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	<title>urbandesire &#187; Politik und Wirtschaft</title>
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		<title>Vorsicht vor dem Wahl-O-Mat</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 09:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eigentlich nicht viel Zeit. Nur kurz etwas zur Bundestagswahl. Der Wahl-O-Mat wird an mancherlei Stelle angepriesen als die ultimative Wahlhilfe: &#8220;Mach den Wahl-O-Maten und du weißt, was du wählen solltest (willst; wirst)!&#8221; Der Wahl-O-Mat besitzt schon seine Berechtigung keine Frage. Er fungiert mehr oder minder als Filter und siebt die seitenlangen Wahlprogramme und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eigentlich nicht viel Zeit. Nur kurz etwas zur Bundestagswahl. Der Wahl-O-Mat wird an mancherlei Stelle angepriesen als die ultimative Wahlhilfe: &#8220;Mach den Wahl-O-Maten und du weißt, was du wählen solltest (willst; wirst)!&#8221; Der Wahl-O-Mat besitzt schon seine Berechtigung keine Frage. Er fungiert mehr oder minder als Filter und siebt die seitenlangen Wahlprogramme und Grundsatzprogramm der demokratischen Parteien nach Thesen, auf die die Parteien festgenagelt werden können. Es ist doch irgendwie verständlich und gleichzeitig aber auch traurig, dass dieses hochkomplexe Gebilde der Staatssteuerung (also das, was die Politik so betreibt) nicht schnell erworben und begriffen werden kann.</p>
<p>Ich denke, es ist für die Macher des Wahl-O-Mats ein jedes Jahr neu aufkommendes Problem wie detailliert die Auswertung der Parteiprogramme sein muss. Zu detailliert würde die Informationslast bei der Entscheidungsfindung zwischen Ja, Nein und ich weiß nicht am Wahl-O-Maten schnell so verkomplizieren, dass es Grundfragen, Unterfragen und Detailfragen geben müsste. So bleibt es bei wenigen Politiken gespickt mit Detailfällen. Steht jetzt die Frage zum Atomausstieg in direkter Verbindung mit der generellen Energiepolitik der Parteien &#8230; d.h. welches zukunftsfähige und realistische (vor allem finanzierbare) Konzept legen die Parteien bei einer Befürtwortung des Atomausstiegs vor. Entscheidender an dieser Stelle bleibt ja zu Fragen sind sich die Wahl-O-Mat-Nutzer und gleichsam Wähler der Konsequenzen eines Atomausstieges oder der Fortführung der Atomenergie als Lieferant für Industrie und Haushalte bewusst. Der Wahl-O-Mat kann dies an dieser Stelle nicht leisten.</p>
<p>Auch beim Mindestlohn stellt sich die Frage. Bis auf CDU/CSU und FDP wird dieser einheitlich von den bisher im Bundestag vertretenen Parteien gefordert. Jedoch unterscheiden sich die Forderungen: Die Linke will 10 €, die SPD beispielsweise 7,50€ &#8230; das scheinen im Detail nur kleinere Unterschiede, jedoch stellt sich bei den vielen Arbeitnehmern, die davon dann betroffen sein könnten die Frage, wie möchten die Parteien das finanzieren. Unterschiede, die der Wahl-O-Mat nicht anzeigt, ja gar nicht wiedergeben kann. Denn seine einzige Fähigkeit ist das Anzeigen von <em>Tendenzen</em>&#8230; Weiterhin werden auch die Gründe ausgespart, die die Parteien zu solchen Programmpunkten bewegen. So soll der Mindestlohn den unlauteren Wettbewerb der Löhne (Stichwort: Dumpinglöhne) beenden und den Unternehmern &#8220;verlässliche Regeln für einen fairen Arbeitsmarkt&#8221;<sup>1</sup>  zur Seite stellen. Mindestlohn vernichtet keine Beschäftigung, sondern &#8211; so die Argumentation &#8211; moderate Mindestlöhne befördern die Beschäftigung positiv. Dem kritischen Zeitgenossen wird auffallen, dass an dieser Stelle der Beweis oder zumindest das Argument fehlt, warum das passieren sollte. Warum schafft es das Festsetzen von Löhnen am unteren Rand der Einkommensspanne nicht nur Jobs nicht zu vernichten, sondern die Beschäftigungskurve sogar anzukurbeln? Ungeklärte Frage. Weder im Wahl-O-Mat und was noch schlimmer ist, auch nicht im Deutschlandplan Frank-Walter Steinmeiers oder auch dem Programm der Linken. Dabei ist es doch wichtig die Konsequenzen und Realisierungskonzepte von politischen Konzepten zu kennen.<br />
Die Gegenseite argumentiert dagegen klassisch. Die Festsetzung von Mindestlohnen behindert den Wettbewerb und Arbeitgeber werden sich dreimal überlegen, ob sie ihr Unternehmen mit neuen Arbeitskräfte belasten, auch weil ja gerade in Deutschland die Lohnnebenkosten im Vergleich zum Ausland recht hoch sind usw. usf.</p>
<p>Es wird also klar, dass die Komplexität politischer Entscheidungen und Forderungen nicht abgebildet werden. Noch ein Beispiel. Der Rückzug aus der Bundeswehr aus Afghanistan. Die Mehrheit der Bevölkerung fordert diesen, wollte diesen Krieg nie. Nur die Linke fordert ihn als einzige Partei im Bundestag. Es ist leicht zu fragen, was Deutschland denn am Hindukusch zu suchen hätte, jedoch muss man sich auch die Gegenfrage gefallen lassen, was passieren könnte, wenn die Bundeswehr oder gleichsam die internationale Gemeinschaft sich zurückziehen würde. Afghanistan ist seit der Niederschlagung der Taliban und dem versuchten Wiederaufbau des Landes unter demokratische Flagge kein wirklich befriedetes und noch weniger ein stabiles Land. Es könnte nach dem Abzug der Koalitionstruppen zu einem wiedererstarken der Taliban kommen, ein mögliches politisches Chaos wäre denkbar. Auf jeden Fall stehen die Chancen auf Frieden in Afghanistan nicht automatisch besser, wenn die ausländischen Truppen abziehen. Zumal noch die Bedeutung des östlichen Nachbarn Pakistan als mittlere Atommacht hinzuaddiert werden muss. Pakistan ist den islamistischen Gruppierungen Afghanistans durchaus friedlich gesinnt. Man sieht also, dass der Fall nicht allzu einfach ist und ein Abzug der Truppen durchaus Raum für Diskussion lässt und unter verschiedenen Perspektiven gewertet werden muss. Es ist leicht im Wahl-O-Mat die These anzukreuzen, aber schwer die Konsequenzen aufzusuchen und zu bewerten.</p>
<p>Ein letztes Beispiel sollen die Bürgerrechte sein. Online-Durchsuchung, bundesweite Volksentscheide, kommunales Wahlrecht und Bundeswehreinsätze im Innern spiegeln dabei die Eckpunkte dieses Politikbereiches wieder. Aber allein ein Blick auf den <a title="Wahl-O-Mat der Bürgerrechte" href="http://wahltest.hermes-net.de/" target="_blank">alternativen Wahl-O-Maten</a> des <a title="AK VORRAT" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" target="_blank">Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung</a> zeigt erneut, dass dieser Politikbereich durchaus komplexer gesehen werden kann: Neben Onlinedurchsuchung treten da Themen wie die neue Gesundheitskarte, die Überprüfung der Gesetze auf Verfassungskonformität als unabhängige Kontrolle im Vorfeld, Gesichtserkennung, Nacktscanner am Flughafen, Vorratsdatenspeicherung, Pässe mit Fingerabdruck usw. ufw. auf. Es ist also klar wie viele spezielle Subthemen beim Wahl-O-Mat der bpb unterschlagen werden und unterschlagen werden mussten, um überhaupt irgendwie sinnvoll zu sein. Neben dieser hier auftretenden Mehrfachkodierung durch Subthemen eines Hauptthemas wie Bürgerrechte stellen sich bei den Bürgerrechten ebenso die Fragen der Realisierung und Konsequenzen.</p>
<p>Es ließe sich dies vermutlich auf alle Thesen, Fragen bzw. Themen, die die Wahl-O-Maten verhandeln, ausweiten. Politik ist zwar schön vermittelbar durch markige kraftvolle Ausdrücke, hoffnunggebende Claims und klare Sätze. Jedoch nur vermittelbar &#8211; nicht unbedingt richtig, angemessen oder gar ehrlich. Man sollte immer berücksichtigen, wenn es so einfach wäre, dass ein Satz ausreicht, alles zu sagen; dann stimmt etwas nicht. Politik und Wahlkampf ist immer ein Hin-und-Her von Positionen, Ideologien, Ansichten, Hoffnungen zu deren Vermittlung kräftige Trauben herausgepickt und ins rechte Licht gerückt vorgelegt werden, währenddessen die knautschigen Rosinen gerne mal versteckt werden.</p>
<p><a title="Wahl-O-Mat Entscheidungen bei twitter" href="http://twitter.com/#search?q=wahlomat" target="_blank">Die Wahlentscheidung</a> sollte nicht vom  ja oder nein zu bestimmten Thesen des Wahl-O-Matens abhängig gemacht werden. Vielmehr sollte er dazu dienen, mit dem großen Mysterium der Politik Kontakt aufzunehmen und anhand der vorgeschlagenen Themen ruhig auch für sich selbst weiterzurecherchieren, einfach mal das Hirn einsetzen und es sich selbst nicht zu leicht zu machen, dann ist auch der Wahl-O-Mat und jegliche Umfrage eine praktisches Tool im Vorfeld der Bundestagswahl.</p>
<p>UPDATE: Es gibt noch ein paar weitere kritische Stimmen zum Wahl-O-Mat &#8211; hier bei: <a title="Wahl-O-Mat-Kritik" href="http://guardianoftheblind.wordpress.com/2009/09/09/der-neue-wahlomat-schlecht-gemacht-und-tendenzioes/" target="_blank">Guardian of the Blind</a>, der sich die Zeit nahm einzeln die Thesen und Fragen abzuklopfen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1859" class="footnote">aus dem <a title="Deutschlandplan FWS" href="http://www.etracker.de/lnkcnt.php?et=TysP23&amp;url=http://www.spd.de/de/pdf/Politik_fuer_das_naechste_Jahrzehnt_navigierbar.pdf&amp;title=&amp;lnkname=material--/de/pdf/Politik_fuer_das_naechste_Jahrzehnt_navigierbar.pdf" target="_blank">Deutschlandplan</a> (pdf, 233Kb) von Frank-Walter Steinmeier</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Eindimensional</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 11:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich vor Jahrzehnten mit meinem Studium anfing, grollten am Horizont die dauerhaften Schemen einer Bildungsreform. Die nun mit dem Bologna-Prozess und nun zweistufigen Hochschulabschluss mit Bachelor und Master ihren vorläufigen pervertierten Höhepunkt erreicht hat. Nicht nur, dass gefühlt jegliches studentisches Leben zu versiegen droht &#8230; also nicht die entspannenden Sauftouren bei schlechter Musik und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor Jahrzehnten mit meinem Studium anfing, grollten am Horizont die dauerhaften Schemen einer Bildungsreform. Die nun mit dem Bologna-Prozess und nun zweistufigen Hochschulabschluss mit Bachelor und Master ihren vorläufigen pervertierten Höhepunkt erreicht hat. Nicht nur, dass gefühlt jegliches studentisches Leben zu versiegen droht &#8230; also nicht die entspannenden Sauftouren bei schlechter Musik und Luft, sondern das kulturelle, politische und soziale Engagement in Vereinen und Organisationen, die nun unter eklatantem Mitgliederschwund zu leiden haben&#8230; sondern vor allem die neuerlicher Diskussion um den <a title="..." href="http://bs.risiko09.de/" target="_blank">Bildungsstreik</a> mit verdrehten Argumenten, ist mir da ein Dorn im Auge.</p>
<p>Als die Wolke der Bildungsreform immer näher rückte, fand ich mich eines Tages in eine Informationsveranstaltung zu selbigem Thema wieder. Aufgabe der bemühten Dozenten war es, an diesem Tag zunächst das <em>Warum</em> und schließlich auch das jeweilige <em>Wie</em> der Universität des Bologna Prozesses zu erläutern. Bei dem Thema warum blieb mir ein Argument schmerzhaft im Ohr kleben: das Studium an sich muss dem Arbeitsmarkt besser angepasst werden. Der gemeine Magisterstudent studiert an der Realität vorbei. Es brauche eine größere Praxisnähe und es reichen für den Arbeitsmarkt auch &#8220;Teilqualifikationen&#8221; &#8230; obgleich ich all dies nicht verstand, fragte ich auch nicht nach. Was sind denn eigentlich universitäre Teilqualifikationen, die für den Arbeitsmarkt genügen anstatt von was? Verwirrung. Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt fordere aber immer wieder von Staat, Universitäten und den Studenten selbst jene Praxisnähe und Abrichtung auf den Arbeitsmarkt. Egal.</p>
<p>Was passiert ist? Naja. Ein System von Verschulung der alten Inhalte wurde installiert. Kürzer, effektiver, besser&#8230; Bachelor. Ich vermute, alle glaubten somit den Wünschen der neuen weltlichen Allmacht <em>Wirtschaft</em> entsprochen zu haben.</p>
<p>Heute dann das: Ich lese in der sonntaz folgendes:</p>
<blockquote><p>Kritik an den neuen Abschlüssen kam im Vorfeld auch aus der Wirtschaft. Burkhard Schwenker, Chef der Unternehmensberatung Roland Berger, nannte die Studiengänge in der sonntaz &#8220;eindimensional&#8221;. &#8220;Gerade in unserer immer komplexeren Welt müssten die Hochschulen Studenten zum flexibleren Denken befähigen&#8221;, sagte er. (<a title="taz -bildungsstreik" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/unis-schlechtreden-ist-dumm/" target="_blank">taz</a>)</p></blockquote>
<p>Offenbar wurde da etwas falsch gemacht.</p>
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		<title>100000 ist dann doch eine große Zahl</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 06:46:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Artikel würden seit meinem ersten Aufruf geschrieben, viele Nachrichten und Stellungnahmen verlesen, es wurde viel diskutiert&#8230; noch sind die Kritiker nicht verstummt und die Mitzeichnerzahl bewegt sich auf die 100000 Marke zu. Deswegen kann ich nur raten und bitten sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen. Diese können recht umfangreich ergooglt werden (Zensurula etc.) oder auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860"><img class="alignleft" title="Zeichne mit..." src="http://netzpolitik.org/wp-upload/epet2.gif" alt="" width="235" height="235" /></a>Viele Artikel würden seit <a title="Die epetition mitzeichnen" href="http://www.bildflimmern.de/?p=392" target="_blank">meinem ersten Aufruf</a> geschrieben, viele Nachrichten und Stellungnahmen verlesen, es wurde viel diskutiert&#8230; noch sind die Kritiker nicht verstummt und die Mitzeichnerzahl bewegt sich auf die 100000 Marke zu. Deswegen kann ich nur raten und bitten sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen. Diese können recht umfangreich ergooglt werden (Zensurula etc.) oder auch auf <a title="Netzpolitik.org über die Zensurpläne der Bundesregierung" href="http://www.netzpolitik.org" target="_blank">netzpolitik.org</a> eingesehen werden. Für die Basisinformationen sollte zunächst aber erstmal dies genügen: <a title="Zeichne mit!" href="http://www.zeichnemit.de" target="_blank">zeichnemit.de</a> Hier können alles Grundinformationen der letzten Wochen nachgelesen und auch weitere Hintergrund zur Epetition recherchiert werden.</p>
<p>Schön, dass es jetzt endlich auf urbandesire.de blinkt.</p>
<p>UPDATE: In der aktuellen Debatte gibt es zwei neue, kontroverse, interessante und doch recht gegensätzliche Artikel. Die Zeit nimmt mit Heinrich Wefing eine krude und für mich zum Teil nicht haltbare Stellung ein, indem sie sinnloserweise ideologisiert: <a title="Die Zeit - Wider die Ideologen des Internets" href="http://www.zeit.de/2009/23/Internet-Grenze?page=all" target="_blank">Wider die Ideologen des Internets!</a> (Artikel mit Ausrufezeichen sind immer mit Vorsicht zu genießen.) Christian Stöcker betrachtet imho das Problem differenzierter und sieht die Menschen des Portesbewegung nicht als eine anonyme Masse an, sondern versucht einen Wesenbereich abzustecken, den er als Generation C64 betitelt. Er will darauf aufmerksam machen, was im Namen der Politik schleichend für Grundrechtsverletztungen durch die Regierung begangen werden. Der sehr lesenswerte Artikel heißt: <a title="SpOn - Die Generation C64 schlägt zurück" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,628017,00.html" target="_blank">Die Generation C64 schlägt zurück</a>.</p>
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		<title>lost in humanities</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 11:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt frag mich doch mal einer, was ich in meinem Studium gelernt habe. Tja, eine ganze Menge. Ich könnte an dieser Stelle über den ontologischen Gottesbeweis berichten oder auch darüber wie ich endlich verstand, dass diese ganzen Versmaße &#8211; der gebildete Mensch weiß natürlich, dass es sich hier um den Daktylus, Trochäus, Jambus und im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1517" title="alone" src="http://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2008/11/alone.jpg" alt="" width="360" height="185" /></p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt frag mich doch mal einer, was ich in meinem Studium gelernt habe. Tja, eine ganze Menge. Ich könnte an dieser Stelle über den ontologischen Gottesbeweis berichten oder auch darüber wie ich endlich verstand, dass diese ganzen Versmaße &#8211; der gebildete Mensch weiß natürlich, dass es sich hier um den Daktylus, Trochäus, Jambus und im gewissen Maße auch Anapäst um einst (und eigentlich noch immer) griechische Versmaße handelt, bei denen nur ein Faktor verändet wurde. Die Griechen messen ihr Versmaß der Zeile nach der Länge der Silben; bei uns Mitteleuropäern spielt dies keine Rolle. Es geht nur darum, ob die Silbe betont wird oder nicht. Nett eigentlich, dass mir dies die Schulbildung nicht vermitteln konnte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie ich damals  &#8211; ich glaub es war ein Goethe-Seminar &#8211; dagesessen habe und den Mund vor Staunen und Verwirrung nicht mehr schließen konnte. Seis drum. Solche Wissensbrocken schleudern noch immer durch mein geistiges Universum. Nun geht die Studienzeit irgendwie demnächst (bald, absehbar, oder doch irgendwann?) zu Ende und man klopft sein<span style="text-decoration: underline;">e</span> <span style="text-decoration: line-through;">Wissen</span> Skills nach Verwertbarem ab. Nicht viel, was da im Kampf ums Überleben übrig bleibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Gestern saß ich im Büro. Es war Samstag. Man gab mir den Schlüssel, damit ich auch arbeiten kann. Nun ja, eigentlich wollte ich das. Während ich die Aufgaben vorantrieb, dachte ich kurzzeitig darüber nach, was der Sinn von Geisteswissenschaften sein soll. Ich kann bis auf einen einzigen keinen erkennen. Die Lage der derzeitigen Geisteswissenschaft ist so desolat und aussichtslos &#8211; daraus entstehend ist die moderne Geisteswissenschaft auch rückwärtsgewandt. Sie begreift ihre desolate Lage und orientiert sich in Ewiggestrige. Diesen Fakt muss man anerkennen. Sicherlich ist es notwendig in den Fächern Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte (etc.) die Alten zu studieren. Doch die Relevanz im Broterwerb ist nicht vorhanden. Niemand braucht das. Niemand bezahlt dafür und wenn wir es im Großen ansehen, geht es schließlich nur darum, sich für seinen Fähigkeiten und Leistungsbereitschaft bezahlen zu lassen. Einzig etwas vermag die Geisteswissenschaft. Sie kann einen Menschen aufzeigen, was ihn wirklich interessiert und gibt ihm neben dem Studium (BA/MA mal ausgenommen) doch durchaus Zeit, diese Interessen zu verfolgen</p>
<p style="text-align: justify;">Warum ist also in den Geisteswissenschaften &#8211; sprich in ihrem Kernbereich &#8211; so wenig wirtschaftlich verwertbares Potenzial. Wieso ist es für alle Studierenden nur eine schöngeistige Nebenhandlung, sodass die Brötchen durch anderes verdient werden müssen. Interessanterweise habe ich jeden Cent Geld in meinem Leben ohne erworbene Fähigkeiten meines Studiums verdient <span style="color: #808080;">(Kommentare, dass wir nicht wirklich Fakten lernen, sondern &#8220;Problemlösestrategien&#8221; &#8211; wir also gemäß dem Begriff &#8220;Universität&#8221; zu »Universalisten« für schließlich jeden Bürojob werden, werden ignoriert)</span>. Auch meine derzeitige Tätigkeit &#8211; nein, nicht das mit den Dosen &#8211; benötigt Fähigkeiten, die weit abseits meines Studiums liegen und die ich mir wirklich autodidaktisch antrainiert habe. Eine kürzere und mit mehr Geld gesegnete Ausbildung hätte vermutlich ein vergleichbares Ergebnis erbracht.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem: Ich würde nichts anders machen. Denn es gibt noch einen entscheidenden Faktor, der die Geisteswissenschaft unverrückbar in den Lebensläufen möglichst vieler Menschen verankern sollte. Der Geist wird frei. Man denkt nach. Über die Welt, die Zusammenhänge und lebt nicht nur von Paper zu Paper; von Klausur zu Klausur. Naja und wenn Philosophiestudenten und Literaturwissenschaftler zusammensitzen, dann sieht das Weintrinken und Zigarettenrauchen auch irgendwie ehrlicher aus.</p>
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		<title>Die dunkle Seite des Bewerberblogs</title>
		<link>http://www.urbandesire.de/2008/09/27/die-dunkle-seite-des-bewerberblogs/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 12:17:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Titel da oben klingt reißerisch. Ich weiß. Es ist aber keine Kritik am Bewerberblog. Ich finde es sehr gut, was das Team von TowerConsult da auf die Beine gestellt hat und begrüße die richtige Mischung aus Impressionen des Büroalltags sowie die Anreicherung mit Sichtweisen von Personalern und deren Vorstellungen des perfekten Kandidaten für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Titel da oben klingt reißerisch. Ich weiß. Es ist aber keine Kritik am <a title="bewerberblog.de" href="http://www.bewerberblog.de/" target="_blank">Bewerberblog</a>. Ich finde es sehr gut, was das Team von <a title="towerconsult" href="http://www.towerconsult.de/de/start.php" target="_blank">TowerConsult</a> da auf die Beine gestellt hat und begrüße die richtige Mischung aus Impressionen des Büroalltags sowie die Anreicherung mit Sichtweisen von Personalern und deren Vorstellungen des perfekten Kandidaten für die ausgeschriebene Stelle. Meine Meinung war ja bereits immer: Blogs sind gut. Egal, wo oder wie sie eingesetzt werden; Hauptsache die Betreiber meinen es ehrlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Die <a title="1 Jahr Bewerberblog" href="http://www.bewerberblog.de/?p=1056" target="_blank">Feierlichkeiten</a> waren dann auch dem Termin angepasst recht freundlich und  veranstaltungsreich: Lesung, Buffet, Kickern und Malen. Schöner, erster Geburtstag. Bitter für Geisteswissenschaftler ist natürlich das Publikum. Ein Mischung aus IT-Entwicklern, Menschen der Wirtschaft, vermutlich auch einiger Personaler&#8230; so gesehen, der natürliche Feind eines jeden Geisteswissenschaftlers. Während die Ausbildung oder auch die eigengeleistete Fortbildung eines Menschen erstere Branchen, es ihm ermöglicht, konkrete Jobvorstellungen mit moderaten Gehältern zu realisieren, bleibt der wirklich brotlose Geisteswissenschaftler eher in der dunklen Ecke sitzen. Dieser Optimismus war in einigen Gesprächen durchaus zu spüren. &#8220;<em>Everything goes, du musst nur wollen.</em>&#8221; Ein häufig gehörter Satz. Ich badete kurzzeitig in dem Optimismus dieser Branchen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fragte mich dann natürlich, warum dies so ist: Optimismus gegen Resignation. Ein Abend mit vor dem Abschluss stehenden Geisteswissenschaftlern endet meist so, dass eine Reihe von Unternehmen aufgezählt werden, die schlecht oder gar nicht bezahlte Praktikastellen ausschreiben, auf die der dann auch am Kneipentisch sitzende Bewerber keine oder nur negative Resonanzen erhielt. Ein direkter Jobeinstieg nach dem Studium wird zur Utopie. In den Ausschreibungen treten Begriffe und Wortgruppenkomposita auf wie &#8220;exzellente Leistungen&#8221;, &#8220;herausragende Ergebnisse&#8221; oder &#8220;mehr als überdurchschnittliche Potentiale&#8221;. Zynisch könnte man anmerken, dass der Wortschatz-Duden das Hauptarbeitsgerät eines jeden Personalers sei. Eine Frustration ist dann das Ergebnis. Das Studium der Anthropologie oder Religionswissenschaft oder schlimmer noch der Philosophie hat das &#8220;persönliche Branding&#8221; auf eine Null beschränkt. Die Fähigkeiten über Religionsriten der Syrer zu berichten oder auch einen ontologischen Gottesbeweis gewinnbringend zu vermitteln, sind Eigenschaft einer sterbenden Kultur. Hochgehalten von  wenigen Verwirrten, die die Germanistikhörsäle dieser Republik bevölkern, die in ihrer Nachabiturphase monetäre Gedanken ausblenden, doch dann schrittweise, Semester für Semester auf den Boden eines Berufsethos geworfen werden, zu dessen Leitkultur es gehört, Powerpointfolien im 30-Sekunden-Takt abzumalen oder nach der Vorlesung nach einem herunterladbaren Skript zu fragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich widerspreche diesen Freunden dann immer. Es ist falsch anzunehmen, dass ihr nichts Wert seid. Das &#8220;persönliche branding&#8221; ist eine Floskel des &#8220;<a title="bullshit bingo - wiki" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bullshit-Bingo" target="_blank">bullshit-bingos</a>&#8220;. Irgendwann werden auch die krudesten Personaler erkennen, dass die Mitarbeiteranforderungen, die von Unternehmensberatungen scheinbar standardisiert wurden (überdurchschnittliche Studienleistungen, Praxis- erfahrungen, und ein Aufenthalt im Ausland, dazu Leistungswille, Zielgerichtetheit und Analysefähigkeit &#8211; <span style="color: #999999;">entnommen der ZeitCampus, 11/06</span>) zu einem Kampf geführt haben. Einen Kampf um nicht attraktivere, aber immer weniger Stellen. Und dieser Kampf wird mit allen Mittel geführt. Ein Lebenslaufwettrüsten. Dann wird auch mal verschwiegen, dass das Auslandssemester in Frankreich ein einziges Korpulieren und Saufen mit anderen Erasmusstudenten war, dass Praktikum aus Briefefalten und Telefonlisten aktualisieren bestand (vermutlich wurden dazu die überdurchschnittlichen Potentiale benötigt) usw. usf. Es ist nicht der Lebenslauf der sich bewerben sollte, sondern im Eigentlichen eine Persönlichkeit, eine Seele; auch wenn das Bewerbungsfoto schlecht ist (es sei aber angemerkt, dass trotzdem Formalien auf einer Bewerbung eingehalten werden sollten, damit die Vergleichbarkeit im gewissen Maße doch gegeben ist&#8230; machen wir uns nichts vor: Jobsuche bleibt Konkurrenz und das ist im Grunde auch okay so).</p>
<p style="text-align: justify;">Der gestrige Abend verlief logischerweise etwas anders. Es war vor allem eine gut organisierte Geburtstagsparty, die mir aber zeitweise interessante Einblicke gewährte. Zunächst: Ein Leben ist nicht schwarz-weiß, so wie mir dies von mehreren Seiten zugetragen wurde. Es sind &#8220;<a title="shades of grey - capitalism must come to an end (vorsicht laut) ;-)" href="http://blip.fm/profile/urbandesire/blip/481416" target="_blank">shades of grey</a>&#8220;. Ein Schwarz-Weiß-Denken in gut und schlecht, erfolglos und erfolgreich, richtig und falsch usw. ist nicht zielführend. Es mag in einer Versuchsanordnung wie der Informatik bzw. generell in informationsverarbeitenden Systemen funktionieren. Doch ist dies nur Reduktion; fassbar machen. Nullen und Einsen sind die Basis dieser Welt. Bereits einfachste  physikalische Vorgänge  stoßen bei solch einer Sichtweise an ihre Grenzen. Ursache-Wirkung können durch Reduktion nicht wirklich erklärt werden. <a title="Komplexitäten von Sarah Mitchell" href="http://www.suhrkamp.de/titel/titel.cfm?bestellnr=26001" target="_blank">Komplexität, emergente Zusammenhänge scheinen paradoxerweise sinnvoller für ein funktionierendes Weltbild</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so ist ein Mensch nicht immer nur schwarz-weiss. Er ist kein Lebenslauf und auch kein Vorstellungsgespräch.  Er ist ein &#8220;Mehr&#8221;. Personalakquise ist vermutlich Glücksache und soll in den Händen von Leuten liegen, die Talent besitzen Anzeichen und Vorzeichen zu sehen. &#8220;Personalern&#8221; sollte nicht das Ausspielen der &#8220;gatekeeper&#8221;-Funktion sein. Ich weiß nicht, wie man diesen Jobsucheprozess menschlicher, ehrlicher gestalten kann, ich weiß nicht wie man diese Tür-zu-halt-Mentalität beendet, ich weiß auch nicht wie man die menschenverzehrende Jobmühle in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs verändert&#8230; Es scheinen sich zwei Wege zu zeigen. Die traurigen Geisteswissenschaftler (es bleibt anzumerken, dass es auch glückliche und erfolgreiche geben soll <img src='http://www.urbandesire.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) haben die Wahl sich anzupassen und zu verstehen, dass sie gleich der oben erwähnten Branchen sich als eine Marke als eine Sammlung von bezahlenswerten Eigenschaften begreifen müssen. Nur so kann man auf diesen Arbeitsmarkt eventuell noch bestehen. Das heißt skills, softskills, Referenzen und Praktika sammeln&#8230; die neue Währung deines Lebens.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein anderer Weg ist natürlich Widerstand. Extra alles anderes machen. Ich denke der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Um jetzt aber nicht in schwarz und weiß zu verfallen, hoffen wir, dass es auch einen grauen Mittelweg gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich danke auf jeden Fall dem <a title="bewerberblog.de" href="http://www.bewerberblog.de/" target="_blank">bewerberblog.de</a> für Bier, Kuchen und Einsichten. Gerne würde ich noch die von mir durch <a title="jojo... ? Wo bleibt dein Beitrag." href="http://blog.beetlebum.de/2008/09/26/treffen-der-abv-ler/" target="_blank">Jojo</a> angefertigte Karikatur posten, leider steht mir im Moment kein Scanner zu Verfügung. Wird aber nachgeholt.</p>
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		<title>Uniwahlkampf</title>
		<link>http://www.urbandesire.de/2008/07/02/uniwahlkampf/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 08:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin zu faul etwas zu kommentieren, wichtigere Aufgaben warten. Trotzdessen ist es wichtig dies alles zur Kenntnis zu nehmen. Die Auswüchse um den Wahlkampf im Stura: Akrützel über die Kandidaten und die Diskussion über die Wahlwerbung des RCDS Spiegel Online über den Wahlkampf in Jena heute und morgen ist Wahl&#8230; StuRa urbandesire über das Wahlprogramm des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin zu faul etwas zu kommentieren, wichtigere Aufgaben warten. Trotzdessen ist es wichtig dies alles zur Kenntnis zu nehmen.</p>
<p>Die Auswüchse um den Wahlkampf im Stura:</p>
<ul>
<li>Akrützel über die <a title="Die nackten Kandidaten" href="http://www2.uni-jena.de/akruetzel/?p=171" target="_blank">Kandidaten</a> und die <a title="Achtung Wahlwerbung" href="http://www2.uni-jena.de/akruetzel/?p=173" target="_blank">Diskussion</a> über die Wahlwerbung des RCDS</li>
<li><a title="Rechte drängen in den Studi-Rat" href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,563229,00.html" target="_blank">Spiegel Online</a> über den Wahlkampf in Jena</li>
<li>heute und morgen ist Wahl&#8230; <a title="Stura-Wahl" href="http://www.stura.uni-jena.de/index.php?id=205" target="_blank">StuRa</a></li>
<li><a title="urbandesire über das wahlprogramm des rcds" href="http://www.urbandesire.de/?p=1396" target="_blank">urbandesire über das Wahlprogramm des RCDS</a></li>
</ul>
<p> </p>
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		<title>Kreuzweises Können</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 08:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute den Wahlschein für die Fachschafts-, Gremien- und StuRawahlen ausgefüllt. Hatte ja bereits ein wenig mitbekommen vom Uni-Wahlkampf. Trotzdem blieben bei vielen Namen nur Fragezeichen übrig. Mithilfe der Wahlbeilage des Akrützels und studiVz gelang es mir einige Mitglieder diverser Strömungen besser einzuschätzen und evt. das Kreuz an einer geeigneteren Stelle zu setzen. Jetzt bleibt eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1397" title="stimmzettel" src="http://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2008/06/stimmzettel.jpg" alt="" width="360" height="158" /></p>
<p>Heute den Wahlschein für die Fachschafts-, Gremien- und StuRawahlen ausgefüllt. Hatte ja bereits ein wenig mitbekommen vom Uni-Wahlkampf. Trotzdem blieben bei vielen Namen nur Fragezeichen übrig. Mithilfe der <a title="Wahlbeilage Akrützel" href="http://www.stura.uni-jena.de/uploads/media/wahlbeilage_2008.pdf" target="_blank">Wahlbeilage</a> des <a title="akrützel jena" href="http://www.akruetzel.de/" target="_blank">Akrützels</a> und studiVz gelang es mir einige Mitglieder diverser Strömungen besser einzuschätzen und evt. das Kreuz an einer geeigneteren Stelle zu setzen.</p>
<p>Jetzt bleibt eigentlich nur die Frage, welcher Student noch so einen Aufwand betreibt, um ein paar Informationen über die Kandidaten, Listenvorschläge und deren zugehöriger Programme und Ideen zu erhalten. Es hat ja schon ein Weile gedauert, bis ich mir einen Überblick verschaffen konnte, zumal nun immer noch Fragezeichen stehen. Zu viele Fragezeichen; die es eigentlich rechtfertigen würden, den Stimmzettel nicht abzugeben. Auch die Tatsache, dass sich zahlreiche Burschenschaftler über den RCDS in die Wahllisten eingeschlichen haben (man kann sagen, was man will: die Frage, ob jemand Mitglied einer Burschenschaft ist, korrespondiert immer mit seinem politischen Programm und seinen Vorstellungen, wobei ich aus Erfahrung weiß, dass diese nie meine waren), ist nicht sofort einsehbar und eigentlich erschütternd.</p>
<p>Wenn man sich dazu noch die &#8220;<a title="rcds - lachhaft" href="http://www.rcds-thueringen.de/10_programmatische_Beitrage_des_RCDS_Landesverbandes_Thuringen.pdf" target="_blank">programmatischen Schwerpunkte</a>&#8221; der RCDS ansieht, glaubt man kaum, dass solche Inkompetenz unbeobachtet bleibt. Neben der Forderung eines auf Studenten auszuweitendes Bürgergeldes (das auch schon <a title="bürgergeld" href="http://www.d-althaus.de/52.html" target="_blank">Papa Althaus</a> für den Rest der Bürger fordert), steht man auch munter für die Einführung von &#8220;Studienbeiträgen&#8221; <span style="color: #888888;">(schlechthin als Studiengebühren bekannt, klingt aber nicht so medial abgenutzt)</span>, ohne Beitragshöhen zu nennen. Fraglich bleibt, wo der Sinn liegen soll, Studenten mit 600 Euro im Monat auszustatten, um ihnen dann pro Semester wieder reichlich Studiengebühren abzuknöpfen.</p>
<p>Ich hab die RCDS einfach mal rausgepickt. Auch bei den Jusos gibt es einige fragwürdige Ideen, die anscheinend nur nach dem Prinzip Che Guevaras funktionieren können: &#8220;Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.&#8221; Diese Utopien sind nachlesbar auf dem <a title="roter campus - wahlprogramm der JusoHSG Jena" href="http://spdnet.sozi.info/thueringen/roter-campus/index.php?mod=content&amp;menu=1201&amp;page_id=2570" target="_blank">roten Campus</a>.</p>
<p>Lustig wird es eigentlich erst beim Rest, deren politische Visionen nicht im Netz auffindbar sind. Selbst der &#8220;Wahlkampf&#8221; wird so irgendwie &#8220;studentisch&#8221; geführt. Man zeigt wenig Interesse, die eigenen Vorstellungen zu verbreiten, wenn man mal die größeren Strömungen außen vor lässt. Ich kann auf jeden Fall verstehen, wenn die Wahlbeteiligung ins Bodenlose sackt und die Wahlunterlagen mit Genuss im Papierkorb verschwinden.</p>
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		<title>WAKE UP! Stop Trading</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 17:05:01 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habs ja immer gesagt, nur niemandem wirklich erzählt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habs ja immer gesagt, nur niemandem wirklich erzählt<a href="http://www.youtube.com/watch?v=SWksEJQEYVU" title="Mad Money mit Jim Cramer" target="_blank">&#8230;</a></p>
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		<title>Ich und E-mails</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 14:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Websites]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß gar nicht mehr wie meine erste E-mailadresse lautete. Und wer mir diese bereitgestellt hatte. Auf jeden Fall ist diese erste E-mailadresse Geschichte und vermutlich auch gelöscht. In den ersten Jahren meines Lebens im Internet verband ich mit E-mail nicht mehr als einen digitalen Brief. Dieser nutzte mir nur nicht viel. Zum Einen war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.urbandesire.de/wp-content/uploads/2007/11/schreibdochbriefe.jpg" alt="Schreibmaschinegmail" style="float: left; padding-right: 3px" />Ich weiß gar nicht mehr wie meine erste E-mailadresse lautete. Und wer mir diese bereitgestellt hatte. Auf jeden Fall ist diese erste E-mailadresse Geschichte und vermutlich auch gelöscht.  In den ersten Jahren meines Lebens im Internet verband ich mit E-mail nicht mehr als einen digitalen Brief. Dieser nutzte mir nur nicht viel. Zum Einen war ich auch abseits der Datenstränge kein großer und kontinuierlicher Briefschreiber, zum Anderen war eine E-mailadresse längst noch nicht bei allen Standard.</p>
<p>Heute ist das anders. Viele Kontakte laufen fast nur noch über E-mails. Die Bedeutung dieses Dienstes hat sich in den letzten Jahren bei mir unglaublich potenziert.  Trotzdem war ich lange unglücklich. Dies lag vor allem daran, dass ein Abrufen der E-mails keinen gewünschten Komfort enthielt.</p>
<p>Ich musste auf Webseiten klicken, mich anmelden, Werbung und bunt überladene Seiten erdulden. Am schlimmsten war aber die Aufgabe des regelmäßigen Löschens von alten E-mails, da einfach das Postfach zu klein wurde. In Zeiten reiner Textnachrichten geschah dies recht selten, aber mit der Zeit flatterten auch E-mails mit größeren Anhängen  ins Postfach. Bald war eine E-mailadresse überlastet. Ich expandierte gmx, web.de usw.  Die Folge zahlreicher Accounts war Chaos. Wer hat jetzt welche E-mailadresse als Kontaktmöglichkeit genannt bekommen, hab ich jetzt diesen Account schon abgerufen, wie lauten noch mal die Login-Daten?</p>
<p>Irgendwann hat es mir einfach gereicht und ich stieg auf einen E-mail-Client um. Zunächst Outlook, später Mozillas Thunderbird. Schön war, mit einmal &#8220;Abrufen&#8221; klicken, alle Adresse gleichermaßen herunterzuladen und sich über Speicherplatz und so weiter keine Sorgen machen zu müssen. Die Organisation war trotzdem mühsam, da ich es irgendwie nicht hinbekam, alles in eine Verzeichnisstruktur &#8211; ja ich sortiere meine E-mails &#8211; zu pressen. Ein weiterer, schrecklicher Nachteil war aber die fehlende Mobilität. Außer Haus hatte ich keinen Zugriff auf alte E-mails und die neuen mussten wieder auf den widerlichen Webportalen abgefragt werden.</p>
<p>Die Lösung kam im Jahre 2005 durch Gmail. Großer Speicherplatz, einfaches Abfragen anderer E-mailadresse (und was noch tausendmal besser ist: verschiedene E-mailadresse via Gmail zum Versenden benutzen.) Ich habe also alles auf einmal: Platz, Übersichtlichkeit und Mobilität. Heute im Jahre 2007 nutze ich diverse Plugins, um über jede eintreffende E-mail recht fix im Browser informiert zu werden (<a href="http://www.erweiterungen.de/detail/Google_Mail_Manager/" title="Google Mail Manager - Firefox-Addon auf www.erweiterungen.de" target="_blank">Google Mail Manager</a>) und die derzeit über 5 Gb Space auch als kleines Online-Storage für verschiedenste Dokumente, die ich mit einem einfachen Klick ins Netz bewege.</p>
<p>So nun alles toll, oder? Leider nicht. In letzter Zeit mehren sich die Kritiken an Gmail. Sie richten sich vor allem gegen den mangelnden Datenschutz und die fehlende Transparenz, was wann wo und wie genau gespeichert. Gerade die Bequemlichkeit &#8211; ach der GoogleReader zum Lesen von Feeds oder auch das GoogleAnalysis-Tool ist schon fein und wiederum zentral von jedem Rechner aus erreichbar, lässt einen fix diesem erweiterten Dienstespektrum verfallen.</p>
<p>In zahlreichen Blogartikeln und Artikeln von Zeitungen wurde dieses &#8220;DataMining der Infokrake Google&#8221; auseinandergenommen und weitergesponnen und alle kamen zu den Schluss, dass es nur ein erklärtes Ziel für Google geben kann und zwar den komplett erfassten und ausgewerteten Nutzer <a href="http://www.heise.de/ct/06/10/168/" title="c't über google" target="_blank">(c&#8217;t nur als Beispiel)</a>. Wozu nun diese Daten dienen (Werbung) und dienen sollen (was weiß ich), darüber streiten sich die Geister.</p>
<p>Es scheint schon fasst paradox, wenn man sich den Ärger und die Proteste angesichts einer Vorratsdatenspeicherung durch Ämter der BRD ansieht, einen solchen Account zu haben und zu benutzen. Doch irgendwie bin ich hilflos. Niemand kann mir Mittel und Wege nennen, Sicherheit bei ähnlichem Komfort zu erzeugen, niemand weiß sicher, was andere Anbieter von E-mailaccounts mit den Daten wirklich anfangen bzw. anfangen werden.</p>
<p>Was bleibt ist Ratlosigkeit.</p>
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		<title>Zwei Meldungen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 08:46:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>urbandesire</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik und Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Meldungen und nur eine ist das tatsächliche Problem der Musikindustrie. Falls jemand Zeit hat, kann er das Rätsel ja in den Kommentaren lösen: Meldung 1 vs. Meldung 2 ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Meldungen und nur eine ist das tatsächliche Problem der Musikindustrie. Falls jemand Zeit hat, kann er das Rätsel ja in den Kommentaren lösen:</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,510739,00.html" title="madonna plant millionenvertrag" target="_blank">Meldung 1</a> vs. <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,509556,00.html" title="220000 Dollar für 24 Songs" target="_blank">Meldung 2 </a></p>
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