwendungen gleichzeitig aufhabe, wirds richtig brenzlig.

Folgerichtig machte ich mich im Netz auf die Suche nach Ersatzteilen zum Aufrüsten. Jetzt bin ich aber gefrustet. Denn selbst ein primitive Arbeitsspeichererweiterung wird nach 2 1/2 Jahren zum Problem. Denn exakt den gleichen Arbeitsspeicher nochmal zu finden, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, scheint unmöglich zu sein.

Kurz wendeten meine Gedanken sich zur Idee eines Neukaufs von Mainboard, Prozessor und Ram. Und schon war ich im Universum von Konfiguratoren, Preistabellen, ibm_pc_5150Leistungslisten, Preisvergleichen und Versandkosten angekommen. Obwohl ich dank meiner Erziehung – Es muss nicht immer das neuste sein, sondern für mich passen – , vor diversen Wahnsinnskäufen bewahrt bleibe, scheint es bei der Suche nach geeigneter Hardware keinen Weg an Intels neuester Marketing-Kreation „Core2Duo“ vorbeizugeben. Also fix einen PC-Konfigurator geschnappt und mal durchgeleiert. Mainboard, Prozessor, passenden Ram, neuer Brenner? upp, für die Fotoarchivierung, neue Grafikkarte? Jupp, die aktuelle läuft ja schon ohne Lüfter und hat eh dauern Aussetzer. Fertig? Ja, Fertig!
Äherm… 916 €! Nee jetzt, oder? Da ist noch keine Festplatte dabei, kein Gehäuse, kein garnichts. Okay, noch ein bisschen abgespeckt, preiswerter RAM, schwächerer Prozessor, Brenner raus, der alte muss es auch noch tun. Okay? 606 €. Ähhh! Jetzt noch mal Preise vergleichen. So. 521€. Geht es nicht günstiger? Nö!

Es gibt nur zwei Lösungen aus diesem Dilemma. 1. ich besorg mir mal einen Job oder 2. ich warte weiter, wenn der Filter sich wie zäher Honig über das Bild schiebt.

Okay, dann ein Job.

Gibt es dafür auch Konfiguratoren?

Portfolio erweitert.

So dieses ganze Umgebaue zwischen den Jahren nervt, ist aber leider nötig. Nachdem urbandesire.de ein kleines Redesign erfahren hat, habe ich mich gestern und heute noch um unser Fotografieprojekt „tageausglas.de“ gekümmert. Denn durch eine Veränderung diverser Flashplayer waren meine geliebten Simpleviewer-Galerien nicht mehr flashig anzusehen, sondern klotzen in purem html auf der Website herum.

Neben dem Inordnungbringen dieses Problems habe ich auch die Portrait-Session um einige neue Galerien erweitert. Das letzte Update hatte dazumal im Mai 2006 stattgefunden. Seitdem ist viel passiert. Viele schöne Fotosessions haben seither unser kleines Fotostudio beglückt. Deswegen gibt es 6 neue Galerien in der Portraitsektion zu bestaunen. Sicherlich sind viele Bilder bereits bekannt. Derzeit bin ich auch gerade noch dabei neue Galerien für die Impressionsektion, sowie den Naturteil zu erstellen.

Auch bei im Punkto „Reportage“ gibt es neues zu vermelden.

Naja, klickt euch einfach mal durch.

Bis auf weiteres

Ältere Beiträge Neuere Beiträge

© 2026 urbandesire

Theme von Anders NorénHoch ↑