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Monat: März 2005 (Seite 2 von 2)

Was sind Blogs? Teil II/III

Anschließend an den letzten Eintrag möchte ich noch bemerken, dass auch die Art des Websitesbau sie ein wenig geändert hat.

Klassisch war es bisher so (naja und es ist im Prinzip auch immer noch so) mit einer Programmiersprache (sei es jetzt Java oder html –> ausm Info-Unterricht, ne?) die Website zu programmieren. Wenn man Texte oder Bilder ändern mochte, musst man sich hinsetzen und alles selbst coden.

Heute hat sich im Zusammenhang z.B. mit dem Blog einiges geändert: Es gibt nun so genannte „Web-Content-Management-Systeme“(WCMS). Das heißt dies sind Systeme zur Verwaltung von Websites. Dies heißt wiederum: Inhalte, Gestaltung usw. werden von einem Websitebesitzer erstellt, kontrolliert, publiziert und schließlich nach der Betrachtung durch den Besucher zum späteren wieder auffinden archiviert („Web-Content-Lifecycle“).

Anhand eines Blogeintrages kann man sich das sehr gut vor Augen führen:

1. Der Eintrag wird erstellt …der Autor schreibt z.B. eine kleine Geschichte, was ihm am Abend der Deutschen Einheit passiert ist. Der Inhalt wird logischerweise „Content“ genannt. Dieser Content muss nicht unbedingt ein Text sein. Es kann sich dabei auch um Musik, Fotos, Videos und alle anderen Möglichkeiten, die im Web veröffentlicht werden können, handeln.

2. In der Phase der Kontrolle, die bei einem privaten Blogger sicherlich parallel zur Erstellung des Contents abläuft, wird dieser Content noch einmal auf inhaltliche und gestalterische Gesichtspunkte geprüft. Nun ja, hierbei lässt sich erkennen, das dieser „Web-Content-Lifecycle“ natürlich auf Internetauftritte von Unternehmen, Behörden und Medienorgane anzuwenden ist.

3. In der dritten Phase der Publizierung wird der Eintrag einer Öffentlichkeit durch Hochladen auf die Website zugänglich gemacht. Dies ähnelt / ist dem / das Programmieren bei der klassischen Variante des Publizierens im Internet. Irgendjemand muss den Content ja in ein Format umwandeln, welches vom Webserver gelesen werden kann.

4. Irgendwann sind hochgeladene Inhalte nicht mehr aktuell genug um sie sofort auf der Website sichtbar zu machen. Aber auch zu wertvoll um gelöscht zu werden. Diese zwei Gründe und die Vollständig- und Nachvollziehbarkeit des Blogs zwingen den Webmaster die Inhalte zu archivieren, damit später bei Bedarf darauf zurückgegriffen werden kann. In einem Blog macht sich dies so bemerkbar, dass nicht mehr zeitlich aktuelle Einträge in ein Archiv verschoben werden (können).

Kleines Bild von wikipedia.de zur Verdeutlichung des „Web-Content-Lifecycle“:

cms

Frühling

Schönen guten Abend. Es ist jetzt kurz vor 0 Uhr. Es ist neblig draussen:

frühlingsnebel

Titel: Frühlingsnebel

Ich sitze gerade bei einem Lateintext aus der Lexikon 24… es ist der letzte Text, welchen ich aus dem Lehrbuch mache… danach gibt es nur noch Spezialtexte oder Probeklausuren. Der Termin rückt immer näher… woha.. Nebenbei höre ich, weil ich die Stille ja nicht ertragen kann, wie Floh sagen würde, eine CD. Genauer gesagt eine Doppel-CD: „chillenundgrillen“.. sehr toll. Sie düdelt so nebenbei ein bisschen rum und ist einfach schön.

Dabei fällt mir ein, dass ja heute einer der ersten Tage war von dem man behaupten kann, dass Frühling ist. Als ich heute meine Schwester von ihrer Weisheitszahn-OP (oh mein Gott, die zweite innerhalb von 2 Wochen bei der ich anwesend war) nach Hause kutschierte, stellten wir beide fest, dass es um 4 Uhr war, aber am Himmel noch eine Sonne steht… was ja seit Anfang November nicht mehr so war… Deswegen ein Frühlingsgedicht….

Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Na, wer hat es verfasst? … Eduard Mörike (1804-1875)

Und damit die Stimmung richtig aufgeht… jetzt noch ein Foto:

abendsonne

Titel: Abendsonne über Lobeda-West

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Datenspeicherung

Abends ist es kalt und dunkel. Ja. Ich bin in Jena angekommen und allein hier. Floh kuriert sich noch aus (Zahnschmerzen von Zahn-OP). Ich versuche Latein zu lernen. Bin aber nicht richtig in Stimmung dazu. Noch 9 Tage bis zur Prüfung. Ich habe ziemlich Angst. Ich denke es geht vielen so. Wenn man sich mal überlegt wieviele Menschen seit der Antike gewählt worden Latein zu lernen. Ich bin ein Verfechter der Theorie, dass auch Cicero, Caesar oder auch Atticus nicht unbedingt erfreut waren über Latein. Auch im Mittelalter würden die Mönche in de Klöstern, z.B. St. Gallien, damit gewählt… es auswendig zu lernen. Man muss sich das mal vorstellen: Durch ständiges Memorieren (also sich leise vorsagend) lateinische Schriften, vor allem Bibelschriften (z.B. die Vulgata) zu verinnerlichen.

Naja, da hat man es heute schon einfacher es gibt ja den Stowasser (Lateinisch-Deutsches Wörterbuch) und so eon paar Regeln und Hinweise, wie man das bewerkstelligen kann einen insgesamt recht kleinen Text gut zu übersetzen. Ich meine aber trotzdem, dass es sehr schwer ist.

Ominum societatum humanarum nulla est gravior, nulla carior quam ea, quae nobis est cum re publica.

sprich: Von allen Gesellschaften der Menschen ist keine bedeutender, keine „teurer“ als diese, welche unsere durch den Staat ist. (frei übersetzt)

Das bringt mich auf ein anderes Thema … Gesellschaft und Staat:

Initiative von Schily und Zypries
Rot-Grün will Telefondaten ein Jahr lang speichern

Die Bundesregierung prüft, alle Telefon-, SMS-, Mail- und Internetdaten künftig zentral ein Jahr lang zu speichern. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bestätigte der ARD, dass sie und Bundesinnenminister Otto Schily bereits Gespräche mit der deutschen Telekom geführt haben. Weitere Verhandlungen mit anderen Telekommunikations-Unternehmen würden folgen. Bisher löschen die Firmen die Informationen nach spätestens 90 Tagen. Die Maßnahme sei als Vorbereitung für einen Rahmenbeschluss der Europäischen Union gedacht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums im Gespräch mit tagesschau.de. Auf diesem Weg solle Kriminalität und Terrorismus besser bekämpft werden. Archiviert würden jedoch nur die Nummern und Internetadressen, nicht die Inhalte von Gesprächen oder E-Mails. Zugriff auf die Daten haben die Behörden bereits heute. …

Quelle: tagesschau.de

Nicht das das jetzt irgendetwas groß ändert, aber es ist schon beklemmend zu sehen, wie einfach einem persönliche Rechte (und ich empfinde das Weitergeben von Telefondaten (auch wenn die Inhalte nicht interessieren sollen) an öffentliche Behörden als einen Eingriff in meine Privatsphäre) abspenstig gemacht werden. Es ist nur einmal interessant wie leicht in Krisenzeiten, ich spiele jetzt auf den „War Against Terrorism“ an, Repressalien durchgeführt werden können. Zusätzlich möchte ich klar bewiesen sehen, dass dieses „Abhörgesetz“ auch einen klaren Nutzen für die Aufrechterhaltung meiner Sicherheit hat, wenn ich schon meine Rechte beim B +LKA, sowie BND abgeben muss.

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