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Kategorie: Musik (Seite 8 von 33)

Sommersongs

So. Der April ist ja bekanntlich ein Monat, der dem Sommer recht nahe steht. Das Wetter und die Temperaturen können schon mal angenehm werden und man sitzt draußen bei Eis, Kaffee und Kuchen und genießt die Sonnenstrahlen. Pünktlich zu dieser Winterdeadline sind derzeit einige interessante Platten in den Plattenläden bzw. einschlägigen Musikdownloadshops aufgetaucht.

Das dritte Album von Kettcar - Sylt Das neue Kettcar-Album „Sylt“ war in der Burg des urbandesires heiß ersehnt. Nach der großen Liebe zu „du und wieviel von deinen Freunden“ und „Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen“ schien alles möglich. Und nach einigen Durchläufen des neuen Album lässt sich festhalten: Ups, ist das düster. Heftige Melodien, verspielt und strukturell einprägsam werden mit bissig-bösen, manchmal melancholischen aber immer kritischen und nachdenklichen Texten verwoben. Kostprobe? „Eine dunkle Welt stirbt um halb zehn…
Eine dunklere Welt steigt empor“ Wow. Und so zieht und quält es sich über die volle und ganze Distanz. Sicherlich klangen bei den letzten Alben ähnliche politische Töne an, doch waren dies meist nur Zwischentöne – ein kleines Rauschen im Konzept. Jetzt sind die Töne aufgewacht und flirren die knappe Dreiviertelstunde in die Gedanken des Zuhörers. Sylt ist sehr zu empfehlen, um die Winterdepression nicht unreflektiert ausklingen zu lassen.

kettcar.net | myspace

The Notwist . The Devil, You + MeSolide Platten sind auch schön. Nicht jedes Werk eines Künstlers kann ein Meisterwerk sein. Außerdem sind Meisterwerke sowieso sinnlos. Wie oft habe ich das schon ausgerufen, wie oft hab ich das schon gelesen: MEISTERWERK. Was von einem Meisterwerk übrig bleibt – ich erinnere da an New End Original mit „Thriller“ oder Starsailor mit „Love Is Here„, ist nicht viel; ein bisschen Respekt vielleicht und ansonsten eine schöne Zeit. Mehr gibt eine Platte, die nicht als Meisterwerk klassifiziert wird, auch nicht. Und so kann man bei „The Devil, You + Me“ keine großen Überraschungen erwarten. Es ist ein absolut solides Electroindie-Album mit dem nötigen Schuss Pop. An manchen Stellen bricht zum immer wieder ein Orchester ein, das den Sound fülliger macht. Es ist aber wieder schön, dass Console-Gefrickel gepaart mit der melancholischen Stimme Markus Acher zu hören. Nach „Neon Golden“ eine respektable Fortsetzung.

notwist.com | myspace

R.E.M. Hätte irgendjemand dieser Band noch solch ein Album zugetraut? Also ich nicht. Verglichen mit „Reveal“ oder „Around The Sound“ haben R.E.M. auf „Accelerate“ den Lärm wiedergefunden und alle Verstärker für ihre Verhältnisse wieder aufgedreht und knüpfen damit ein wenig an die „Monster“ Zeiten an, die ja nun auch schon wieder fast 15 Jahre zurückliegen. Die Musik schwingt von düster bis poppig ohne den Rock-Appeal ganz außer acht zu lassen. Textlich wieder gewohnt hohes Niveau. Ich würde sagen, das ist die R.E.M. -Platte auf die Anhänger dieser Kapelle seit Jahren warten. Und es würde mich nicht wundern, wenn im Sommer die Autos unserer Väter bei offenem Fenster die Musik abstrahlen. Wenn es so sein sollte, dann gerne…

r-e-m.de | myspace

The Kooks - KonkEndlich die Sonne sehen. Ich hatte mal als „Inside In/Inside Out“ erschien gesagt, dass die Stimme von Luke Pritchard, dem Locken-Sänger-Wirbelkopf der Kooks, immer wie Sommer und Sonnenschein klingt. Es scheint Schicksal zu sein, dass der erste Song des neuen Kooks-Album „See The Sun“ heißt, denn dies ist auch das einzige, was mir zu dieser Platte einfällt. Sie ist nichts besonderes, keine Meilenstein, keine Experimente; sie ist einfache eine wohlige Sommerplatte, die aus einem kleinen Kofferradio plärren soll, wenn man mitten im Park mit seinen Liebsten auf einer Decke liegt und in das Blau des Himmels starrt. Unter diesem Gesichtspunkt ist es auch kein Problem, dass die Songs von „Konk“ mit „Inside In/Inside Out“ austauschbar wären. Manchmal muss man im Leben ergebnisorientiert arbeiten. Eine Platte, die für den bevorstehenden Sommer vom ersten bis zum letzten Takt Sommertöne bereithält, kann sich als ein positives Ergebnis bezeichnen lassen.

thekooks.de | myspace

Portishead - ThirdIch habe gezittert. Ich habe wirklich wie Espenlaub gezittert. Diese Platte. Diese Band. OMG. Seit ungefähr gefühlten 100 Jahren wartet die Welt darauf und immer wieder wurde der Erscheinungstermin verschoben. Jetzt ist wird es ab 25. April zu haben sein. Die ersten Klänge, die auf diversen Internetstreams bzw. auf der Myspace-Seite der Band zu hören waren, versprechen interessante Soundreisen. Es muss ein Platte für den Sommer werden. Es muss.

portishead.co.uk | myspace

So. Und jetzt warten wir nur noch auf das neue Tomte-Album und dann kann der Sommer wirklich beginnen. Achso: Kettcar wird Album der Woche.

Nine Inch Nails – Ghosts I-IV

ghosts - nine inch nailsEs ist sicherlich die Nachricht des gestrigen Tages. Der guter Herr Reznor – Mind und Obermind hinter Nine Inch Nails – hat das komplette, neue Werk Ghosts I-IV komplett unter CC gestellt und unter archive.org abrufbar gemacht. Damit ist er sogar noch ein Schritt weiter gegangen als Radiohead. Diese hatten es zwar auch zum kostenlosen Download angeboten: Das hieß wenn man nicht bereit war, etwas zu zahlen. Trotzdem musste man sich aber auf der Website der Band anmelden etc. Trent Reznor stellt das komplette Werk also alle 36 Instrumentalsstücke zu wirklichen Creative Common Rights auf archiv.org zur Verfügung. Hier liegt es in verschiedenen Qualitäten (flac, 320kb-mp3, ogg etc.) zum Download bereit. Man munkelt, er habe mit dem Verkauf der Special Editions und Deluxe-Sets bereits 1,6 Millionen Dollar verdient, somit jetzt vermutlich genug in der Tasche, so dass er die reinen Musikdateien gratis anbieten kann. Wer weiß. Ist auch egal.

Es gab zwar hier und da Kritik, dass er zunächst mit extrem teueren Deluxe-Editions den Fans das Geld aus den Taschen zieht. Naja, aber wenn man betrachtet, dass es den physischen Tonträger schon ab 10 Dollar gab, der Download 5 Dollar kosteste, wird es für mich haltlos. Wenn man sieht, was man für das bereits ausverkaufte 300 Dollar-Ultra-Deluxe-Limited-Edition-Package (der Name ist nicht auf meinen Mist gewachsen) bekam, war klar, dass sich dieses Angebot an Sammler und extreme Fans richtet. Es ist nun mal ein Special Edition, eine Kunstwerk mit hochwertigen Vinylplatten und einer wertiger Präsentation des Artworks.

Ich empfand das offerierte Angebot von NIN als fair. Fairer als die Preise bei Itunes. 36 Songs für 5 Dollar (also knapp 3,20 Euro), gibt es dort nicht mal im Ausverkauf. Umso interessanter ist es jetzt, dass alles wirklich kostenlos und frei zu haben ist. Warten wir also ab, ob dieses Verkaufsmodell Schule macht und zumindest für die etablierten Künstler ein tragfähiges Modell darstellt. Vielleicht wird ja Ghosts V-XX noch richtig teuer… wer weiß.

Sehr zu empfehlen ist natürlich das Artwork mit Fotografien von Phillip Graybill und Rob Sheridan, dass sowohl als pdf als auch Wallpapers zur Verfügung steht.

Na dann, verursacht mal ein bisschen Traffic: Nine Inch Nails – Ghosts I-IV

Omaha Bitch

Ich lasse das jetzt mal kommentarlos (Meine Herren bitte auf die Musik achten, die ist nämlich gar nicht mal schlecht.):


Omaha Bitch -Dancing Cyprine

via beetlebum

Ohh…

…mhh und nur 19 Euro.

Vorfreude

„deine endgitarre bei dem pixies ding… ne??? das ist soooo da kricht man echt sofort harten pimmel auf den oberarmen. das spiele wir noch länger am schluss bis die ganze scheisse tot ist und nur noch licht und gutes da ist!“

T.U.

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