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Die Fahnen wehen [frag.]

Jeder Tag trennt mehr. Die Besatzung holt die Leinen ein. Das Schiff legt ab und steuert mit mäßiger Fahrt auf eine ungewisse Zukunft zu. Die Sonne scheint und das Gras glänzt grün. Es ist in den letzten Tag in Form gebracht worden. Man hatte es zurechtgestutzt, dass es zur großen Abfahrt perfekt aussieht. Die Besatzung steht mit weißen Uniformen an Deck und winkt fröhlich. Das Schiff nimmt langsam Fahrt auf, immer schneller. Bis es nur noch ein kleiner, weißer Punkt am Horizont ist und schließlich verschwindet. Ich stehe am Ufer und blicke in die Wellen. Leerer Horizont. Jeder Tag trennt mehr.

Das wird hart.

Olafur Arnalds_tour2007

Ich bin böse. Ich geb es zu. Jetzt habe ich mein Umfeld komplett mit Olafur Arnalds eingelullt und mindestens 10000 Leuten gesagt, sie sollen kommen. Mhh. „Der gute Olafur Arnalds kommt auf Tour“, hab ich gesagt und „diesmal macht er auch Station in der Rose.“, hab ich gesagt. Und das wird ganz toll, Streicher und Klavier, naja und Bier, hab ich gesagt.
Nur dachte ich die ganze Zeit, er wäre der Hauptact, jedoch tritt er in Wirklichkeit im Verbund mit Negurã Bunget als Special Guest – was heißt Vorband – auf. Diese schmucke, rumänische Blackmetal-Kapelle „Negurã Bunget“ ist jetzt wiederum etwas schwierig. Sicherlich ihr Metal ist sehr melodisch und für Blackmetal schon fasst in herzzerreißenden Strukturen verspielt, trotzdem bleibt es Blackmetal. Jetzt muss ich diese Information mindestens 5000 der 10000 zukommen lassen, da Blackmetal nun nicht für jeden etwas ist. Och Menno.

links for 2007-12-09

Feststellung des Tages

Die größte und stärkste Lobby im Staat sollte das Volk sein.

Anruf

Heute Anruf vom Telekommunikationsanbieter erhalten. Nach einer Rechnungsanalyse sei das Team (sic!) zu der Überzeugung gekommen, dass dieser bisherige Vertrag so für mich nicht optimal ist. Ich hätte durchschnittliche Rechnungen von soundsoviel Euro. Mit dem neuen Vertragsmodell würde ich etwas mehr bezahlen – grundsätzlich so viel wie meine Durchschnittsrechnung – obendrein aber noch mehr Freiminuten, noch mehr Frei-SMS und nochnoch günstigere Minutenpreise erhalten.

Mein erster Einwand war: Durchschnittsrechnungen sind bei der Analyse gefährlich. Denn im letzten Monat – so müsste ihr Analyseteam ja festgestellt haben – hatte ich ein extrem hohe Rechnung – die für den höheren Durchschnittsbetrag zuständig war – nur aufgrund sinnloser Hotlinegespräche, die zurückzuführen sind – und das wissen sie ja leider nicht – auf eine defekte Festnetztelefonanlage. Diese hatte mich genötigt, dass kleine Mobiltelefon vermehrt zu nutzen.

Mein zweiter Einwand war: Ich habe ihre neuen Tarifmodelle bereits registriert; nur, das von ihnen beschriebene Angebot könnte ich aus den zahlreichen Banner und dem grauen Kleingedrucken so nicht entnehmen und das ist ja doof, weil an der Hotline ja alles mündlich abläuft.

Mein dritter Einwand war: Ich finde es von ihrem Unternehmen unfair, mich am Telefon zu einem Vertragswechsel zu bewegen, ohne die Empfehlung zu geben, mir ein paar Tage Bedenkzeit zu gönnen. Die Information, dass jenes „Super“-Angebot nur noch bis Samstag gilt, tut ihr übriges.

Irgendwie merkten wir dann beide, dass dieses Telefonat heute zu nix führt. Sie ruft mich am Samstag noch einmal an… wahrscheinlich, um dann die Schlinge zuzuziehen.

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