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Bekenntnisse I

Schritte in den Stra?en. Ich habe gewartet an den Ecken dieser Stadt. So hier bin ich. Es war niemals euer Wunsch gewesen mich hier zu sehen. Doch meine Augen bleiben in der Wand. In euren W?nden. In euren kleine grauen Pal?sten. Mit N?gel zugezimmert. Versch?nert mit Schmuck. Mit immer demselben Schmuck. Ich laufe mit eurer Krone in der Hand auf den Adern der St?dte und suche nach einem Zeichen. Betrachte euch, sehe die Fehler, gehe weiter schweigend in die N?chte, die uns geh?rten. Jetzt nicht mehr. Eure Schritte sind verdampft auf dem Asphalt der Gleichheit. Der Asphalt macht alle gleich. Auch mich. Und ich trete hinter euch in die schwarze dampfende Masse. Immer tiefer, zeitlich immer weiter, bis ich die Steine sp?re, aus denen wir gemacht sind. Zersplittert in die Teile aus denen alles gemacht wurde oder sich selbst gemacht hat.
Die Stra?en sind leer. Die Fl?sse dieser Stadt sind braun und verdorben. Seit Jahrhunderten versuchen sie unsere Schuld aus den St?dten und D?rfer zu sp?len. Hinfort von uns. Hinunter mit dem Tr?bsal und der Unsicherheit in die B?che. Kippt die Schuld ma?los in die Fl?sse steht an den Br?cken und seht euch versinken in dem Braun der Fluten. Hofft, dass es entschwindet. Aber wartet nicht bis zum n?chsten Regen, wenn die Schuld in dicken schweren Tropfen auf euch niederprasselt und euch erschl?gt. Es sind die Tage an denen der regnerische Sommerabend den Weg zur H?hle bereitet. In denen eure Schritte auf dem Asphalt durch die Schuld reingesp?lt werden.
Auf euch nieder blickend ist ein Nichts, das euch mit gro?en Augen betrachtet und versucht eure Taten zu verstehen.
Warum ihr im Winter friert. Warum ihr weint. Warum ihr singt. Lasst es geschehen. Gebt die Kontrolle aus der Hand. Ihr habt sie eh nicht lange besessen. Gebt sie mir und ich bringe sie jedem von euch auf den Br?cken ?ber den Fl?ssen der Stadt. Starrt nur hinein. Versucht in den Wellen etwa zu erkennen. Sucht nach Zeichen, die euch erkl?ren, was hier passiert. Seht die Figuren auf den Wellen des Flusses. Seht das Pferd, wie es auf euch zu schie?t. Wie es auf euch zu galoppiert. Wie es mit seinem Hufen durch eure Schuld hindurch prescht nur um am Schluss wieder im Braun der Fluten des Flusses zu versinken. Es aber nicht ausl?sst, euch mit einem letzten Schrei und einem Blick mit in das Elend zu sto?en.
F?llt die B?che, f?llt die Fl?sse mit euren Tr?nen. Lasst sie anschwellen und bittet um Vergebung. Die Erde bebt. Die Erde bricht. Hofft. Hofft auf Vergebung. Seht euch um, sucht nach Zeichen. Sie sind da. Sucht. Hofft.

2 Kommentare

  1. toll….bald was von uns 🙂

  2. Administrator

    11.12.2005 at 00:37

    Immer doch 😉

Kommentare sind geschlossen.

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