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Dorian

Ich wollte ja immer Rockstar werden. Eigentlich. Und ich liebe Musikvideos. Eigentlich. Jedoch wüsste ich außer Chris Cunningham niemanden, der meine Musikvideos drehen sollte. Ich hab da nämlich einen nicht hohen, aber seltsamen Anspruch. Ab heute kenne ich noch einen zweiten Videoregisseur, der meine Videos drehen dürfte. Und zwar Lauren Gillot aus Frankreich.

Ich liebe das neue Video von Sna fu (myspace). Der Song heißt „Dorian“ und stammt vom aktuellen Album „Tonnerre Binaire“. Musikalisch schwer zu verorten. Mischung aus HC, Psychobilly (gewagte These, ich weiß) mit starken Einflüssen aus dem Krautrocklager. Aber mit so einem Video, was soll da schon passieren. Es verschmelzen Musik, Animation und Illustration zu einem kleinem Kunstwerk. Eigentlich könnte das ja auch Jojo für mich zeichnen, nur so rein theoretisch. Aber ich weiß nicht, ob er auch so gut Pappe und Papier schneiden kann. Nach Omaha Bitch kann man sagen: „Die Franzosen machen sich.“ Aber seht selbst:

links for 2008-04-26

links for 2008-03-22

Nine Inch Nails – Ghosts I-IV

ghosts - nine inch nailsEs ist sicherlich die Nachricht des gestrigen Tages. Der guter Herr Reznor – Mind und Obermind hinter Nine Inch Nails – hat das komplette, neue Werk Ghosts I-IV komplett unter CC gestellt und unter archive.org abrufbar gemacht. Damit ist er sogar noch ein Schritt weiter gegangen als Radiohead. Diese hatten es zwar auch zum kostenlosen Download angeboten: Das hieß wenn man nicht bereit war, etwas zu zahlen. Trotzdem musste man sich aber auf der Website der Band anmelden etc. Trent Reznor stellt das komplette Werk also alle 36 Instrumentalsstücke zu wirklichen Creative Common Rights auf archiv.org zur Verfügung. Hier liegt es in verschiedenen Qualitäten (flac, 320kb-mp3, ogg etc.) zum Download bereit. Man munkelt, er habe mit dem Verkauf der Special Editions und Deluxe-Sets bereits 1,6 Millionen Dollar verdient, somit jetzt vermutlich genug in der Tasche, so dass er die reinen Musikdateien gratis anbieten kann. Wer weiß. Ist auch egal.

Es gab zwar hier und da Kritik, dass er zunächst mit extrem teueren Deluxe-Editions den Fans das Geld aus den Taschen zieht. Naja, aber wenn man betrachtet, dass es den physischen Tonträger schon ab 10 Dollar gab, der Download 5 Dollar kosteste, wird es für mich haltlos. Wenn man sieht, was man für das bereits ausverkaufte 300 Dollar-Ultra-Deluxe-Limited-Edition-Package (der Name ist nicht auf meinen Mist gewachsen) bekam, war klar, dass sich dieses Angebot an Sammler und extreme Fans richtet. Es ist nun mal ein Special Edition, eine Kunstwerk mit hochwertigen Vinylplatten und einer wertiger Präsentation des Artworks.

Ich empfand das offerierte Angebot von NIN als fair. Fairer als die Preise bei Itunes. 36 Songs für 5 Dollar (also knapp 3,20 Euro), gibt es dort nicht mal im Ausverkauf. Umso interessanter ist es jetzt, dass alles wirklich kostenlos und frei zu haben ist. Warten wir also ab, ob dieses Verkaufsmodell Schule macht und zumindest für die etablierten Künstler ein tragfähiges Modell darstellt. Vielleicht wird ja Ghosts V-XX noch richtig teuer… wer weiß.

Sehr zu empfehlen ist natürlich das Artwork mit Fotografien von Phillip Graybill und Rob Sheridan, dass sowohl als pdf als auch Wallpapers zur Verfügung steht.

Na dann, verursacht mal ein bisschen Traffic: Nine Inch Nails – Ghosts I-IV

links for 2008-03-07

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