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Monat: Februar 2007 (Seite 4 von 4)

BSI erkennt sich schon selbst als gefährlich an

Im Rahmen der Debatte um die sogenannten „Bundestrojaner“ wird aktuell viel diskutiert und geschrieben. Zuletzt erzeugte ein opensource-Hacker Aufmerksamkeit, indem er auf seinem Blog von zwei Jobangeboten sprach, die er vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten hat. In diesen sollte er, wie er selbst schreibt, den BSI-Beamten behilflich sein etwaige Trojaner zu programmieren. Ein Ausbildungslager für Daten-Späher aufbauen, sozusagen.
Interessant ist nun, dass das BSI in seiner aktuellen Pressemitteilung auf die Gefahren von steigenden Online-Bedrohungen hinweisen möchte und auch im Rahmen des Internationalen Safer Internet Days die Bürger Deutschlands aufklären will. Die Internetnutzer sollen sich „vor immer raffinierteren Tricks der Cyberkriminellen […] schützen“. Und auch im Informationsportal www.bsi-fuer-buerger.de wird in einem Artikel auf die Bedrohungen, die von „Viren und anderen Tieren“ ausgehen, hingewiesen. Das BSI erklärt so den letzten Technik-Laien die Risiken der Digitalen Welt. Und das stimmt. Das BSI warnt uns Internetuser, Technik-Laien, ja gar alle Bürger vor dem BSI selbst. Es ruft sogar öffentlich dazu auf, sich vor Datendiebstahl, der von Trojaner ausgeht, zu schützen, sich zur Wehr zu setzen. In letzter Instanz müssen wir uns als vor Herrn Schäuble und seinen Mannen aus dem BSI zur Wehr setzen. Los… schwenkt die Fahnen.

Zeitgeist

Billy Corgan hat verkündet, dass das sechste Smashing Pumpkins-Album „ZEITGEIST“ am 07.07.07 erscheinen wird.

(via)

Cinestar – Redesign

Die Internetpräsenz der Greater Union Filmpalast GmbH, besser bekannt als Cinestar-Gruppe, hat einen Relaunch erhalten und tritt mit neuem Design in die Kanäle des Webs. Da es sich bei der Cinestar-Gruppe um Deutschlands größte Kinokette mit knapp 90 Lichtspielhäusern handelt, hat sich der urbandesire mal die Zeit genommen, die neue Webpräsenz zu betrachten. Subjektiv.

Wo vorher ein recht undurchsichtiges Menü mit Werbung und Buttons gespickt war (dabei alles noch in einer recht kleinen Schriftgrößen), hat jetzt eine seltsam interpretierte Web2.0igkeit Einzug erhalten. Die Grundfarbe wechselte vom vorherherrschenden Blau – was für mich immer Symbol der Nacht im Kontext des Kinos gewesen war und absolut zum Cinestar passte – in ein schnödes Beige. Die Grundstimmung wurde somit enorm aufgehellt. Passt mir nicht. Insgesamt ist das neue Layout, entwickelt von der Schweriner Werbeagentur „mandarin medien“, etwas übersichtlicher, die Informationen der einzelnen Filme samt Anzeige klar zugänglich ohne langes Suchen aufzufinden. Die Usability wurde imho deutlich erhöht.

cinestar_screenshot

Nur beim Design wurde ins Leere gegriffen. Ich empfinde diese Farbverläufe als schrecklich, um nicht zu sagen grauenhaft. Mit Schatten hat man versucht eine Schreibtisch-Zettel-Optik (es erinnerte mich an Donvanone oder dem nilzenburger) zu generieren, die im Zusammenhang mit dem roten und gelblichen Farbverläufen einfach nicht funktioniert. Bei mir jedenfalls nicht. Auch das schon recht betagte Cinestarlogo wurde aufgefrischt, passt aber so farblich angepasst nicht wirklich in die Seite, da es sich einfach nicht genug absetzen kann. Der 3D-Effekt des neuen Logos wirkt auf mich wie der Teil einer Figur von meez.com.

Schön finde ich, obgleich ich nicht weiß, ob diese Funktion bereits auf der alten Seite integriert war, die Unterteilung in die Kategorien: CineLady, CineMen, CineKidz und vorallem CineScream. Damit umgeht man die leidliche Verteilung der Filme in Genre und trotzdem finden die jeweiligen Liebhaber ganz schnell zu den passenden Filmen.

Insgesamt Usability erhöht, Design misslungen. Wenn ihr mich fragt.

Über den Kampf zurück ins Spiel finden.

Ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Es ist vermutlich eine alte Fussballweisheit bzw. ein grandioser Spruch, den ein Kommentator während der Halbzeitpause sagen würde: „Die Mannschaft muss über den Kampf zurück ins Spiel finden. Sonst wird das noch ein böses Ende nehmen.“ Klingt irgendwie nach Günter Netzer. Eine Google-Suche, die ja neuerdings im Web 2.0 die Rechercherichtline überhaupt ist, ergab dabei nicht viel. Aber doch: Eine Fanseite des FC Carl-Zeiss-Jena e.V. hat im Spielbericht des Spieles gegen den SC Freiburg die folgende Phrase veröffentlicht:

Allmählich fand der FFC über den Kampf etwas besser ins Spiel und erhöhte den Druck.

Nun ja. Soviel dazu. Statistisch gesehen ist der Kampf im Fußball kein Mittel, um eine Spiel zu entscheiden. Der Kampf – die Blutgrätsche und Konsorten – dient nur dazu den Spielaufbau des Gegners zu boykottieren und aus dem Ballgewinn einen zum Tor führenden Konter herauszuspielen. Trotzdem werden auf diese Weise viel zu wenige spielentscheidende Tor erzielt. Ein gesunder Spielaufbau über Abwehr, Mittelfeld bis hin in den Sturm ist da wesentlich effektiver. Aber das durch Kampf ein Spiel gewonnen wurde, sagte die obere Aussage ja gar nicht aus.
Aber wo war ich? Ach ja. Ich finde den Spruch auf das Leben im Allgemeinen angewendet wesentlich praktikabler. Es ist an jeden Morgen so, dass ich mich mit Kampf zurück ins Spiel kämpfen muss. Obwohl ich gestern gen 2 Uhr im Bett angekommen war, mich der Wecker um 8.15 Uhr weckte, schaffte ich es nicht mich aus dem Bett zu kämpfen und die morgendlichen Dinge zu tun. Vielleicht lag es auch an dem Geruchsgemisch aus Erbrochenem und Alkohol, das Ani gestern von ihrer Party mit nach Hause gebracht hatte. Aber wohl eher nicht.

Das Leben und sein darübergeklebter Tag hatten mich zu einen Kampf herausgefordert, der noch recht sanft mit schweren Gliedern begann, aber dann von einen Tuch der Müdigkeit umhüllt wurde. Letztendlich bleibt festzuhalten, dass ich ca. 90 Minuten in schwerem Gefecht lag, dann aber nur einen Scheinsieg davon trug. Ein ehrenhafter Sieg wäre es gewesen, wirklich um 8.15 Uhr aufzustehen. Bin nur froh, dass ich keinen Totalausfall hatte, nicht vollständig kapitulieren musste und dieser Eintrag vielleicht nicht erschienen wäre.

Morgen gibt es den Rückkampf. Wie jeden Tag.

No Transitory

Medium: www.youtube.com

Alexisonfire: „sounds like a guy with a pretty voice getting into an argument with a guy who is kind of upset about things, while a guy who really likes punk is laughing with a guy who likes to rhyme while there is a guy who looks like a rat keeping time. get it?“

😀

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