urbandesire

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Blogosphäre – Ein geistiges Niemandsland

Vermutlich lese ich die falschen Blogs. Vermutlich. Nur andauernd werden Beiträge in meinem Feedreader gespritzt, die leidliche Themen auseinanderklamüsern. Grob über den Daumen gepeilt geht es darum: Wie kann ich in der Blogosphäre bekannt werden, um dann endlich mit meinem Blog Geld zu verdienen? Und wenn diese Frage nicht direkt gestellt wird, wird schreckliche Bannerwerbung geschaltet oder sich an noch schrecklicheren und absolut hirnverblödenden Marketingaktionen beteiligt. Sozusagen als bereits von der Muse Geküsster.

Geldlos

Wtf? Meinetwegen mag das ja für Organisationen noch ein Schritt sein, sich ein zusätzliches Standbein aufzubauen. Aber warum Privatblogs mit ihren sinnlosen Gesülze aus „Heute war wieder ein Scheißtag…“, „Seht mal; das habe ich gerade bein yousevenmytubeloadvideo gefunden…“ oder „Dieses Plakat habe ich letzte Woche gesehen und mit meinem neuen Finnenhandy gleich mal geknipst… cool was?“ an sowas beteiligen, bleibt mir schleierhaft. Aber vermutlich sagen sich alle Beteiligten, der urbandesire, der ist ein Außenstehender und der ärgert sich nur, weil er das alles nicht abbekommt… – den Ruhm und das natürlich das Geld.

Okay, ich gebe es zu. Ich verdiene das Geld, um die Hostingkosten zu refinanzieren in dem ich dreimal die Woche in einem Supermarkt geplünderte Regal wieder mit Ware zu knalle. Von daher.

Bloglos

Wieso ich Blogs mochte? Es lag an dem unglaublich spannenden Gemisch aus Kreativität, Kunst, Selbstdarstellung und dem Interesse am Neuen. Gern dürfte auch mal abgeschweift werden und dabei ein bisschen „Neues Medium“ gespielt werden. Gehört dazu. Zum Geschäft. Betrachtet man jedoch heute die allseits beliebten Charts – dbc, bsc – dann rangieren da unter den Top Hundert immer dieselben Verdächtigen und produzieren tagtäglich ein Gemisch aus Newsverwertung via Googlenews, SpOn usw. (jaja und das (via) nicht vergessen), gruseligen Video-, langatmigen Webfunden und persönlichen Gedanken, die nicht gerade unterstreichen, dass die Blogger ja eigentlich angeben, die Bildzeitung zu meiden und das Bildblog zu lesen. Somit sind zahlreiche Blogs nicht mehr als ein widerwärtiger Aufguss einer Popkultur, die schon vor Jahren von den Feuilletons deutscher Zeitungen zerrissen wurden. Auch aufgrund ihrer Zweitverwertung und der immer wieder fehlenden Eigenleistung. Blogger spielen Rollen, aber ohne Masken. Sie spielen Journalist, sie spielen Aufklärer, sie spielen Erfinder. Doch erfunden haben sie nichts. Sie haben es bei google gefunden oder in der Zeit.

Kulturlos

Jahrelang stritt ich mit zahlreichen Menschen über die Relevanz dieser Blogosphäre – die für mich zu einer neuen medialen und gesellschaftlichen Macht aufgestiegen war. Subjektiv sah ich darin den Großstädter, den urbanen Menschen, der versucht in jedem Winkel der Straße und in jeder Minute des Tages den Zeitgeist aufzuspüren, sich aber immer bewusst, woher er kommt. Dass er aus einer Kulturnation kommt, dass es schwierige Dinge gibt, über die es sich lohnt nachzudenken (auch wenn manchmal kein Ergebnis und vor allem kein Geld einbringt). Doch all das sind Blogs nicht. Blogs sind nicht die neuen Medien, kein Graswurzeljournalismus und Blogger sind auch keine neue gesellschaftliche Entwicklung. Blogs wissen nichts von der großen Kultur, der sie entstammen. Sie kennen keinen Zugang zu den Großen der Welt. Ihre Referenz reicht nur bis zum nächsten Link und dabei hoffen vielleicht wenige, dass sie durch die endlose Rückführung eines Links an die komplette Kultur des Abendlandes angebunden sind. Doch sie sind es nicht. Die meisten jedoch scheinen in ihrem Zeitgeist- und „daistderneuetwitterklon“wahn nicht mal im geringsten zu spüren, woher sie stammen und was sie da eigentlich für eine Sprache sprechen. Neue Generationen sind immer dafür bekannt alles auf den Kopf zu stellen und dem Leben der Menschen etwas bleibendes zu hinterlassen. Etwas, weswegen man ihrer gedenken wird. Doch Web2.0 bietet kein Revolution, sondern nur neue Wege miteinander zu kommunizieren: „Wir sind das Web.“ Aber mehr als darüber zu quatschen können sie auch nicht.

Kunstlos

Die Blogs haben es verpasst zur Kunst zu werden. Vielleicht liegt es an ihrem durchaus technischem Ursprung. Der Nerd konnte vielleicht ein Blog umsetzen, doch oftmals fehlten ihm die Möglichkeiten aus dem Fachkontext auszubrechen. Also ließ er die Technik reifen, so dass irgendwann der Noob das Ruder übernehmen konnte. Doch auch der hat es nicht zur Kunst gebracht. Bloggen ist Alltag. Bloggen ist beliebig. Jeder tut das, was er am schlechtesten kann und schreibt darüber und versucht, dies dann in letzter Konsequenz zu Geld zu machen. Und zwischendrin werden Videos gezeigt.
Irgendwo zwischen all diesen Einträgen hat ein Blog die Fähigkeit verloren, zur Kunst zu werden. Zu bleiben. Anzudauern. Heute ist es nur noch eine Datenbank, vielleicht ein bisschen buntes Layout und ein paar Euro mehr auf der Bank. Doch in zwanzig Jahren wird die Einträge in der Datenbank keiner mehr lesen wollen. Wenn man sie denn überhaupt noch wiederfinden würde. Text und Kommunikation sind im Netz zu Ware und zum Gebrauchswert verkommen und somit nicht mehr stetig. Sie schwirren an, sind ein paar Monate wichtig und versinken dann im Nichts.

Vielleicht gehören Blogs auch zu einer Technologie, die erstmals nicht von Künstlern genutzt werden kann. Sie haben es geschafft den Buchdruck, das Radio, das Kino, das Fernsehen und in Maßen auch das Internet zu vereinnahmen. Doch die Blogs bleiben Mobterrain… ein geistiges Niemandsland. Aber vielleicht lese ich auch nur die falschen Blogs.

20 Kommentare

  1. Ja. Ich fühle mich angesprochen. Und nein. Ich glaub nicht dass du die „falschen“ Blogs liest.
    Vielleicht sind Blogs einfach so, vielleicht schaffen nur wenige den Sprung zu der, von dir erhofften(?) Kunst.
    Was ist schon dabei, wenn man versucht nichts zu spielen(kein Journalist, kein Aufklärer, kein sonstewas), sondern einen Blog wirklich nur als ganz persönliches Blabla/Tagebuch-Irgendwasn führt. Das ist mir fast sympathischer als die dreihunderttausend Google-Ads, die bei manchen die Seite dominieren und die fünfhunderttausendste Google-News Verwertung…
    Bist du davon immer noch (und dennoch, manchmal irgendwie zurecht) enttäuscht?

    Früher hielt ich Blogs mal für das nextbigthing, möglicherweise auch für Kunst … Jetzt sind mir die am liebsten, die einfach nur persönlich (und langweilig) sind … Sie sind ein großes, morgendliches Feuilleton und einfach gut zu lesen. Nicht mehr und nicht weniger …

  2. Du siehst das einfach viel zu pessimistisch. Es gibt eben viel zu wenig Blogger, die wirklich einen eigenen Stil aufbauen können und sich somit positiv von der Masse abheben – um dann so etwas wie „Kunst“ zu machen. Ich behaupte einfach mal, dass ein normaler Mensch ohne künstlerische Ambitionen eben auch keine Kunst im Bloggen sieht, und somit einfach nur über ein Blog kommuniziert und „zweitverwertet“ (was ja nicht verwerflich ist). Um ein künstlerisch wertvolles Blog aufzubauen brauch es vor allem erstmal einem Künstler, der in Blogs ein Medium für sich sieht. Und diese Art von Web-Nutzer sind in meinen Augen eben höchst selten. Vergleich das mal mit der Fotografie. Wie viele Bilder gibt es, die einfach nur für das Familien- oder Urlaubsalbum geschossen werden. Und wieviel Fotos sind denn wirklich Kunst ? Ist das Medium Photographie bei diesem geringen Anteil an Kunst jetzt gleich kunstlos?

    Macht denn Werbung ein Kunstwerk schlechter oder besser ? Wenn nun IKEA neben Duchamps Kloschüssel ein „sponsored“ Schild stellt, mag sich vielleicht so mancher daran stören – aber das Werk bleibt doch dasselbe (solang es sich klar von der Werbung abgrenzt). Somit ist es völlig unerheblich für den künstlerischen Wert, ob ein Blog Werbung führt oder nicht, solange der Wert nicht in dem Blog selbst liegt, sondern in den Beiträgen und eine klare Grenze zu erkennen ist.

    Nein, ich bezeichne mich nicht selbst als Künstler.

  3. Prinzipiell hat JoJo schon alles gesagt was ich auch sagen wollte.
    Den Vergleich mit den Photos find ich sehr passend.
    Kunst kann doch nicht durch den pöbelnden Mopp (quasi der 08/15 Blogger, wie ich) geschaffen werden.

    Das alle (wieder der pöbelnde Mopp) nur an Geld interessiert sind – zumindest in der Endkonsequenz – ist denke ich vielleicht auch nicht ganz verkehrt und gar nicht so schlimm. Denn allein durch Ideale ist noch keiner satt geworden und ob Blogs nun unbedingt eine Nachhaltigkeit oder Langzeitwirkung besitzen müssen wage ich zu bezweifeln.
    Wenn sich jemand wünscht in die Geschichtsbücher einzugehen, dann ist doch „jedes“ Mittel recht.

    Dein Einwurf „[…]Bloggen ist Alltag. Bloggen ist beliebig. Jeder tut das, was er am schlechtesten kann[…]“ – Das ist doch genau das coole dabei, da es so auch früher „benachteiligten“ ermöglicht wird sich zu äußern und die interessens Streuung wesentlich besser am realen Leben angepasst wird…

    Viel wichtiger sehe ich für mich bei der ganzen Überlegung die schon erwähnte soziale Vernetzung, denn gerade in Jena merkt man doch wie cool das sein kann…

  4. … und was mich an dieser sogenannten „Blogosphäre“ am meisten ankotzt, sind diese unendlich selbstüberschätzenden Egos. Sie wissen alles, sie können alles und sie werden es uns alle zeigen, diese Blogger, mit ihrem penetranten pseudojournalisten Abwinkduktus.

    Spielen sich auf, glaubend sie könnten mit ihren Kritzeleien irgendwen beeindrucken. Und wenn mal keiner zuhört, wird rumkrakeelt und lautstark auf die „Meinungsfreiheit“ gepocht.

    Ach diese Doppelmoral ist so widerlich, so abstoßend so latent brechreizfördernd, dass einem die Worte fehlen müßten, wenn man nicht nur die Finger zum kommentieren bräuchte.

    Dieser sogenannte „long tail“ wird sich sowieso von selbst erledigen. Interessieren doch eh keinen, diese arroganten, zynischen und von grüngelbem Neid zerfressenen Blogschmierereien.

    Und dass sich alles so langsam aber sicher in den Kommerz verabschiedet ist doch nur konsequent. Asche zu Asche, Staub zu Staub, sagt man doch so schön. Ach diese verkommene Welt. Da wird, ohne auch nur einen Gedanken an irgendeine Art von Würde zu verschwenden, die eigene Haut zu Markte getragen, als gäbe es kein Morgen. Da wird angepriesen und verschachert, da wird gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.
    Und wofür? Für ein paar Extra-Cent, die im Charity-„Kasten klingen“, dass die Seele auch schön der Hölle fern bleibt.

    Eigentlich müßte es irgendwann bald mal einen großen Knall geben, irgend so eine Art Überspannung oder so, die sich durch das gesamte DSL-Netz frist und sämtliche Server auf der ganzen Welt – und damit all die unnützen, banalen, selbstbeweihräuchernden Blogs plattmacht. Einfach nur plattmacht.

    Und dann können sie wieder in die Kneipe gehen, die Blogger, so wie früher und sich dort ihren ellenlangen Sülz in die Ohren quaken, der keinen Menschen interessiert. Aber dann ist das auch schon in der nächsten Sekunde vergessen.

    Das hier dagegen, das steht hier für die Ewigkeit.

  5. Ich bin nicht von persönlichen Blogs enttäuscht, die ihren Alltag posten. Sie sind mit lieber als die Wiederkäuer. Jedoch habe ich immer gehofft, dass es ein Kultur geben wird, eine Kultur, die es Wert ist, ihrer zu gedenken. Es ist halt schade, dass keiner etwas bleibendes schaffen möchte, sondern es ihm reicht im Moment zu kommunizieren und damit die publizistischen Möglichkeiten eines Blogs auf reinen Meinungsaustausch zu beschränken. Sicherlich gibt es immer wieder Ansätze dies aufzubrechen (denke da an Nikolai Alban Herbst oder so), trotzdem scheinen allen zufrieden zu sein im Nonens zu stehen und zu enden.
    Ich möchte niemanden die Gründe und Absichten seines Blogs absprechen. Das mag jeder für sich selbst entscheiden. Doch die derzeitige kreativlose Einbahnstraße ist etwas… naja … traurig. Sicherlich liegt dies, wie ich bereits im Beitrag angemerkt haben, an den technischen Ursprüngen der Blogosphäre. Es war und ist ein Mittel der Nachkommen der New Economy nur mit der Erweiterung, dass jetzt jeder (die berühmten 0815 wie wir) auch bloggen kann, ja darf, ja sogar soll. Aufgrund dieses Ursprungs unterliegt alles immer einem gewissen Grad der Kommerzialisierung, was das Ding an sich nicht schlecht macht, sondern nur unter falsche Vorzeichen stellt. Ein werbender Blogger kann kein Künstler werden. Er muss, so mein Verständnis, sein Werk frei erschaffen, soweit ihm dies möglich ist. Marcel Duchamp hat seine „Fountain“ nicht aufgrund der Anfrage des Pissoirherstellers in der Galerie aufgestellt, sondern aus eigenem, quasi künstlerischem Antrieb. Und ein Duchamp hätte es sicherlich nie geduldet, dass der Hersteller des Urinals ein Schild aufgestellt hätte (Dabei sei angemerkt das Herr Duchamp bei so einer Aktion in heutiger abgemahnt worden wäre.) Ich denke Jojo, mit deiner Einstellung wirst du irgend wann auch Werbung im Kino während der Vorstellung akzeptieren müssen. Denn demnach hätte Reklame keine Einfluss auf ein Werk. Was sie aber immer hat. Sonst wäre sie ja nutzlos und längst abgeschafft.
    Ich verstehe die Hoffnung vieler, ihren Zeitaufwand und ihren Mühe sich entlohnen zu lassen. Es gibt nun kein Mäzentum mehr. Das neue Mäzentum ist vermutlich die Werbung, nur mit dem Unterschied, dass diese eine Gegenleistung erwarten. Jeder werbende Blogger muss sich darüber im klaren sein, dass Werbung ihn und das Blog selbst irgendwie verändert und dadurch auch die Besucher beeinflusst werden.
    Der Vergleich zu Fotografie hinkt. Ich möchte diese Analogie auf eine andere Ebene heben. Wenn ich mich nur auf das Werk der Fotografie an sich beziehe, dann ist dieses doch relativ immun gegen Kommerzialisierung und bietet genug Ansätze eine Kultur bzw. etwas bleibendes zu schaffen. Und diese Möglichkeiten bieten Blogs ja eigentlich auch, werden nur nicht genutzt. Ich schließe ja nicht aus, dass Blogs künstlerische Aspekte besitzen, nur diese werden nicht genutzt oder etwaige Blogs sind nicht aufzufinden, bei der Fotografie hingegen schon. Denn trotz der Milliarden Fotos der 0815-Leute, bei denen Fotos zum Gebrauchsgut gewandelt, existieren tausende Fotos, die in das kulturelle Gedächtnis eingehen werden…

  6. Marcus

    11.08.2007 at 22:15

    @sap: Sorry hab deinen Kommentar erst jetzt im Spam gefunden… 😉

  7. soso 🙂

    na, wird wohl schon irgendeinen sinn haben …

  8. Wieso und inwiefern sollen Blogs eine Nachwirkung der New Economy sein?

    Über Duchamps Einstellung über so ein Werbeschild kann man natürlich nur noch spekulieren. Ich persönlich finde, er hätte es doch sehr amüsant gefunden, wo es doch gerade die grotesken und dadaistischen Aspekte betont hätte.

    Woher kommt sie eigentlich, diese unglaubliche Angst vor der Beeinflussung? War das schon früher so ? Dir ist aber schon bewusst das du jederzeit und überall irgendwie beeinflusst wirst, ja ? Ein klar gekennzeichneter Adical-Banner dürfte da das kleinste Problem darstellen…

  9. Als werbender Blogger beziehe ich auch einfach mal ein paar Statements auf mich. Und ich muss schon sagen, ich bin ein wenig schockiert wie du mich einschätzt. Manche verstehen es sicher nicht, da sie mich nicht kennen und andere wollen es aus ihrer verbohrten Einstellung auch nicht verstehen. Das ist mir auch egal. Aber wir kennen uns ja nun schon ewig, und ich dachte eigentlich du wüsstest, warum , wieso und wie ich blogge…

  10. Dir ist aber schon klar, dass es bei meinem Beitrag primär nicht um Werbung in Blogs geht. Es steht zwar im ersten und zweiten Absatz etwas darüber, aber ist nicht das Hauptanliegen. Somit kannst du gar nicht allzuviel ablesen, wie ich die Einschätze. 😀
    Es geht um die Frage der Kunst und Kultur im Zusammenhang mit Blogs. Primär kann an dieser Stelle jeder machen, was er will. Aber man muss sich im klaren sein, dass FÜR MICH Werbung Kultur zerstört, weil sie den Blogger aus seinem freien Gefüge löst und nicht nicht wirklich einschätzen kann, wohin das führen wird. Es gibt keine Angst vor Beeinflussung… ich will mich hier aber nicht um Werbung streiten, dafür gibt es andere Blogs. 😉 Die können das viel besser und viel emotionaler…

  11. Deshalb war es ja auch nur eine Randbemerkung 😉

  12. Der Inhalt deines feedreaders wird von dir bestimmt. Wenn du Scheiße reintust wird Scheiße rauskommen. Das ist für uns alle nicht sonderlich schlimm und dir muss es recht sein, weil du sie selber reingetan hast.

    Ich habe ungefähr 300 Blogs in meinem Feedreader und keiner davon passt in deine Abqualifikation.

    Wenn du also zu blöd bist um gute Blogs zu finden, dann sülz uns bitte nicht damit voll. Wir sind nämlich nicht für deine Dummheit und deine mißratene Erziehung verantwortlich. Schlag deine Eltern, oder bitte sie vielleicht besser, dich zu schlagen.

  13. „reintun“ … der ausdruck … ist ….. von meiner schwester fast besser, und die besucht nun die zweite klasse….sei´s drum, warum so aggressiv?

  14. Na, da ist aber jemand mit dem falschen Bein aus dem Bettchen gehüpft.

    Ich glaube (bzw hoffe, sonst hab ich alles falsch verstanden 😉 ), dass es nicht primär darum ging, dass alles Kacke ist was sich in seinem Feedreader befindet, sondern, dass es teilweise nicht das ist, was Marcus sich früher mal von Blogs erhofft hat. Aber das ist nur meine Meinung und er kann das besser ausdrücken/erklären/beschreiben als ich. (Sorry dass ich es trotzdem getan hab!)

    Viel wichtiger ist doch, dass auch dich lieber Herr Jochen niemand gezwungen hat, diesen Artikel zu lesen. Genau genommen wurde niemand gezwungen den Artikel zu lesen und sich das „Gesülze“ anzuhören!
    Hättest du es gelassen, dann hätteste dich auch nicht so aufregen müssen. Ist schlecht fürn Puls. Und so.

  15. Die schlimmsten Ausfälle an Qualität in der Blogosphäre findet man noch immer in den Kommentaren 😉 Die Kommentarkultur ist wirklich gänzlich frei von Kunst.

  16. Ja, Du liest wohl die falschen Blogs. 🙂

  17. @TitaniaC: Tja, das wusste ich auch schon. 😀 Hat ja auch schon der Experte , der Hoff, gemeint. Ich warte eigentlich auch nur auf den Tag, an dem hier ein Blogger mit 600 Feeds im Reader aufschlägt und meiner Mutter androht, sie nachträglich für meine Geburt und im Namen aller Blogger zu schlagen.

  18. Naja, jeder liest das, was ihm gefällt – oder eben auch nicht, oder?!
    Wenn mir ein Blog gefällt, bleib‘ ich ihm treu, nur mögen die Kriterien für’s „Gefallen“ bei jedem anders liegen.

    Und nuja, „Werbung“ – solange sie einem nicht penetrant ins Gesicht springt und einem nahezu in selbiges schlägt… und falls doch, suche ich mir bei Nichtgefallen eben andere Blogs.
    Oder kritisiere, in der Hoffnung, andere mögen mir welche daher tragen *hehe*

    Jochen Hoffs Kommentar gefällt mir übrigens *lach*

  19. Hehehe… Ich lache weder aus, noch an. In mich hinein eher. Es gefällt mir, mal etwas Lesenswertes gelesen zu haben.
    Irgendwann, erinnere ich mich, in meinem (schon lange verwaisten) twoday.net-blog mal etwas ähnliches vom Stapel gelassen zu haben.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Zustimmung.

    Das Problem, was ich sehe, ist: Daß blogs zu sehr Produktions- und Präsentationsplattform sind. So, wie’s hier unten auf dem Button steht: „weg damit!“ Soll’s einer lesen, oder lassen.
    Ich wette, es schreiben mehr als daß gelesen wird. Wer wettet dagegen?

  20. @EcceHomo: Ich sehe das als Zustimmung. Und gehe genauso wie du davon aus, dass einige den Beitrag gar nicht wirklich komplett gelesen haben. Ist ja auch nicht schlimm. Leider haben sich betreffenden Personen trotzdem dazu berufen gefühlt, etwas dazuzusagen.

    Aber die Vorstellung eines Blogs als „Produktions- und Präsentationsplattform“ ist natürlich sehr interessant. Sicherlich spricht einiges dafür, dass dadurch die Kulturlosigkeit ausgemacht ist. Die Vereinfachung des digitalen Publikationsprozess ist somit größte Chance als auch größtes Übel der Blogosphäre. Jeder – einfach jeder kann technisch gesehen bloggen. Und das ist im Prinzip nicht schlimm, nur dass halt nicht jeder in der Lage ist mit seinen Inhalten mich und andere zu überzeugen.

    Ich denke man muss die Kultur nur suchen. Abseits vom Mainstream bzw. jeglicher Blogcharts…

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