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Auf der Suche nach dem Supercomputer

Es ist vermutlich ein typisch männliches Phänomen. Höher, schneller, weiter. Dann auch natürlich teurer. Beim Durchstöbern von Ordnern auf der Suche nach diversen Dokumenten fielen mir die Rechnungen für einige wesentliche Komponenten meines aktuellen PCs in die Hände. Dabei ist bemerkenswert, dass die letzten Aktualisierungen – wenn man jetzt mal die notwendige Festplatte zum Weihnachtsfest vorletztes Jahr weglässt – bereits seit knapp 2 1/2 Jahren hier ihren Dienst verrichten. Am Anfang war es natürlich, so dass ich von den neuen Geschwindigkeiten sehr beeindruckt war. Ich kam von einem AMD Duron 800 MHz (+265 MB RAM) auf einen Sempron 2800 Mhz (+512 MB RAM). Und da flutschte schon einiges.

Heute aber stoße ich oft an Grenzen. Gerade wenn ich Fotos bearbeite oder für das cellu l’art irgendwelchen Design-SchnickSchnack mache. Letztens habe ich eine RAW-File bearbeitet und könnte beim Anwenden einer Aktion (mehrere Filter, resizen, etc.) in der Zwischenzeit aufs Klo gehen. Wenn ich mehrere Anwendungen gleichzeitig aufhabe, wirds richtig brenzlig.

Folgerichtig machte ich mich im Netz auf die Suche nach Ersatzteilen zum Aufrüsten. Jetzt bin ich aber gefrustet. Denn selbst ein primitive Arbeitsspeichererweiterung wird nach 2 1/2 Jahren zum Problem. Denn exakt den gleichen Arbeitsspeicher nochmal zu finden, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, scheint unmöglich zu sein.

Kurz wendeten meine Gedanken sich zur Idee eines Neukaufs von Mainboard, Prozessor und Ram. Und schon war ich im Universum von Konfiguratoren, Preistabellen, ibm_pc_5150Leistungslisten, Preisvergleichen und Versandkosten angekommen. Obwohl ich dank meiner Erziehung – Es muss nicht immer das neuste sein, sondern für mich passen – , vor diversen Wahnsinnskäufen bewahrt bleibe, scheint es bei der Suche nach geeigneter Hardware keinen Weg an Intels neuester Marketing-Kreation „Core2Duo“ vorbeizugeben. Also fix einen PC-Konfigurator geschnappt und mal durchgeleiert. Mainboard, Prozessor, passenden Ram, neuer Brenner? upp, für die Fotoarchivierung, neue Grafikkarte? Jupp, die aktuelle läuft ja schon ohne Lüfter und hat eh dauern Aussetzer. Fertig? Ja, Fertig!
Äherm… 916 €! Nee jetzt, oder? Da ist noch keine Festplatte dabei, kein Gehäuse, kein garnichts. Okay, noch ein bisschen abgespeckt, preiswerter RAM, schwächerer Prozessor, Brenner raus, der alte muss es auch noch tun. Okay? 606 €. Ähhh! Jetzt noch mal Preise vergleichen. So. 521€. Geht es nicht günstiger? Nö!

Es gibt nur zwei Lösungen aus diesem Dilemma. 1. ich besorg mir mal einen Job oder 2. ich warte weiter, wenn der Filter sich wie zäher Honig über das Bild schiebt.

Okay, dann ein Job.

Gibt es dafür auch Konfiguratoren?

3 Kommentare

  1. Den alten RAM gibt es auch weiterhin. Vielleicht zu anderen Preisen. Aber es gibt ihn. Vielleicht nicht den selben, aber kompatiblen. Und genau das brauchst du RAM. Dein PC ist schnell genug (2,8 GHz). Was ihm fehlt ist RAM. Mit 512 MB kommt man heute nicht mehr weit. Schon gar nicht als Pixelschieber (ist nett gemeint).

  2. Marcus

    04.01.2007 at 17:13

    Immer dieser Ram… ist schon geschehen. War eigentlich nur ein Klagen im Nachgang 😉

  3. Wo hast Du den denn zusammengestellt?

    Redlich für die Uni im November:
    Core 2 Duo E6300, Heatpipe, Intel Mainboard DP965,
    DDR2 2GB Dualkit (Kingston HyperX), Gigabyte 6200tc passiv, Seagate 80er SATAII, LG GSAH10N, Procase Miditower, LC SuperSilent 420W APFC, 120mm 19db Lüfter, Cherry Tastatur, Logitech Maus,
    3 Jahre Vorort-Garantie
    —-
    823,55 netto (damals +16%)

    Ok: Die Platte größer (+50EUR?), bessere Grafikkarte
    (+100EUR, zum Zocken? *bah!*) – dafür die Vorort-Garantie weg und Du bist wahrscheinlich beim gleichen Preis.

    Lösung aus dem Dilemma: Du lernst _preiswert_ Einkaufen und hörst auf zu Rauchen (50EUR im Monat?)
    😉

Kommentare sind geschlossen.

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