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Kategorie: Musik (Seite 6 von 33)

I Will Possess Your Heart

Endlich mal ein schönes 8 Minuten-Video, nicht so ein Ego-8-Minuten-Patriotismus-Metallica-Rumpos-Abgewichse:

Death Cab For A Cutie – I Will Possess Your Heart

Und ich muss nicht auf die unbedingte Urbanität dieses Video hinweisen, oder?

Das Archiv

Beeindruckende Doku bei bildflimmern.de: The Archive.

Der letzte große Wal

So Kinnors. Es wird spannend. Tomte hat ein neues Video veröffentlicht. Die erste Single „Der letzte große Wal“ (erscheint am 19.9.2008) vom neuen Album „Heureka“ (erscheint am 10.10.2008). Danken wir Gott für diesen Song…

TOMTE Der letzte große Wal

Love Is Noise

There ain’t no space and time … to keep our love alive... The Verve haben einen neuen Song produziert und eigentlich ein ganzes Album „Forth“. Ich fühle mich gerade zehn, elf Jahre in der Zeit zurückgesetzt, damals als der Gedanke an urbandesire entstand als die „urban hymes“ durch die Luft klirrten. Nur ist der Sound der ersten Hörprobe doch etwas anders… weniger Britpop, mehr pop, mehr Coldplay (liehhh). Naja, warten wir aufs Album. Bis dahin die erste Single, die am 23. Juli erscheint.

Achso: Weitere Helden bringen demnächst neue Musik auf den Markt. Oasis veröffentlichen am 6. Oktober „Dig Out Your Soul“.

Album of the week – Gisbert zu Knyphausen – dto.

Gisbert zu Knyphausen - dto.Das Leben erkennen. Sich selbst erkennen. Ein Ziel, das zwischen all den stumpfen Geschichten irgendwie mitschwingt. Man sucht als Mensch Identifiaktionspotentiale. Jeder. Auch die, die immer behaupten, dass sie das nicht brauchen. Sie lügen. Ich habe in den letzten Monaten zahlreiches Identifikationspotential aus dem Debüt des jungen Gisbert zu Knyphausen, der mit dieser Platte die Platte des Frühjahrs und gar des beginnenden Sommers gemacht hat (und das bei so starker Konkurrenz wie Death Cab For A Cutie, The Kooks, Kettcar, The Notwist etc.). Der wichtige Unterschied bei der Identifiaktionsausschöpfung ist es nun, zu wissen, dass eine Platte so etwas vermag. Es mitbekommen und somit bewusst mitschwimmen in den Texten und Gedanken; natürlich auch den Tönen.

Abwechslungsreich, indieologisch, aber wechslungsreich kommt die Platte daher. Mit unterschiedlicher Instrumentierung, manchmal sehr spärlich: sanfte Gitarrenklänge in „Wer kann sich schon entscheiden?“ bishin zu druckvollem Bandspielv „Erwischt“ zeigt bereits, dass sie Frontmann und Band sich nicht erst entwickeln müssen, sondern bereits auf einem Level angekommen sind, das mutvoll und virtuos den Kontrast von laut und leise, schnell und langsam birgt.

In zahlreichen Rezensionen wird auf die Melancholie der Platte verwiesen. Ich sehe hier keine Melancholie. Die Platte hat einfach Vergangenheit. Da singt und spielt ein Mensch, de in seinem Leben Erfahrungen gemacht hat – Erfahrungen, die sowohl für die ganze Generation, aber auch für jeden Einzelnen sprechen können -, die er anschließend sehr gut vertonen konnte. Somit erscheint der Melancholieanspruch als marginal, denn richtige Traurigkeit will sich nicht einstellen, sondern eher eine Hoffnung heraus aus Dunkelheit und Leiden zu kommen.

Der Einschätzung der Sprachspielern, dass beinahe alles davon, was sich an den Texten auf der Platte versammelt, zitierenswert ist, kann ich nur beiflichten. Es ist ein Sammelsurium von wunderschönen Gedanken, Bildern und Vergleichen, die in der deutschen Musik eher selten sind.

Ich spüre gerade wie diese Rezension schrittweise abkackt und ich dem, was auf dieser Platte passiert nicht gerecht werde, deswegen gibt es dieses mal etwas einmaliges auf urbandesire.de… einen Kaufbefehl.

Anspieltipps: Neues Jahr, Der Blick in deine Augen, Sommernacht, Seltsam durch die Nacht

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