Was ich in den letzten Wochen getrieben habe? Naja. Zwei Google+-Einladungen (jetzt erkennt man, dass die Namesgebung google+ wirklich Problematisch ist, da Komposita mit Bindestrich immer dämlich aussehen) erhalten, die mich nicht in den neuesten Scheiß’ des Webs gebracht haben. Ich fühle mich in meiner Early-Adopter-Ehre wirklich angegriffen. Stehe vor den Toren, lechzend nach nach der neuen schönen Welt und kann nicht rein. Sehe nur die Profile, die Unterhaltungen, ohne wirklich daran teilnehmen zu können. Und jetzt kommt’s: Wenn Google wirklich so schlau ist, wie alle Apokalypse-Privacy-Artikelschreiber dieser Welt es vorzeichnen, dann bin ich der lebende Beweis, dass es nicht so ist. Google kennt mich nicht. Sonst wären würden sie mich freigeben. Welch’ Arroganz. Herrlich.

Nein.

Ich habe im Prinzip gar keine Zeit noch wirklich Lust das Google+-Universum (da schon wieder) zu erforschen. Darüber lesen, reicht wirklich aus. Scheint aber nett zu sein. Was ich eigentlich getrieben habe, war das abarbeiten von langwierigen Projektlisten. Neben einer Hochzeitsfeier in Nordthüringen – meiner ersten wirklich erzkatholischen Trauung – war es ein spannendes Webprojekt. Von der Hochzeit wird es hoffentlich demnächst einige Fotos hier zu sehen geben.

Das Webprojekt, das ich hier kurz vorstellen möchte, ist die Internetpräsenz für einen neuen Studiengang des Universität Jena. Der neuartige Fernstudiengang „Bio-Konfliktmanagement“ (BioMER) brauchte eine adäquate Webpräsenz, denn schon bald sollen zahlreichen Studenten diesen Studiengang nutzen, um sich im Bereich der Konfliktlösung in der Biotechnologie weiterzubilden. Zusammen mit dem Lehrstuhl erarbeitet ich aber nicht nur ein Design-Konzept, sondern wir entwickelten ein kleines Kommunikationskonzept aus Anschreiben, Workshops und vielem mehr, um die Infos kurz vor Start des Studiengangs noch an den Mann zu bringen.

Da ich mir meine Webprojekte normalerweise aussuchen kann und oftmals auch genügend Zeit für Gestaltungsideen und das Entwickeln der Seite selbst habe, war dieser Auftrag von erhöhter Spannung. Denn hier musste binnen drei Wochen von der ersten Ideenfindung bis zum Launch der Seite alles schnell geplant, koordiniert und vermittelt werden. Ein wenig länger hat es leider gedauert – aber schließlich kamen wir doch gut voran. Die Website steht ins Netz und erzeugte bisher auch genügend Anfragen. Und ich bin fast ein wenig stolz, denn dass, was unter www.master-biomer.de steht, kann sich sehen lassen: