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Jenseits jeglicher Skalen

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Gebrochene Herzen sind etwas Schlimmes. Am Tage sind sie rational. Alles hat Ursachen, Zwecke, die Logik läuft. Doch des Nachts geht gleichsam mit der Helligkeit der Welt auch die Helligkeit der gebrochenen Herzen verloren. Zweifel an allen Fronten, unbeschreibliche Ängste und der kindliche Trotz von Verflossenen summieren sich zu nutzlosen Leid auf. Wie ist dieses Lächeln zu verstehen? Wie dieser Blick zu deuten? Wo hat das alles seinen Anfang genommen?

Auf der Suche nach einer Gebrauchsanweisung hat man sich im Strudel des Gefühls verloren. Deutet falsch und dann wieder richtig. Was bleibt ist ein chronischer Weltschmerz jenseits jeglicher Skalen. Doch es fühlt sich so gut an. Der Weg ins Nichts ist seltsam abgelaufen. Teil von etwas zu sein bedeutet stets Einsamkeit aufgrund der Ungewissheit noch nicht getroffener Entscheidungen, die dann schließlich in ihrer Konsequenz als Bollwerk vor einem stehen können.

Was bleibt ist süße Ungewissheit und eine Hand im Haar, die sagen will: „Bleib doch, bleib doch.“

Interessanter Monat

  • Eagles Of Death Metal – Heart on (VÖ 23.01.2009) !!!
  • Franz Ferdinand – Tonight: Franz Ferdinand (VÖ 23.01.2009) ?
  • Bruce Springsteen – Working on a dream (VÖ 23.01.2009)
  • Clickclickdecker – Den Umständen entsprechend (VÖ 30.01.2009) !!!
  • Andrew Bird – Noble beast (VÖ 06.02.2009)
  • Lily Allen – It’s not me, it’s you (VÖ 06.02.2009)
  • Bosse – Taxi (VÖ 06.02.2009)
  • Finkenauer – Unter Grund (VÖ 06.02.2009)
  • Ben Kweller – Changing horses (VÖ 06.02.2009) !!!
  • Angelika Express – Goldener Trash (VÖ 13.02.2009) !!
  • Beirut – March of the Zapotec/Realpeople: Holland (VÖ 13.02.2009)
  • Phillip Boa And The Voodooclub – Diamonds fall (VÖ 13.02.2009)
  • Ben Lee – The rebirth of Venus (VÖ 13.02.2009) !!!
  • Mando Diao – Give me fire (VÖ 13.02.2009) !!!
  • Morrissey – Years of refusal (VÖ 13.02.2009) !!
  • Thursday – Common existence (VÖ 13.02.2009) !!!

Als ich von Kakao auf Kaffee umstieg

urbHast du dich selbst vergessen? Eher nein. Irgendwo zwischen den Fragen liegst du noch. Dazwischen vielleicht. Alle paar Wochen kommt die große Abrechnung. Hast du dir das selbst alles so vorgestellt? War so zurechtgelegt, geplant? Zweifel vergehen niemals, sie werden nur andere. Als du noch nicht hier angekommen warst, hattest du ein Bild von dir selbst und ein Bild von deiner Zukunft. Irgendwie sah das anders aus. Irgendwie war da mehr Licht und logischerweise weniger Dunkel.

Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich vor Jahren in meinem Zimmer mit dem blauen Teppich und dem kalten Metall saß. Es muss auf dem Sofa gewesen sein. Der Staub zwirbelte durch die Luft und das leere Fenster gab den Blick frei auf den blauen Himmel. Der passte nicht zum Blau des Teppichs. Akzeptiert. Ich las damals Bücher, die eigentlich keine Bücher waren. Popliteratur nannte sich das Phänomen in den Endneunzigern. Im Prinzip nichts anderes als die Worte talentfreier Autoren. Jedoch warfen sie mit Signalwörtern um sich. Es ging um Musik, um Partys, ums Saufen und irgendwie auch ums Kotzen. Liebe wurde begriffen als das Korpulieren in variantenreichen Stellungen mit immer neuen Partnerinnen.

Jetzt knapp zehn Jahre danach (ich glaube, dass ich das erste Mal »10 Jahre« schreibe über etwas, was ich schon mit Verstand begriff und das nicht im gleißenden Licht der Kindlichkeit steht) habe ich solche Partys erlebt. Wenngleich auch das Korpulieren fehlte und auch der üppige Drogenkonsum, der dafür notwendig zu sein schien. Normales Leben eben, ohne stilisierte Selbstdarstellung zum Verkauf einer immer größeren Auflage. Naja jedenfalls gab mir all dies ein zukünftiges Lebensgefühl… so wird es werden… so wird es sein, denn so ist es gedacht. Ich denke es würde für alle sehr peinlich werden, wenn ich jetzt beschreibe, wie ich mir die Zukunft ausmalte. Auf jeden Fall spielten Agenturen, tolle Jobs und Zeit eine große Rolle. Es war eine Mischung aus Büchern, Musik, Menschen und einer alles umfließenden Glückseligkeit, die damals nicht danach fragte, wie es weitergehen soll… wo die Reise hingeht. Weiterlesen

nova urbanus cupiditas*

mk_1Ich habe wirklich nie länger als ein Jahr mit einem Design für urbandesire.de leben können. Was aber schon sichtbar ist, ist der ansteigende Minimalismus der Themes, die ich einsetze. Innerlich weiß ich nicht warum. Vielleicht ist es die Tendenz den Texten die gewünschte Aufmerksamkeit zu geben. Weg vom Ballast, keine Papiermetaphern und Web2.0-Farbverläufe. Schlichtes Weiss, das sich direkt in den Browsern dieser Welt zeigt und dieses Kleinod der Bloggerei still und weise vor sich hin laufen lässt. Somit ist der Name des Themes „minimalism“ dort recht bezeichnend

Eine interessante Neuerung ist der Lifestream, der sämtliche Aktivitäten meinerseits im Web für wenige Stunden nachvollziehbar machen lässt. Was hört er eigentlich, wenn er vom Tode twittert, oder so. Zudem gibt es nun endlich wieder ein richtiges Archiv, das nach Monaten aufgeschlüsselt die Worte dieses Blogs zeigt.

David fühlt sich auch wohl. Die Fliege ist auch da… die Welt ist in Ordnung.

*hoffe das meine Lateinkenntnisse mich da oben nicht im Stich gelassen haben.

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