Als ich letztens beim Zahnarzt saß, registrierte ich in den Augen des Behandelnden Unbehagen. Die Verfärbungen an dem einstmals so krönenden Weiss meiner Zähne, bereitete offenbar Kopfzerbrechen, so dass ein „professionelle Zahnreinigung“ extrem notwendig wurde. Es war dann leicht schmerzlich. Brachte mich aber zum Nachdenken über Zahnhygiene und dann wieder auf die Ursache dieser offenbar so grässlichen Verfärbungen. Eine Ursache ist Kaffee. Naja und Kaffee.

Jeden morgen schwappt eine tiefschwarze Flüssigkeit mit absoluter Regelmäßigkeit durch meinen Mund. Auch eine Zigarette kann dabei brennen. Heute viel mir auf wie stark diese Genussmittel, diese Drogen, in unserer kulturelles Verständnis eingedrungen sind. Starbucks, ästhetische Zigarettenreklame und auch Alkohol, als die einzige Möglichkeit die Party in Schwung zu bringen oder die Depression im Zaum zu halten.

Wie dicht ist der moderne gar postmoderne Mensch mit diesen Giften durchsetzt? Es ist wirklich unglaublich wie stark die industrialisierten Länder des Westen offenbar abhängig sind:

Alkoholkonsum:


(via Good)

Tabakkonsum:


(via WHO)

Kaffeekonsum:


(via Murdelta)

Während es sich bei Alkohol und Tabak klar um Suchtmittel handelt, verwässert diese Wahrnehmung bei Kaffee. Kaffee gilt als Genussmittel, wobei dies jedoch nicht an der biochemischen Zusammensetzung liegt, die dann doch nicht so gefährlich ist, sondern vielmehr ist dies ein kultureller Deutungsprozess. Allen gemeinsam ist aber die Zugehörigkeit zu einem gewissen Lebensstil. Aber offenbar ein Lebensstil der objektiv von Abhängigkeit, Selbstzerstörung und Raubbau am eigenen Körper geprägt ist. Ich wittere so etwas wie „Entfremdung von der Natur, von sich selbst.“ Individualisierung und Entfremdung gehören irgendwie zusammen.

(Inspiration via kraftfuttermischwerk)