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Cinestar – Redesign

Die Internetpräsenz der Greater Union Filmpalast GmbH, besser bekannt als Cinestar-Gruppe, hat einen Relaunch erhalten und tritt mit neuem Design in die Kanäle des Webs. Da es sich bei der Cinestar-Gruppe um Deutschlands größte Kinokette mit knapp 90 Lichtspielhäusern handelt, hat sich der urbandesire mal die Zeit genommen, die neue Webpräsenz zu betrachten. Subjektiv.

Wo vorher ein recht undurchsichtiges Menü mit Werbung und Buttons gespickt war (dabei alles noch in einer recht kleinen Schriftgrößen), hat jetzt eine seltsam interpretierte Web2.0igkeit Einzug erhalten. Die Grundfarbe wechselte vom vorherherrschenden Blau – was für mich immer Symbol der Nacht im Kontext des Kinos gewesen war und absolut zum Cinestar passte – in ein schnödes Beige. Die Grundstimmung wurde somit enorm aufgehellt. Passt mir nicht. Insgesamt ist das neue Layout, entwickelt von der Schweriner Werbeagentur „mandarin medien“, etwas übersichtlicher, die Informationen der einzelnen Filme samt Anzeige klar zugänglich ohne langes Suchen aufzufinden. Die Usability wurde imho deutlich erhöht.

cinestar_screenshot

Nur beim Design wurde ins Leere gegriffen. Ich empfinde diese Farbverläufe als schrecklich, um nicht zu sagen grauenhaft. Mit Schatten hat man versucht eine Schreibtisch-Zettel-Optik (es erinnerte mich an Donvanone oder dem nilzenburger) zu generieren, die im Zusammenhang mit dem roten und gelblichen Farbverläufen einfach nicht funktioniert. Bei mir jedenfalls nicht. Auch das schon recht betagte Cinestarlogo wurde aufgefrischt, passt aber so farblich angepasst nicht wirklich in die Seite, da es sich einfach nicht genug absetzen kann. Der 3D-Effekt des neuen Logos wirkt auf mich wie der Teil einer Figur von meez.com.

Schön finde ich, obgleich ich nicht weiß, ob diese Funktion bereits auf der alten Seite integriert war, die Unterteilung in die Kategorien: CineLady, CineMen, CineKidz und vorallem CineScream. Damit umgeht man die leidliche Verteilung der Filme in Genre und trotzdem finden die jeweiligen Liebhaber ganz schnell zu den passenden Filmen.

Insgesamt Usability erhöht, Design misslungen. Wenn ihr mich fragt.

4 Kommentare

  1. Mal hypothetisch: um wievieles positiver wäre deine Beurteilung denn ausgefallen, wenn die Farben und Farbverläufe nach deinem Geschmack gewählt worden wären?
    Das heisst, um wieviel Prozent dominiert dein Farbempfinden eine Wertung?

  2. Marcus

    08.02.2007 at 09:28

    Gar nicht. Weil ich das Grundkonzept nicht besonders schön finde. Kommt vielleicht nicht sonderlich raus… aber hey. 😉

  3. Glaub ich ja nun nicht! Du hast dem schliesslich nen ganzen Absatz geschenkt! Ich wollte eigentlich auf die Kraft unseres Sehsinns hinaus. Er macht glaub ich 80% unserer Informationsaufnahme aus und unterstützend lösen Farben ja eh unterbewusst Gefühle und Assoziationen aus – da geht mit Sicherheit ein Teil in die Wertung ein.

    … hmm … aber vermutlich ist es eher die individuelle Methode, wie man etwas betrachtet. Du fängst wohl mehr mit der Struktur an, mich blocken die Farben schon vor der Struktur ab.
    🙂 Vielleicht gibts da auch Mann-Frau-Unterschiede …

  4. das du auf die Kraft des Sehsinns hinauswolltst, hättest du ja gleich schreiben können. 😉 Sicherlich ist der wichtig, aber wie gesagt, mir gefällt „allgemein“ die Optik der Seite nicht, auch mit mir ansprechenderen Farben, wäre meine Beurteilung nicht besser in diesem Punkt ausgefallen. Diese Pseudo-Zettel-Wirtschaft finde ich für eine Kinoseite nicht besonders klug gewählt.

Kommentare sind geschlossen.

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