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Monat: Mai 2006 (Seite 5 von 5)

Die Evolution des Nudelessens

Es fiel mir letztens auf. Als ich einen Teller Vollkornnudeln aß.

Als Kind bei Mutti gab es nur Makkaroni mit Tomatensoße aus dem Glas und angebratenen Wurststückchen. Dazu Käse. Manchmal auch in einer Variation der Beilage (Gulasch). Ganz selten gab es Spirelli. Problem an den Makkaroni ist, dass sie relativ schwer zu essen sind, wenn man sich denn nicht in ganz kleine Stücke schneidet. Und so, da ich zu faul war zu schneiden, spritzte ich mit diesen widerspenstigen Biester munter drauf los.

Nach der Wende begann plötzlich die Anzahl an Nudelsorten anzuwachsen. Unglaublich… Spaghetti, Bigoli, Farfalle, Cannelloni etc. Entsprechend wurden bei Mutter auch mehr Sorten serviert, sodass Spaghetti zur Lieblingsnudel aufstieg. Auch die Soße kam plötzlich aus einer Tüte. Wurde aber nach wenigen Versuchen nur noch als Basis genommen, um sie dann mit Sahne, Milch und Kräutern zu verfeinern. Auch der Käse wurde plötzlich trocken und nannte sich Parmesan (Es gab in der DDR einen Alleskleber namens „Duosan„, ich denke eine Erwähnung meiner Assoziationen beim erstmaligen Hören des Wortes kann ausgespart werden.)

Auch gab es ab 1990 erste Besuche in italienischen Restaurants. Aber aus irgendeinem Grund habe ich beim Italiener bisher immer Pizza bestellt. Des Weiteren passierte es, dass auf Grillfesten plötzlich Salate mit Nudeln angeboten wurden. Vorher waren da immer Kartoffeln drinnen. Naja, dem dicken Kind schmeckt das schon.
Ein übler Schritt war aber ein Besuch in Tschechien, der mir 1997 klar macht, dass es Menschen gibt, die Spaghetti mit Marmelade und Zucker essen. Diese Linie in meiner Nudel-Evolution blieb aber nach einmaligen Ausprobieren stecken. Ich hasse Marmeladen-Nudeln.

Vor wenigen Jahren entdeckte ich, dass die Italiener etwas haben, dass sich Pesto nennt. Als hätte es diese Würzpaste bis vor wenigen Jahren noch nicht gegeben, stand ich vor diesen unscheinbaren Gläsern. Doch nach dem Ausprobieren, genieße ich meine [nun Vollkorn-]Spaghetti mit Pesto und ohne Käse.

Ein letzter Schritt in der Nudel-Evolution bezieht sich wieder mal auf die Soße. Jetzt wird einfach Spinat auf die Nudeln gekippt. Natürlich mit Blubb.

Wohin soll das noch gehen. Ich traue mich nicht bei einem Italiener Nudeln zu bestellen, da ich Angst habe, dass sich meine Essgewohnheiten wieder ändern werden.

Die Familie in der Tagesschau

Meine Schwester hat es geschafft, sie ist berühmt. Sie hat die Macht. Meine Schwester war bei der Vollversammlung von VW, um dort deren Autos zu promoten und sie hat es geschafft in die Tagesschau zu kommen und laut Einschaltquoten haben sie 4,97 Mill. Menschen beobachtet.

Hier das Video. Sie ist die junge, engagierte Dame, die den 2 älteren Herrschaften ein Auto erklärt.

My family rules.

Und plötzlich ward es mono

Zurückgekommen aus dem Urlaub startet der Durchschittsblogger (wenn er aus dem Urlaub nicht bloggen konnte) zunächst seinen Computer und surft die Blogs und Foren ab, die es abzusurfen gilt. Dabei hört er Musik und die kommt plötzlich nur noch in mono. Und keiner weiß warum. Aber eigentlich mag ich mono. Es ist ein tolles Wort. Es ist klar, beschränkt und eindeutig. Es gibt ja auch seltsame Monoarten. Die Beatles z.B. haben ja das „Mono-Stereo“ erfunden. Der geneigte Fan merkt es daran, dass aus dem linken Kopfhörer die Musik kommt und aus dem rechten der Gesang. Also zwei Monospuren durch 2 verschiedene Ausgabemöglichkeiten zum Stereo gemogelt.

Es gibt die Band Mono. Eine japanische Band. Und es gibt Monochrome, deren zweites Album „éclat“ hier gerade läuft.

Monochrom bedeutet ja schließlich auch einfarbig mit Abstufungen. Z.B. ein schönes Schwarz-Weiss-Bild. Und da wären wir wieder beim Urlaub. Denn aufgrund des zwar trockenen, aber doch miesen Wetters, habe ich nur zwei S/W-Filme verknipst. Hoffentlich ist was draus geworden.

Aber bis ich das weiß, höre ich „éclat“… in mono.

Rückkehr zum Glück

Ich bin müde, ich will ins Bett. Trotzdem. Ani und ich fahren morgen auf den Darss. Wir haben uns ein paar Tage freigenommen und werden versuchen, trotz vielleicht schlechten Wetters die Tage zu genießen.

Mit dabei sind natürlich die Kameras und ich bin gespannt wie sich die Bilder verändert haben. Seit unserem letzten Besuch im Fischland sind ja immerhin 6 Monate ins Land gegangen. Ich hatte eigentlich vor, nur analog und in S/W zu fotografieren, wenn ich mir aber die Bilder vom Oktober 2005 ansehe, dann muss ich auch ein paar digitale schießen, einfach um die Lust zu befriedigen. Auch nehmen wir gleich den Laptop mit und das heißt, wir können die Bilder an Ort und Stelle nachbearbeiten und somit die Lichtstimmung noch exakter wiedergeben.

Leider besitzt unser Etablissement keinen Telefonanschluß und somit wir ein Ferienblogging nicht möglich sein. Aber wir sind ja balde wieder da. Hoffen wir auf gutes Wetter und somit auf schöne Fotos.

Fühlt euch alle gegrüßt und bis bald.

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