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Monat: April 2007 (Seite 1 von 2)

Blog – Mixtape – April 2007

climbingupthewall

Climbing up the wall… to tolerate nothing. Im Leben geht es mal hin geht es mal her. Manchmal ohne Grund und Ursprung. Manchmal fließt es, ohne dass man sich bewegt und manchmal klebt, trotz dass man sich regt.

Manchmal ist alles einfach sinnlos und jeder Morgen wird zur Qual.

1. Monta – Good Morning Stranger
2. Midlake – Roscoe
3. The Samuel Jackson Five – Skinflick Dress Rehearsal
4. The Shins – Australia
5. The Good, The Bad, The Queen – Kingdom Of Doom
6. The Rifles – Local Boy
7. Beatsteaks – Meantime
8. The Rakes – We Danced Together
9. Super 700 – Selfcontrol
10. Kings Of Leon – On Call
11. The Comas – Hannah T.
12. Whitest Boy Alive – Burning
13. The Wombats – Moving To New York
14. The Vines – Spaceship

00h 49min 55sec

Last.fm-Detail (mit Hörbeispielen)

Kaffee am Stock

Der gute Baytor hat wieder ein Stöckchen erhalten und es braverweise an das urbandesireische Kaffeehaus weitergeleitet. Wir nehmen die Bestellung dankend entgegen.

1.) Deine erste Tasse Kaffee, wann trinkst Du sie?
Vermutlicherweis‘ immer nach dem Aufstehen und das variiert von 7.00 – 14.30 Uhr.

2.) Wieviele Tassen trinkst Du täglich?
Ich kann sogar eine exakte Angabe geben: genau 0,5 Liter.

3.) Koffeinfrei oder Bohnenkaffee?
Bohne…

4.) Zucker, Milch oder Sahne?
Zumeist mit etwas Milch und Süßstoff (man muss ja auf die Figur achten).

5.) Deine bevorzugte Zubereitungsart?
Ich bin ein Freund des Filterkaffees. Sicherlich ist die italienische Press-Druck-Teure-Maschinen-Geschichte toll geeignet für Expresso und all dessen Subsorten. Aber so ein klassischer Filterkaffee aus einer schön schmatzenden Kaffeemaschine ist der Endpunkt der Glückseligkeit.

6.) Mit wem geniesst Du Deinen Kaffee am liebsten?
Mit einem Löffel.

7.) Deine Lieblingsmarke?
Aktuell findet sich im Kaffeeregal „Tschibo süß-sauer“, aber auch der günstige ja!-Kaffee mit seinem holzig-petroleumartigen Geschmack ist ein gern gesehener Gast.

8.) Wo trinkst Du Deinen Kaffee vorzugsweise?
Überall… zu Hause – auf dem Sofa, am Schreibtisch… unterwegs in der to-go-Form, in Cafés… selten im Seminar.

9.) Wie sieht Deine Lieblingstasse aus?
So.

10.) Espresso, Cappuccino oder Latte Macchiato?
Latte Macchiato oder Expresso. Mag mich da nichtfestlegen.

11.) Bevorzugte Tätigkeit beim Kaffee trinken?
Mit einem prall gefüllten Feedreader und Good Morning Stranger von Monta (Achtung: hinter diesem Link versteckt sich wirklich eine anhörbare mp3-Datei.)

Es geht weiter an den Robat, die ani und Jojo.

urbandesire, yeah!

weemee_urbandesire

Was ein Scheiß… naja wenigstens urbaner Hintergrund.

Skype-Profil-Bildchen selbst erstellen per weemees

Es wiederholt sich.

Am Tag meiner Latinumsprüfung erfuhr ich durch Zufall… ich glaube, es war aufgrund eines Hinweises visions.de, dass boysetsfire eine erneute Abschiedstournee spielen?

E r n e u t e  A b s c h i e d s t o u r n e e? Mhh?

Jetzt mal ganz langsam. Also im letzten Jahr – es muss im August – gewesen sein, war boysetsfire aus und vorbei. Sie haben ihre Karrieren nach tollen Alben beendet. Gründe gab es viele, keine, die aber hier erläutert werden sollten. Die Band entschied sich noch ein letzte Abschiedstournee durch Europa, vor allem aber durch Deutschland zu starten. Schrecklicherweise verletzte sich der Gitarrist Josh zu Hause in Delaware und musste eine lange Krankenhaus- und Rehaphase hinter sich bringen. Die Band selbst entschied sich aber, die angekündigte Abschiedstournee durch Europa ohne ihn durchzuziehen, um die Fans nicht zu enttäuschen. So waren Jojo und ich am 29. August 2006 bei Boysetsfire in der Conne Island in Leipzig. Es unglaublich, auch ohne Josh. Mann, Mann, Mann.

Nachdem Josh in den letzten Monaten wieder auf dem Weg der Besserung war, haben sich boysetsfire entschieden, dass „the final chapter wasn’t quite pencilled in.“ Und so gehen sie erneut und zum allerletzten Mal mit kompletten Line-Up auf Tour und kommen in die Conne Island nach Leipzig.

An dem Tag, an dem ich dies erfuhr, konnte ich mich noch gar nicht richtig freuen. Die Angst vor der Prüfung lähmte mich. Am Abend verstand ich erst, was die erneute Tour von boysetsfire bedeuten wird. „Es wiederholt sich.“ Jojo und ich werden es wieder krachen lassen… Dummerweise bestellte ich die Karten nicht sofort, als ich einige Tage später auf die Website der Conne ging, war das Konzert schon ausverkauft. Omg. War ich fertig. Sollte wirklich diese letzte allerletzte allerallerletzte Tour ohne Jojo und mich stattfinden? Panik durchfuhr mich. Ich rief in der Conne an. Keine Karten. Rief im Kartenhaus in Leipzig an. Keine Karten. Durchforstete das Internet. Keine Karten. Suchte bei ebay. Keine Karten. Ging auf die Straße und fragte wildfremde Menschen. Keine Karten.

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Der urbandesire hat alles unter Kontrolle

Feiertage. F E I E R. Ich sitze hier gerade in meinem alten Kinderzimmer. Ja, richtig gehört, in diesem Zimmer, von dem ich jetzt kein Foto habe, bin ich aufgewachsen. Aber eigentlich erinnert nichts mehr an mich und mein Aufwachsen in diesem Raum. Einzig der riesige Kleiderschrank ist geblieben, ansonsten wurde dieser Raum in ein Gästezimmer und quasi-Arbeitszimmer umgewandelt. Und mehr bin ich hier auch nicht mehr. Ein Gast. Das Gasttum hat natürlich seine Vorteile, zwar gibt es kein Frühstück ans Bett, aber die widrigen Pflichten des Zusammenwohnens entfallen. Ich muss keinen Müll runterbringen, muss den Staubsauger nicht bedienen… nichts einfach nur da sein. So sitze ich den lieben langen Tag existierend auf dem Sofa und betrachte die Familienmitglieder – sehe ihnen live beim Altwerden zu – und vergesse darüber mein eigenes Altern.

Es hat sich einiges geändert. Die Euphorie des Auszugs – Kleinurbandesire, der damals noch noch Marcus hieß – ist erloschen. Die Ernüchterung über das tägliche Hin und Her und die Erkenntnis, dass sich eigentlich als Erwachsener doch nicht so viel ändert, bestimmen die nervige Existenz zwischen Pflichten und Dingen, die gerne getan werden müssen und somit auch wieder Pflichten sind. (an alle Heranwachsenden:) Diese Lüge mit mehr Geld, mehr Frauen, mehr Party und vor allem mehr Freiheit ist wirklich nichts als ein Lüge. Sicherlich hat man irgendwie mehr Geld, aber irgendwie auch mehr Gründe es für noch sinnlosere Sachen als früher auszugeben. Und dann noch die Fixkosten, die müssen, weil ja fix, bezahlt werden. Die Frau ist glücklicherweise seit dem Auszug geblieben. Mehr will ich da ja eigentlich auch nicht haben. Meine letzte Party liegt auch schon wieder gut einen Monat zurück. Ein Zustand, der geändert gehört. Naja, und das mit der Freiheit ist eine Definitionssache. Wenn man darunter versteht, dass Mama halb elf nicht mehr ins Zimmer hineinstolziert und sagt, dass der Rechner jetzt bitte ausgemacht werden soll und der Kindskopf doch endlich ins Kissen sinken soll, dann hat man als Gast nun doch mehr Freiheit. Aber heute bedeutet diese Freiheit wohl eher Schlafmangel und man sehnt sich nach den Tagen als man halb elf ins Bett ging und 10 Stunden durch schlief. Mehr Freiheit. Mehr Freiheiten. Kein Freiheit. Das ist eine seltsame Thesensammlung entspricht aber leider der Realität.

Früher saß man im Chat und schrieb sich mit verschiedenen Leuten Dinge, die man machen würde, wenn man doch endlich nur noch Gast im Elternhaus sei. Dann mit 22. Heute ist man 22 und schreibt sich vielleicht mit denselben Leuten wieder, zwar in der eigenen Bude, aber ohne eigene Waschmaschine, und stellt beim Absenden der Nachricht fest, dass sich doch nichts geändert hat. Weil man eben gerade geschrieben hat, dass wenn man endlich 25 + X ist, man das und das und das und bestimmt auch das tun wird. Weil dann gibt es endlich die ewig geforderte Freiheit. An geistig klaren Tagen, gibt es zum Glück obendrauf die Erkenntnis, dass sich solche Dinge nie ändern werden. Wir werden mit 29 + X immer noch keine Freiheit genossen haben. An anderen Tagen bleibt einem diese Erkenntnis verborgen und man wähnt sich im Tal der Besserung. Auf der Zielgeraden zur Freiheit, vielleicht kurz vor der Ziellinie, vielleicht schon morgen.

Ohh, Gott sind meine Eltern alt geworden. Aber gottseidank werden sie das hier nie lesen. Denn Blogs, das ist neumodisches Teufelszeug. Z E U G.

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