Es gibt ja Fleischkuchen. Man schmeißt da Zwiebel und Karotten rein und … natürlich auch Hackfleisch. Das ganze ist dann eher lecker.
Meine Mitbewohnerin wollte zur positiven Beendigung ihrer Famulatur ihren lieben Kollegen einen Kuchen backen. Es sollte ein Nuss-Aprikosen-Kuchen werden. Ursprünglich waren zwei Kuchen geplant, aber als sie meinte, dass der Teig für zwei Kuchen nicht ausreichten würde, packte sie alles in einen. Als ich mir die Geschichte ansah, stellte ich fest, dass hier wieder ihre Affinität herauskam, einfach zuviel zu nehmen. Der Teig war so dick (schon bevor sie den Rest mit reinklatschte, um danach Nuss und Aprikose hinzuzufügen), dass als der Kuchen im Ofen war, der Teig im inneren nicht durchgebacken werden konnte, ohne außen zu verbrennen.
Kurz um, der Kuchen schmeckte zwar, so wie er schmecken sollte (vielleicht ein bisschen zu süß, da auch hier wieder ihre Affinität zuviel des Guten (Zucker) in den Teig zu geben zuschlug), aber er sah aus wie ein Kuchen der aus Hackfleisch bestand. Hier der Beweis:

Naja sie backte dann noch unter meiner Anleitung (ich hielt sie viermal davon ab, vom Rezept abzuweichen, um die Menge und Anzahl der Zutaten zu erhöhen) eine klassischen Rührkuchen… der wurde was und die Kollegen haben sich gefreut.
Mahlzeit.

Tja und als Letztes wäre da dann noch das Fotoarchiv. Es stand immer im frischen militärgrün und quitschend in der Ecke. Jetzt ist es umgesprüht vom Lektor persönlich. In einem kräftigen dunkelrot mit Kästen in frischem himmelblau. Aber irgendwie frage ich mich schon, was damit noch passieren soll. Der Workflow des Entstehens einer Zeitung hat sich geändert. Man baut neue digitale Archive auf. Redakteure werden abgestellt, um die alten Bilder einzuscannen. Neue Fotos entstehen meist digitial (Klingsor stellt da mal die Ausnahme dar), um den Arbeitsprozess zu verkürzen. Wenn dann nun mal alle Bilder eingescannt, getaggt und archiviert sind, was macht man dann mit so einen schönen Archiv?