Manchmal ist man enttäuscht von Menschen. Da wacht man früh auf und hat keinen Hunger. Die Magengegend will einfach nicht. Die Gedanken kreisen um die letzte Nacht. Schlaflos triebst du im Bett herum. Auf der Suche nach der Kante, die die Möglichkeit offeriert auszusteigen aus diesem im widerlichen Traumland herumfliegenden Wolkenbett. Man bleibt liegen und versucht das System neuzustarten und endlich den Schlafmodus zu finden. Denn es nutzt nichts auszusteigen aus dem Wolkenbett. Der Wolkenbettbettvorleger besteht aus Würmern, die dir entgegen schlingern. Du überlegst dir den Arm abzuhacken, um ihn als Anschauungsobjekt herumzureichen. Vielleicht überlebst du es, bis die Gruppe von Leuten ihn inspiziert hat.

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Es ist ein seltsames Gefühl im eigenen Blog eingeschränkt zu sein. Ich kann nicht das schreiben, was ich will. Und es ist nicht nur die Sorge, wer mitliest, sondern auch die Sorge, dass man schließlich selbst mitliest. Jedes Mal, wenn ich diesen gruseligen „Veröffentlichen“-Button betätige und so einen Texten freigebe – eigentlich nur für archive.org und die Tatsache, dass mein künftiger Arbeitgeber einen Grund mehr hat mich zu kündigen – , fühle ich mich so benutzt. Einfach dreckig und ausgespuckt. Bei so vielen Dingen herrscht eine innere Zensur. Es fehlt einfach das Vertrauen in die Öffentlichkeit. Und auch das Vertrauen in sich selbst. So bin ich anscheinend weiter auf der Suche nach dem richtigen Text, aber vor allem nach dem richtigen Inhalt, der auch dem hierigen Leser mal etwas sagt und nicht er beim Lesen nicht ständig an der Unverständlichkeit zerbricht.

Naja, ein Anfang ist gemacht.