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Von Haarausfall und anderen Katastrophen

Es ist schon ein seltsames Gefühl, die Augen über die Tastatur streifen zu lassen und viel lange Haare zu sehen. Ich hatte es fast schon aufgegeben, sie wegzuräumen. Jetzt stellt man sich als Mann natürlich die Fragen: Was ist los? Werde ich alt? Krieg ich jetzt ne‘ Glatze… oh mein Gott meine Männlichkeit etc. pp.

Die erste Gegenmaßnahme, die ich ergriffen habe, war ein Besuch bei meinem Haus- und Hoffriseur. Jetzt einfach mal nach dem Motto: Macht alles ab, dann kann nix mehr von selber ausfallen…

Mein Friseur ist aber sehr seltsam. Männer brauchen dort keine Termine. Sie werden einfach irgendwo und irgendwann dazwischen gequetscht und fertig. Bei fünf Besuchen war ich bisher bei drei verschiedenen Scherendamen. Dabei muss ich aber anmerken, dass es heute eine Tortur war. Sie war so brutal. Sie massierte beim Waschen so stark, dass ich das Gefühl hatte zu erblinden und taub zu werden. Beim Kämmen rammt sie den Kamm mit brachialer Gewalt durch das Haar. Schließlich sortierte sie die Haarschichten mit Spangen, ließ sich die Gelegenheit aber nicht entgehen, mir jede einzelne in die Kopfhaut zu stechen. Als Höhepunkt des Konzertes gab es einen kräftigen Hieb mit dem Fön.

16 Euro ärmer und einer unter dem Haaransatz mit Platzwunden versehenen Kopfhaut, stellt ich zu Hause fest, dass das große Haarsterben aufgehört hatte. Mein Kopf und mein Haar hatten den Kampf offensichtlich verloren.

2 Kommentare

  1. Ich glaube, dass Deine Diät (mit)schuldig am Haarausfall ist.

  2. hab dich nicht so. wer beim friseur mit 16 euro davon kommt, hat übehaupt nicht das recht zu schimpfen. 😛

Kommentare sind geschlossen.

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